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B-Vitamine, Vitamin C und Magnesium sind Ihre Trümpfe gegen Herzinfarkt

B-Vitamine, Vitamin C und Magnesium sind Ihre Trümpfe gegen Herzinfarkt

Herz- und Gefäßkrankheiten

Orthomolekularmediziner wissen: Diese Vitalstoffe schalten gefährliche Risikofaktoren wie Homocystein und Lipoprotein a aus

Immer noch stirbt in Deutschland jeder zweite Mensch an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung – beispielsweise an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Schuld sind meist Ablagerungen in den Blutgefäßen (Arteriosklerose), die den Blutfluss behindern und ihn schließlich vollkommen zum Erliegen bringen.

Wenn Sie also Ihre Gefäße gesund erhalten möchten, heißt das in erster Linie, die Risiken auszuschalten, die zu Arteriosklerose führen können. Die bekanntesten sind ein hoher Blutdruck und ein hoher Cholesterinspiegel. Andere sind weniger bekannt, aber nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens ebenso entscheidend, z. B. hohe Homocysteinund Lipoprotein-a-Spiegel im Blut.

Gerade in der Behandlung der weniger bekannten Risikofaktoren haben Orthomolekular-Mediziner echte Pionierarbeit geleistet. Denn sie haben diese Risiken schon vor 20 Jahren erkannt und erfolgreich mit Vitaminen und Mineralstoffen therapiert. Erst jetzt dringen diese Erkenntnisse – wenn auch sehr langsam – in die allgemeine Behandlung vor.

Blutgefäße in Gefahr

Bei Arteriosklerose bilden sich Ablagerungen in den Gefäßen (Plaques).Wenn diese aufplatzen, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.Vitalstoffe stoppen die Ursachen der Plaquebildung.

Vitalstoffe senken das Herz- und Gefäßrisiko

Wie kaum ein zweites Organsystem sind Herz und Blutgefäße auf eine optimale Nährstoffversorgung angewiesen. Daher liegt es auf der Hand, dass Sie mit einer gesteigerten Zufuhr an Vitalstoffen viele Risikofaktoren ausschalten können.

Bei diesen Herz- und Gefäßrisiken helfen Vitalstoffe:

  • Arteriosklerose
  • hoher Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verengung der Herzkranzgefäße
  • Angina pectoris
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Durchblutungsstörungen (pAVK)

Auch wenn Sie bereits an Gefäßerkrankungen leiden, können Sie mit Vitaminen und Mineralstoffen das Voranschreiten stoppen oder zumindest verlangsamen.

Hohe Cholesterinwerte sind weniger gefährlich als gedacht

Wenn es darum geht, die Arteriosklerose zu verhindern, starrt die Schulmedizin – wie das Kaninchen auf die Schlange – vor allem auf das Cholesterin. Tatsächlich lässt sich ein Zusammenhang zwischen hohen Cholesterinwerten im Blut und Gefäßschäden nicht leugnen, aber dieser ist längst nicht so eindeutig, wie es in der Öffentlichkeit meist dargestellt wird. So ist beispielsweise umstritten, welche Werte noch zu tolerieren sind und ob eine Verbesserung der Werte durch cholesterinsenkende Medikamente (z. B. Statine) tatsächlich vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützt.

Auf jeden Fall sollten Sie sich im Klaren sein, dass der Cholesterinwert nur einer von mehreren Risikofaktoren für Gefäßkrankheiten ist.

Das sind die diskutierten Ursachen für Arteriosklerose:

  • hohe Cholesterinwerte
  • hohe Homocysteinwerte
  • hohe Lipoprotein-a-Werte
  • erhöhte Gerinnungsneigung
  • Schäden durch freie Sauerstoffradikale
  • Bluthochdruck

In der Tabelle unten finden Sie die wichtigsten Vitalstoffe, mit denen Sie gegen diese Ursachen vorgehen können. Im Folgenden werden wir kurz erläutern, warum es wichtig ist, dass Sie die Ursachen der Arteriosklerose mit Vitalstoffen an der Wurzel packen.

Vor allem oxidiertes Cholesterin ist schädlich

Als besonders gefährlich für die Blutgefäße werden vor allem oxidierte Formen des LDL-Cholesterins angesehen. Die eigentliche Höhe des Cholesterinspiegels ist dabei eher zweitrangig. Um solche Oxidationsvorgänge (also die chemische Verbindung mit Sauerstoffmolekülen) zu vermeiden, sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien achten. Diese Substanzen neutralisieren den Sauerstoff, bevor er sich an das Cholesterin anlagert. Die wichtigsten Antioxidantien für den Gefäßschutz sind die Vitamine C und E sowie die Vorstufe des Vitamin A, das Beta-Carotin.

B-Vitamine senken den Homocystein-Spiegel

Ein leider noch eher unbekannter Risikofaktor für Gefäßschäden ist ein hoher Homocysteinspiegel im Blut. Homocystein fällt im menschlichen Körper beim Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren an. Normalerweise wird der Stoff in der Leber entgiftet, aber bei einem Mangel an den B-Vitaminen B6, B12 und Folsäure laufen die dazu notwendigen Reaktionen nur sehr langsam ab. Daher können Sie durch entsprechende Präparate, die diese Vitamine enthalten, Ihren Homocysteinwert im Blut deutlich senken und einen wichtigen Beitrag zum Gefäßschutz leisten.

Ähnlich unbekannt wie das Homocystein ist der Risikofaktor Lipoprotein a. Diese Partikel bestehen aus Blutfetten (u. a. Cholesterin) und verschiedenen Eiweißstoffen (Proteinen). Die Proteine spüren verletzte Gefäßwände auf, und die „Lecks“ werden durch einen Pfropfen aus Cholesterin gestopft. Diese im Prinzip positive Eigenschaft des Lipoproteins kann sich jedoch in ihr Gegenteil verkehren, wenn seine Konzentration im Blut zu hoch ist. Denn dann lagert sich sein Cholesterin auch an unverletzten Gefäßwänden ab und dient als Kristallisationskeim für die Arteriosklerose.

Wirksame Mittel gegen einen hohen Lipoprotein-a-Spiegel sind vor allem Vitamin C, das B-Vitamin Niacin und Omega-3-Fettsäuren aus Fischölkapseln.

Bluthochdruck: Haben Sie’s schon mal mit Vitamin C und Magnesium probiert?

Auch Patienten mit Bluthochdruck sind einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose sowie deren Folgekrankheiten Herzinfarkt und Schlaganfall ausgesetzt. Bluthochdruck lässt sich relativ gut mit einer Gewichtsreduktion und vor allem regelmäßigem Sport in den Griff bekommen. Aber selbst den wenigsten Ärzten ist bekannt, wie wirksam auch Vitalstoffe den Blutdruck senken können. An erster Stelle stehen Vitamin C und Magnesium, die eine Entspannung der Blutgefäße bewirken.

Diese Vitalstoffe helfen Ihnen bei Herz- und Gefäßkrankheiten*

VitalstoffFunktionTagesdosis
Vitamin B6senkt den Homocysteinspiegel5 – 40 mg
Vitamin B12senkt den Homocysteinspiegel5 – 15 µg
Folsäuresenkt den Homocysteinspiegel0,4 – 1 mg
Niacinsenkt den Cholesterin- und den Lipoprotein-a-Spiegel3 – 6 g
Vitamin Cstabilisiert die Blutgefäße, senkt den Lipo-protein-a-Spiegel, senkt den Blutdruck, schützt vor freien Radikalen500 – 2.000 mg
Vitamin ESchutz vor freien Radikalen200 – 800 I. E.
Beta-CarotinSchutz vor freien Radikalen15 – 30 mg
Carnitinstärkt den Herzmuskel200 – 600 mg
Coenzym Q10stärkt den Herzmuskel15 – 30 mg
Magnesiumsenkt den Blutdruck200 – 400 mg
Argininsenkt den Blutdruck0,5 – 6 g
Fischölenthaltene Omega-3-Fettsäuren verringern die Thromboseneigung1 – 2 g
* Die angegebenen Mengen eignen sich nicht zur Selbstmedikation. Beraten Sie sich bitte mit Ihrem Therapeuten.

Quellen: Handbuch der Orthomolekularen Medizin, Dietl/Ohlenschläger 1998; Orthomolekulare Medizin, Gröber 2000

Den Effekt von Magnesium auf den Blutdruck hat die John-Hopkins-Universität in Baltimore/USA im Jahr 2002 ausführlich analysiert. Danach sinkt der systolische (obere) Blutdruckwert pro 250 mg Magnesium, das Sie täglich als Präparat zu sich nehmen, um mindestens 4,3 mm-Hg (Millimeter Quecksilbersäule). Medizinern der Universität in Boston/USA ist es im Jahr 1999 sogar gelungen, durch die Gabe von 500 mg Vitamin C täglich den systolischen Wert ihrer Bluthochdruckpatienten um durchschnittlich 13 mmHg abzusenken.

Wenn Sie an Bluthochdruck leiden, sollten Sie mit Ihrem Therapeuten besprechen, ob sich der Einsatz dieser Vitalstoffe für Sie lohnen kann. Bei den allermeisten Patienten wird dies tatsächlich der Fall sein. Oft kann dann auf den Einsatz von Medikamenten ganz verzichtet oder zumindest ihre Dosis deutlich reduziert werden.

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