MenüMenü

Gesundes Weihnachtsgebäck: Nutzen Sie die Heilkräfte der Gewürze

Machten Sie enttäuschende Erfahrungen mit staubtrockenen oder triefend honigsüßen Öko-Plätzchen, bei denen Ihnen nach zwei Exemplaren der Appetit verging? Doch Sie müssen nicht mit schlechtem Gewissen zu den traditionellen Zucker- und Fettbomben zurückkehren.

Die heilsame Wirkung der weihnachtlichen Gewürze beruht auf ihren ätherischen Ölen, Bitterstoffen und pflanzentypischen Zuckerstoffen.

Ayurveda gewürze© Adobe Stock

Wirkung der weihnachtlichen Gewürze

  • Anregung der Verdauungssäfte
  • Verbesserung der Fettverdauung
  • Verhinderung von Blähungen
  • Vorbeugung von Arteriosklerose
  • Abtötung von Krankheitserregern im Mund-Rachen-Bereich
  • Lösung von Hustensekreten

Darüber hinaus wirkt der intensive Duft der ätherischen Gewürzöle als Aromatherapie harmonisierend auf Ihre Stimmung.

Anis und Sternanis

Der Hauptwirkstoff der Gewürze Anis und Sternanis ist das ätherische Öl Anethol, das den Fluss aller Verdauungssäfte und den Appetit anregt, Blähungen löst sowie schleim- und krampflösend bei Husten wirkt.

Dabei ist der schöne Sternanis nicht mit dem heimischen Anis verwandt. Sein schärferes Öl befindet sich in der sternförmigen Fruchtschale, die man getrocknet kauft. Sternanis ist ein klassisches Weihnachtsgewürz, das Sie leicht mit Anis verwechseln, denn der Duft ist sehr ähnlich.

Die beiden Gewürze gehören aber zu völlig verschiedenen Pflanzenfamilien: Die heimische Anispflanze ist ein krautiges Doldengewächs, während Sie bei Sternanis die Früchte eines asiatischen Baumes in der Hand halten. Das Aroma der Sterne ist feuriger und schwerer als das von Anis. In Sternanis stecken ätherische Öle, durch die fette und sehr scharfe Speisen für Sie bekömmlicher werden.

Ganz klassisch verfeinern Sie mit dem Aroma von Sternanis Weihnachtsgebäck und Lebkuchen, Fruchtsalate und Fruchtkompott, Konfitüre, Tee, Glühwein und Grog.

Aber auch pikanten Gerichten verleihen Sie mit Sternanis eine besondere Note. Es harmoniert zu Wild, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten und Suppen. Auch Gemüse wie Rotkohl, Blumenkohl, Kohlrabi oder Tomaten schmecken mit etwas Sternanis gleich „weihnachtlich“.

Sie können das Gewürz frisch im Mörser zerstoßen oder im Ganzen mit garen. Dosieren Sie vorsichtig, denn der Geschmack ist sehr intensiv. Oft reicht schon eine Ecke der Fruchtkapsel aus, die Sie vor dem Servieren wieder entfernen. Im Handel finden Sie gemahlenen Sternanis, der allerdings rasch an Aroma verliert. Ganze Sterne sind länger haltbar, kosten aber auch mehr. Kaufen Sie nur intakte Früchte und bewahren Sie diese vor Luft und Licht geschützt auf. Ideal ist eine gut verschließbare Dose.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Ingwer

Der aromatische Ingwer spielt in unserer Weihnachtsbäckerei keine große Rolle. Seine scharfen Gingerole gelten als hervorragendes Stimulans für Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle.

Dort regt Ingwer den Fluss der fettspaltenden Enzyme an. Des Weiteren verhütet er die Reise- und Schwangerschaftsübelkeit und kommt in der ayurvedischen Medizin gegen Migräne zum Einsatz. Darüber hinaus wirkt Ingwer entzündungshemmend und antithrombotisch.

Kardamom hebt die Stimmung

Kardamom aus der Familie der Ingwergewächse gilt als eines der teuersten Gewürze der Welt. Sein süßlicher Geschmack aufgrund der zahlreichen ätherischen Öle erinnert an Eukalyptus und Zitrone. Kardamom hellt die Stimmung auf und fördert die Ausschüttung von Glückshormonen.

Des Weiteren regt er den Appetit an und neutralisiert die Ausdünstungen nach dem Genuss von frischem Knoblauch. Im Übermaß genossen wirkt er wie die Muskatnuss berauschend. Kaufen Sie Kardamom am besten frisch im Asia-Laden (grüne Kapseln) und zerreiben Sie die Körner im Mörser.

Probieren Sie Milchkaffee mit Kardamom. Kochen Sie dazu zwei bis drei Kardamomkörner in Milch auf und lassen Sie sie darin fünf Minuten ziehen, bevor Sie den frisch gebrühten Kaffee hinzugeben. Glühwein und weihnachtlichem Gewürztee verleiht Kardamom ein erfrischendes Aroma.

Mit Nelken, Piment und Zimt

Das Nelkenöl Eugenol bekämpft Erkältungsviren und Kariesbakterien im Mund-Rachen-Raum. Darüber hinaus hemmt es die Zusammenballung von Blutplättchen in den Blutgefäßen und beugt damit Thrombosen sowie der Arteriosklerose vor. Durch eine Anregung der Magen-Darm-Tätigkeit beseitigt es Völlegefühl und Blähungen. Piment enthält Eugenol sowie appetit- bzw. verdauungsanregende Scharfstoffe.

Der Zimt, vor allem der chinesische (Cinnamonum cassia), sorgte in letzter Zeit mit seiner blutzuckersenkenden Wirkung für viel Furore. Darüber hinaus befreit Zimt beispielsweise in Glühwein die Atemwege bei Erkältung und bekämpft Magen-Darm-Infektionen, die mit Übelkeit und Durchfall einhergehen.

Nüsse ernähren Ihr Gehirn und schützen Ihr Herz

Der hohe Anteil an Vitamin B6 und Folsäure sowie Vitamin E, Kalium, Magnesium und Selen macht Nüsse zu einer echten Gehirnnahrung. Des Weiteren senken alle Nüsse mit ihrem hohen Gehalt an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren das schlechte LDL-Cholesterin. Auf diese Weise verringern Sie mit 140 g Nüssen pro Woche Ihr Herzinfarktrisiko um die Hälfte. Das bewiesen die Adventistenstudie und die Krankenschwester-Studie an über 120.000 Probanden in den USA, die unter anderem die Harvard-Universität in Boston durchführte.

Besonders gesund sind Walnüsse, von denen Sie täglich 30 g (4 ganze Kerne) essen sollten: Wie Dr. Russel J. Reiter von der Universität in San Antonio/Texas entdeckte, enthalten sie viel natürliches Melatonin, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E. Alle drei wirken als Radikalfänger und schützen so vor Arteriosklerose oder unter Umständen vor Krebs. Dies schrieb der Forscher im September 2005 in der FachzeitschriftInternational Journal of Applied and Basic Nutritional Sciences.

Hafer als bester Lieferant von Spurenelementen

Wussten Sie, dass Hafer mit 3,2 bis 4,1 mg pro 100 g den höchsten Zinkgehalt unter den traditionellen Getreidesorten aufweist? Darüber hinaus enthält er neben Eisen, Jod und Magnesium große Mengen der selteneren Spurenelementen Bor, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Molybdän und Selen und ist damit eine besonders wertvolle Zutat für Ihre Weihnachtsbäckerei.

5 gesunde Tipps für Ihre Weihnachtsbäckerei

  1. Sparen Sie Zucker: Verwenden Sie statt reinem Zuckerguss einen Fruchtüberzug. Verrühren Sie dazu Himbeer- oder Johannisbeergelee mit Puderzucker (ohne Wasser!) zu einer dicken Creme. Ersetzen Sie Vollmilch- durch Zartbitterschokolade – sowohl als Kuvertüre als auch im Teig. Und nehmen Sie bei traditionellen Rezepten nur die Hälfte der angegebenen Zuckermenge.
  2. Mahlen Sie Ihre Gewürze erst beim Backen, damit sich die wertvollen Öle nicht beim Lagern verflüchtigen.
  3. Kaufen Sie nur so viel Hafermehl (im Bioladen), wie Sie aktuell benötigen, da es schnell ranzig wird.
  4. Wählen Sie Typ-550-Mehl, das mehr Mineralstoffe und Klebeeiweiße als Weißmehl (Typ 405) enthält. Sie können auch Vollkornmehl mit dem Typ 550 mischen. Reines Vollkornmehl ergibt trockene, brüchige Plätzchen.
  5. Füllen Sie einfache Kekse, die schnell trocken werden, mit Johannisbeergelee, Sanddorn-, Ingwer- oder Hagebuttenmarmelade, indem Sie zwei Kekse „zusammenkleben“.

Figurfreundlich schlemmen auf dem Weihnachtsmarkt

Viele Klassiker, die Ihnen auf dem Weihnachtsmarkt angeboten werden, sind leider echte Kalorienbomben. Wenn Sie die richtige Wahl treffen, bleiben auch häufige Besuche ohne Folgen für Ihr Hüftgold:


Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Klassikerkcal pro PortionLeichte Variantekcal pro Portion
1 Bratwurst mit Senf

1 Currywurst

500

 

680

200 g Prager Schinken280
3 Reibekuchen9001 Flammkuchen, 200 g400
150 g Pommes frites,

1 EL Mayonnaise

480

 

120

1 Ofenkartoffel mit Sauerrahm200
1 Crêpes mit Nutella4001 Waffel mit Kirschen200
100 g gebrannte Mandeln500100 g heiße Maronen200
200 ml Lumumba mit Sahne400200 ml Glühwein

200 ml Apfelwein

240

100

Plätzchen und Lebkuchen mit gesünderen Zutaten

Sicherlich kennen Sie das: Sie lassen sich einen leckeren Lebkuchen auf der Zunge zergehen, erfreuen sich an der knackigen Schokoladenhülle und dem weichen, zuckersüßen Inhalt. Doch kurz danach macht sich das schlechte Gewissen bemerkbar: „Das war wieder einmal die reinste Kalorienbombe“, werden Sie vielleicht sagen. Doch das muss nicht sein. Sie können die dickmachenden Zutaten leicht durch gesündere Alternativen ersetzen.

Achten Sie auf das richtige Mehl

Beim Plätzchenbacken kommt oftmals Weißmehl zum Einsatz. Das ist alles andere als gesundheitsfördernd. Denn für die Herstellung von Weißmehl wird nur die Stärke im Inneren des Getreidekorns verwendet, nicht aber die äußeren Schichten. Doch gerade dort finden Sie viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Zudem sind nur wenige Ballaststoffe im weißen Mehl enthalten. Die Stärke wird sehr schnell in Ihrem Verdauungstrakt verarbeitet. Die Energie geht in Form von Zucker sofort in Ihr Blut über. Der Blutzuckerspiegel steigt rapide an, fällt danach aber sehr schnell wieder ab. Die Folge: Kurz nachdem Sie zu hellen Plätzchen gegriffen haben, stellt sich ein Gefühl des Heißhungers ein.

Vollkornmehl aus Weizen, Roggen oder Dinkel ist die bessere Wahl. Denn hier wurde das gesamte Korn verarbeitet. Vollkornmehl ist daher reich an Ballaststoffen, Mineralien oder auch B-Vitaminen. Vollkornprodukte halten länger satt und regen Ihre Verdauung an. Bedenken Sie aber: Wenn Sie Vollkornmehl verwenden, dann brauchen Sie ein bis zwei Esslöffel mehr Flüssigkeit (Wasser oder Milch) pro 100 Gramm Mehl, als wenn Sie das gleiche Rezept mit Weißmehl backen würden.

Weihnachtsgebäck

So können Sie Butter ersetzen

Beim Backen können Sie außerdem anstatt Butter nur Halbfettbutter verwenden. Gehen Sie nach Rezept vor, dann können Sie die angegebene Buttermenge in der Regel problemlos durch Halbfettbutter austauschen. Auch Quark eignet sich zum Teil als Butteralternative.

Ersetzen Sie doch die Hälfte der angegeben Buttermenge durch Quark und für die zweite Hälfte verwenden Sie Halbfettbutter.

Früchte anstatt Zucker

Auch auf Süße müssen Sie nicht verzichten. Verwenden Sie allerdings keinen raffinierten Zucker. Nutzen Sie stattdessen beispielsweise Yaconsirup, Ahornsirup, Reissirup, Honig oder Agavendicksaft. Auch beispielsweise Früchte im Teig (z. B. Datteln) können für einen süßen Geschmack sorgen.

Ganz oben auf der Liste Ihrer gesunden Weihnachtszutaten sollten außerdem Nüsse und Mandeln stehen. Diese enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, was sich beispielsweise positiv auf Ihren Cholesterinspiegel auswirkt. Nüsse und Mandeln enthalten zudem Vitamin E, Kalzium und Magnesium. Magnesium sorgt für Entspannung. Kalzium stärkt Ihre Knochen. Und Vitamin E unterstützt als Antioxidans Ihre körpereigene Abwehr.

Sie sehen: Die Adventszeit lässt sich durchaus mit gesünderen Alternativen versüßen. Lassen Sie es sich schmecken!

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten