MenüMenü

Wann chininhaltige Getränke Ihre Gesundheit gefährden können

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Sicherlich kennen Sie Bitter Lemon oder Tonic Water. Dies sind beliebte Getränke zum Mixen, aber viele Menschen trinken sie auch pur. Gerade jetzt im Sommer sind solche Getränke, die leicht bitter schmecken, sehr erfrischend. Sowohl Bitter Lemon als auch Tonic Water enthalten Chinin, der ihnen diesen charakteristischen, leicht bitteren Geschmack verleiht. Darüber hinaus ist dieser Stoff, der aus der Rinde des Chinarindenbaumes gewonnen wird, aber auch in der Medizin bekannt. Er wird angewandt bei der Malaria-Behandlung und gegen Wadenkrämpfe, die nachts auftreten.

Chininhaltige Getränke: Obergrenze in Deutschland

In Deutschland gibt es für chininhaltige Getränke eine Obergrenze für Chinin: mehr als 85 mg dürfen in einem Liter nicht enthalten sein. In diesen Mengen ist der Stoff normalerweise für Sie nicht schädlich. Dennoch sollten Sie auf diese Getränke verzichten, wenn Sie schwanger sind. Trinken Sie dann größere Mengen chininhaltiger Getränke, kann das ungeborene Baby im wahrsten Sinne des Wortes von diesem Stoff „abhängig“ werden.

Wann chininhaltige Getränke sonst noch zu meiden sind

Aber auch, wenn Sie unter Tinnitus oder einem geschädigten Sehnerv leiden, sollten Sie chininhaltige Getränke meiden, genau so, wenn Sie Herzrhythmusstörungen haben. Vorsicht auch, wenn Sie Medikamente zur Blutgerinnung einnehmen: Hier können Wechselwirkungen mit Chinin entstehen, wenn Sie diese Getränke trinken. Sprechen Sie vorher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt – so schließen Sie eine Gesundheitsgefährdung aus.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten