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Bettruhe und Bewegung lindern Ihren akuten Bandscheibenvorfall

Haben auch Sie einen Bandscheibenvorfall und vielleicht dieses Problem: Sie sind bereits mehrfach an der Bandscheibe operiert worden, nun drückt das Narbengewebe auf die Nerven und Sie haben riesige Schmerzen? Am liebsten würden Sie sich noch einmal operieren lassen, doch das lehnen selbst die Ärzte ab? Und jetzt möchten Sie wissen, ob es nicht irgendeinen naturmedizinischen Rat für Sie gibt? Nun: das können Sie zumindest einmal tun:

Grundlagenwissen zu Bandscheiben

Die Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbelkörpern und sind elastisch, damit sie Bewegungen und Stöße abpuffern können. Am geringsten ist der Druck im Liegen, am stärksten beim Sitzen (rumlümmeln).

Die Bandscheiben können v. a. dann zum Problem werden, wenn die Rücken- und Bauchmuskulatur nicht ausreichend trainiert sind, um unterschiedliche Druckbelastungen ausgleichen zu können.

Der Bandscheibenvorfall

Am häufigsten sind die unteren Lendenwirbel von einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) betroffen. Häufige Risikofaktoren sind Übergewicht,  Bewegungsmangel und eine überwiegend sitzende Tätigkeit.

Die Bandscheiben sind sehr verschleißanfällig und können mit der Zeit dünner werden oder zwischen den Wirbelkörpern hervortreten. Dann drücken sie auf das Rückenmark beziehungsweise auf eine Nervenwurzel und das tut höllisch weh. Die Schmerzen können bei einem Bandscheibenvorfall so bis in die Beine ausstrahlen, im Extremfall kommt es zu Lähmungserscheinungen.

Im akuten Fall wird zunächst einmal ganz klassisch verfahren und

  • Bettruhe verordnet, um die Wirbelsäule zu entlasten. Die Unterschenkel sollten bei auf übereinander gestapelten Kissen oder Decken lagern.
  • Medikamente dämpfen den Schmerz. Zum Einsatz kommen Mittel wie Voltaren oder Ibuprofen, Kortison zum Abschwellen, muskelentspannende Mittel, bei starken schmerzen Antidepressiva oder Opiate in Form eines Schmerzpflasters.
  • Dann wird die Wirbelsäule wieder sanft mobilisiert, um die Rückenmuskulatur zu kräftigen. Dies ist auch die wichtigste Maßnahme gegen einen Rückfall. Helfen kann dabei alles, was entspannt, aber die Muskeln gezielt aufbaut und gleichzeitig ein neues Körpergefühl weckt. Dazu gehören Übungen nach Feldenkrais, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Pilates,Kieser-Training oder die Rückenschulung, wie sie von etlichen Krankenkassen angeboten wird.

Die Behandlung von Bandscheibenvorfällen wird schon seit Jahren kontrovers diskutiert. Einig ist man sich darin, dass die Schulmedizin in der Regel zu schnell operiert. Im nächsten Beitrag erfahren Sie, welche Alternativen Sie haben.

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