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TCM: Unter Mao neu begründet

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über chinesische Heilverfahren sind im sogenannten „Klassiker des Gelben Kaisers der Inneren Medizin“ gesammelt. Das Werk ist der Legende nach etwa 3000 vor Christus von Kaiser Huangdi verfaßt worden. Doch in Wirklichkeit es ist wohl viel mehr ein Sammelwerk, das verschiedene Ärzte über mehrere Jahrhunderte hinweg angelegt haben.

Zu Beginn unseres Jahrhunderts gerieten die althergebrachten Heilverfahren langsam in Vergessenheit, da auch in China die westliche Medizin Einzug hielt und die alten Verfahren als rückständig galten.

Erst vor etwa 40 Jahren griff Mao Zedong die Ideen der einfachen, kostengünstigen und vorbeugenden traditionellen Medizin wieder auf. Allerdings nicht, ohne sie vorher in vielen Bereichen den heutigen Bedürfnissen anzupassen und so zu ordnen, daß eine Kombination mit der westlichen Schulmedizin in Ausbildung und Anwendung möglich wurde.

Diese „zurechtgestutzte“ Version der alten chinesischen Medizin erhielt die Bezeichnung „Traditionelle Chinesische Medizin“ – TCM. Sie beinhaltet also nicht – wie der Name vermuten läßt – sämtliche überlieferten medizinischen Verfahren, sondern umfaßt nur die heute in China gelehrte und angewandte Heilkunst.

In China nehmen lediglich 30 Prozent der Bevölkerung die TCM in Anspruch. Doch auch die dort nach westlichen Methoden behandelnden Ärzte befürworten immer mehr eine Kombination aus TCM und westlicher Medizin.

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