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Verbannen Sie negative Glaubenssätze

Heute will ich auf das Thema Schuldgefühle zurückkommen, da Sie mir vielfach dazu geschrieben haben. Die gute Nachricht: Da negative Gedanken erworben sind und zumeist aus der Kindheit stammen, können Sie diese auch wieder loswerden. Doch dazu müssen Sie sich erst einmal Folgendes klar machen: Sie tun nichts im Leben, ohne dass Sie es zuerst gedacht haben – auch wenn Ihnen dies nicht bewusst ist. Die Gedanken haben Macht über Ihr Handeln, sie bestimmen Ihr Verhalten. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Gedanken und Vorstellungen zu haben. Denn Gedanken lösen Gefühle aus. Deshalb lohnt es sich, in der „Gedankenkiste“ von Zeit zu Zeit aufzuräumen.

Ihre Gedanken sind nicht nur das Ergebnis Ihrer Erfahrungen, auch umgekehrt wird ein Schuh daraus: Ihre Erfahrungen sind ebenfalls immer das Produkt Ihrer Gedanken. Ob beispielsweise eine Aufgabe, die gerade vor Ihnen liegt, ein Problem oder eine Herausforderung ist – das bestimmen Sie – und zwar durch die Glaubenssätze, die Sie – wie jeder Mensch – aus Ihrer Vergangenheit mitbringen oder für die Sie sich im Laufe Ihres bisherigen Lebens mehr oder weniger bewusst entschieden haben. Diese können Ihre Welt erweitern oder einengen.

Zu den Glaubenssätzen, die Sie behindern können, gehören Überzeugungen wie „Daran bin ich schuld“ – „Das tut man nicht“, „Das kann ich nicht“, „Ich bin nicht perfekt genug“ oder „Wenn ich dies oder das tue, was sagen dann die Leute?“. Aus solchen Gedanken entstehen Ihre Verhaltensweisen und Reaktionen, Sie verfestigen sich im Laufe der Jahre und bestimmen, was Sie in sich selbst und in anderen Menschen sehen. Glaubenssätze „hausen“ in Ihrem Unterbewusstsein und beeinflussen von ihrem Versteck aus Ihre Gedanken, Worte und Handlungen, ohne dass Sie sich dessen bewusst sind. Ihr Unterbewusstsein akzeptiert alles, was Sie glauben. Es stellt nichts in Frage, verurteilt oder kritisiert nichts. Es reicht, dass Sie glauben, zu klein, zu dumm, zu unfähig, vom Pech verfolgt oder immer Schuld zu sein. Ihr Unterbewusstsein nimmt das für bare Münze.

Wenn Sie bereit sind, Ihre bisherigen Überzeugungen zu verändern, kann sich auch Ihr Leben vollkommen verändern! Vergegenwärtigen Sie sich, dass das, was Sie von sich und Ihrer Umwelt halten, Gedanken sind. Gedanken lassen sich verändern, das Gehirn lässt sich von Ideen, Überzeugungen, Projektionen und Vorstellungen, die Sie unglücklich machen, befreien.

Mit der folgenden Übung lernen Sie Ihre wichtigsten Überzeugungen kennen, die guten von den schlechten Glaubenssätzen zu unterscheiden – und sich von den negativen zu trennen. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie auf, was Ihnen spontan zu den folgenden Begriffen einfällt – Sie können auch andere Begriffe Ihrer Wahl verwenden. Lassen Sie sich Zeit zum Überlegen: Frauen, Männer, Beziehungen, Liebe, Familie, Glück, Erfolg, Geld.

Nun kreisen Sie bitte alle Einschätzungen beziehungsweise Glaubenssätze ein, die konstruktiv und positiv sind. Es sind Einstellungen, die Sie beibehalten und in Zukunft sogar verstärken sollten. Alle negativen Glaubenssätze hingegen, die Sie in Ihrer Kreativität einschränken oder Ihre Selbstachtung unterlaufen, werden durchgestrichen. Sie hindern Sie daran, Ihr Leben voller Kraft und Zuversicht zu meistern. Schauen Sie sich diese Sätze ruhig noch einmal an. Wollen Sie Ihr Leben auf diese Überzeugungen gründen? Es sind die Barrieren, die Ihnen im Weg stehen. Aber jetzt, wo Sie sich ihrer bewusst werden, können Sie sich bewusst davon trennen.

Zur Unterstützung dieser Selbstreinigung, nehmen Sie nun einfach noch einen Zettel und schreiben Sie eine Anti-Schuldgefühl-Parole auf. Zum Beispiel: Schuldgefühle bringen mir keinen einzigen Vorteil, aber viele Nachteile. Sie sind eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu meinem Lebensglück. Sie haben keinerlei Nutzen oder Zweck. Sie dienen allenfalls anderen Menschen, Macht über mich auszuüben. Sie machen nichts ungeschehen und helfen mir nicht, Fehler zu korrigieren oder zu vermeiden. Weg damit!

Diesen Zettel hängen Sie sich nun an eine Stelle in Ihrer Wohnung, an der Sie häufig vorbeikommen. Immer, wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie aus irgendeinem Grund ein schlechtes Gewissen haben, lesen Sie die Sätze wieder durch.

Meine besten Tipps zur Entsorgung Ihres Gedankenmülls

Bauen Sie sich neue Glaubenssätze auf: Häufig sind es also Ihre eigenen Gedanken, Vorstellungen und Muster, die Sie blockieren. Viele dieser Glaubenssätze begleiten Sie schon lange. Der größte Teil Ihrer heutigen Überzeugungen stammt aus einem Alter, als Sie ungefiltert alles glaubten, was Ihnen von Vater, Mutter, Großeltern, Lehrern, Verwandten oder anderen Bezugspersonen vermittelt wurde. Wie stark all diese Vorurteile, Dogmen, Ängste und Verurteilungen aus der Kindheit Ihr Schicksal bestimmen, ist nur den wenigsten bewusst. Diese Glaubenssätze tragen Sie unbewusst weiter.

Machen Sie sich klar, welche Glaubenssätze Sie haben und bauen Sie bewusst neue auf. Forschen Sie nach Ihren Träumen und Visionen. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die ihre Visionen pflegen, körperlich und seelisch stabiler sind als diejenigen, die dazu neigen, ohne Ziel durch das Leben zu irren, sich zurückzunehmen und nur zu reagieren.

Machen Sie Ihre negativen Gedanken dingfest: Sie brauchen keine Schuldgefühle. Sie sind einzig und allein das Resultat von Glaubenssätzen und Selbstverurteilungen, die beim Übertreten erlernter oder selbst aufgestellter moralischer Regeln, Gebote und Normen anspringen. Sie können sie ungestraft aus Ihrem Leben streichen. Und zwar sofort. Schieben Sie den Prozess des bewussten Verlernens an, indem Sie folgenden Satz immer wieder sagen: Ich bin als Mensch völlig in Ordnung, auch wenn ich immer wieder Fehler mache. Sie können zu jedem Zeitpunkt entscheiden, Ihre Schuldgefühle aufzugeben, wann immer Sie nicht mehr unter ihnen leiden möchten.

Denken Sie, was Sie sind: Ihre Gedanken schaffen Ihre Realität. Wer davon überzeugt ist, dass alle Menschen nur darauf aus sind, ihn zu betrügen, zu bestehlen oder übers Ohr zu hauen, wird diese Erfahrung wahrscheinlich zwangsläufig auch machen. Wer fest daran glaubt, eine Aufgabe meistern zu können, dem wird sie höchstwahrscheinlich gelingen. Das gleiche gilt für Ihre Selbsteinschätzung. Sie sind das, was Sie von sich halten. Und genau so nehmen Sie die anderen wahr. Sie halten sich für naiv und gutmütig? Dann wundern Sie sich nicht, wenn Sie etwas belächelt und fortwährend ausgenutzt werden. Sie fühlen sich verwirrt und ohne Orientierung? Dann schauen Sie sich in Ihrer Umgebung um: Irgendwo wird sich Ihr inneres Chaos, Ihre Orientierungslosigkeit widerspiegeln.

Nehmen Sie sich jeden Tag 10 Minuten Zeit für Ihre Gedanken. Legen Sie eine Liste an, auf der Sie Ihre Gedanken notieren:

  • Worüber habe ich heute nachgedacht?
  • Waren meine Gedanken positiv oder negativ?
  • Habe ich mich geärgert? Habe ich mich gefreut?
  • Welchen Situationen konnte ich Positives abgewinnen?
  • Haben sich meine Gedanken realisiert?
  • Habe ich Probleme gelöst?
  • Haben meine Gedanken die Atmosphäre positiv beeinflusst?
  • Begann mein Tag mit positiven Gedanken?
  • Mit welchen endet er?
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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • susanne zweifel schrieb am 30.07.2012, 07:47 Uhr

    Schuldgefühle loswerden - wirklich loswerden kann man seine Schuld(gefühle) nur bei Jesus, weil ER für unsere Schuld stellvertretend gestorben ist - DAS ist wirklich befreiend! Denn viele Menschn haben ja wirklich Schuld im Leben - nicht nur -Gefühle, die keine Ursache zum Grunde haben. Jesus sagt: "kommet zu mir, Alle, die ihr mühselig und beladen seid, ICH will Euch Ruhe geben"! Wie froh bin ich, dass ich diesen Jesus Christus kenne! Liebe Grüsse, susannezweifel

  • Mary schrieb am 30.07.2012, 08:07 Uhr

    guten morgen- danke für den Artikel, es hilft ab und zu einen Hinweis zu bekommen, damit man wieder in die normalen Bahnen kommt.einen schönen Tag wünsche ich ihnen allen.Mary

    • Henny Krambrökers antwortete am 30.07.2012, 22:08 Uhr

      A.lles was ich jetzt gelesen habe stimmt 100%,nur vergißt man es oft