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Schutz vor Entzündungen: Natürliche Hilfe gegen Arthritis & Co.

Chronische Entzündungen sind ein großer Feind Ihres Körpers: Was als kleine Entzündung beginnt, kann auf Dauer zugefährlichen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs führen. Dabei können Sie Entzündungsvorgänge im Körper verringern. Das funktioniert sogar mit Pflanzen und Gewürzen.

Entzündungen, welche die Krankheitsgefah

Hagebutte© unpict - Fotolia
r vergrößern, werden heutzutage ganz einfach bekämpft. Ihr Arzt zückt den Rezeptblock und verschreibt Ihnen schnell ein entzündungshemmendes Medikament. Die bekanntesten sind sicherlich Cortison und Cox-2-Hemmer. Leider haben sie einen gravierenden Nachteil: Sie bringen starke Nebenwirkungen mit sich.

Nutzen Sie die Entzündungs­hemmer aus der Natur!

Dabei geht es auch ohne diese Nebenwirkungen der chemischen Medikamente, denn die Natur hat eigene Entzündungshemmer hervorgebracht. Diese helfen wirkungsvoll und Sie können sie sogar vorbeugend verwenden. Zum Teil eignen sie sich zudem als leckeres Gewürz und geben Ihren Speisen einen ganz neuen, interessanten Geschmack.

So schützt Ingwer vor Übelkeit und Entzündungen

  • Worauf beruht die Wirkung? Sowohl frischer Ingwer als auch Ingwerkapseln enthalten Stoffe, die Entzündungen verhindern. Zudem sorgt die Kombination der Ingwerinhaltsstoffe, also des zähflüssigen Ingwer-Balsams, der enthaltenen Gingerole und der ätherischen Öle, dafür, dass Ingwer eine antiemetische Wirkung hat. Das bedeutet, dass er gegen Übelkeit wirkt.
  • nachgewiesene Wirkungen: Die Inhaltsstoffe des Ingwers können nicht nur Übelkeit und Erbrechen auf Reisen lindern. Ingwer gilt auch als Mittel gegen Seekrankheit und die Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Zudem ist Ingwer in der Lage, die Synthese von Prostaglandin und Leukotrien zu verhindern und so Entzündungen zu verringern. In Studien hat sich gezeigt, dass der Ingwerextrakt dadurch Arthritis und Arthrose lindern kann: Schmerzen und Schwellungen an den Gelenken gehen durch diesen Extrakt deutlich zurück.
  • Hier bekommen Sie Ingwerextrakt: Wenn Sie Arthrose- oder Arthritisschmerzen vorbeugen wollen, können Sie zu frischem Ingwer greifen. Trinken Sie jeden Tag eine Tasse Ingwertee oder nutzen Sie frischen Ingwer als Würzmittel für Ihr Essen. In Akutfällen sollten Sie zu Ingwerkapseln greifen. Diese erhalten Sie in der Apotheke. 90 Stück kosten rund 30 Euro.

Hagebutte lindert Rheumabeschwerden

  • Worauf beruht die Wirkung? Verwendet wird in der Medizin der Hagebutten-Extrakt. Nicht jede Hagebutte ist geeignet: Der Extrakt stammt von der Rosa canina, die auch als Hecken- oder Hundsrose bekannt ist. Er enthält die beiden Wirkstoffe Mono- und Diglycerin, welche die Fähigkeit besitzen, Entzündungen zu hemmen.
  • nachgewiesene Wirkungen: Mit der Hagebutte wurden viele klinische Tests durchgeführt. Es zeigte sich, dass der Extrakt bei Rheuma-Patienten sehr wirkungsvoll ist. Er ist in der Lage, sowohl die Entzündungen als auch die Schmerzen bei Gelenkrheuma erheblich zu reduzieren. Besonders gut geeignet ist Hagebuttenextrakt für Menschen, die unter Gelenk­rheumatismus im Nacken und an den Knien, Hüften oder Handgelenken leiden.
  • Hier bekommen Sie Hagebutten­extrakt: Sie können die Präparate in der Apotheke kaufen, aber auch in Reformhäusern sind sie erhältlich. 30 Kapseln kosten etwa 6 Euro. Hagebutten­extrakt gibt es zum Beispiel von der Firma Hecht.

Kurkumin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Worauf beruht die Wirkung? Kurkumin ist der Wirkstoff des Kurkumas, eines Gewürzes, das auch Gelbwurz genannt wird. Sie kennen es wahrscheinlich als Hauptbestandteil von Curry-Mischungen: Kurkuma ist der Stoff, der dem Curry seine Farbe gibt. Darüber hinaus wird es auch vielen Senfarten hinzugefügt. Kurkumin selbst hat eine hohe antioxidative Wirkung und kann so aktiv gegen die für unseren Körper schädlichen freien Radikalen agieren.
  • nachgewiesene Wirkungen: Kurkumin ist in der Lage, im Blut die Werte des C-reaktiven Proteins dauerhaft zu reduzieren. Dadurch senkt es das Risiko für einen Herzinfarkt, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch für Arthrose deutlich. Neueste Erkenntnisse weisen jedoch darauf hin, dass Kurkumin noch mehr kann. Denn in Versuchen im Labor hat sich gezeigt, dass der Stoff sogar in der Lage ist, Krebszellen zu vernichten. Hierzu werden im Moment klinische Studien durchgeführt. In ihnen wird untersucht, wie Kurkumin bei Bauchspeicheldrüsen- und Knochenmarkkrebs helfen kann. Zudem forschen Wissenschaftler daran, wie der Stoff bei Alzheimer wirkt und ob er hier ebenfalls zum Einsatz kommen kann.
  • Hier bekommen Sie Kurkumin: Wollen Sie Ihre Gesundheit allgemein stärken? Dann sollten Sie Kurkumin in Gewürzform zu sich nehmen. Kochen Sie immer wieder mit Kurkuma oder Curry. In akuten Fällen sollten Sie zu Kurkumin-Kapseln greifen, die Sie unter diesem Namen in der Apotheke oder im Reformhaus bekommen (90 Stück kosten rund 17 Euro).

Weihrauch hemmt Entzündungen

  • Worauf beruht die Wirkung? Weihrauch wird schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin vieler Völker eingesetzt. Grund für seine Wirkungen ist die Boswelliasäure. Diese Säure ist in der Lage, Entzündungen zu verringern.
  • nachgewiesene Wirkungen: Weihrauchpräparate werden in der Medizin bei allen Erkrankungen eingesetzt, bei denen chronisch entzündliche Vorgänge ablaufen. Hierzu gehören unter anderem Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Polyarthritis und rheumatoide Arthritis. Auch gegen verschiedene Tumorzellen wie Leberkarzinome können Weihrauchpräparate wirken. Grund hierfür ist ebenfalls die enthaltene Boswelliasäure.
  • Hier bekommen Sie Weihrauchkapseln: Es gibt in der EU leider keine zugelassenen Weihrauch-Fertigarzneimittel. Allerdings kann Ihnen der Apotheker Weihrauchkapseln als Rezepturarzneimittel herstellen. Verwendet werden sollte hierfür nur indischer Weihrauch; enthalten sein sollten 500 mg Weihrauch. Ansonsten bekommen Sie die Kapseln von der Firma Hecht in der Apotheke (100 Stück kosten rund 35 Euro).

Wie kann Zyflamend Krebs verhindern?

  • Worauf beruht die Wirkung? Bei Zyflamend handelt es sich um einen Kräuterextrakt. Er vereint verschiedene Kräuter und Pflanzen in sich, unter anderem Baikal-Helmkraut, Basilikum, Berberitze, grünen Tee, Ingwer, japanischen Staudenknöterich, Kurkuma, Oregano und Rosmarin. Er hat durch diese Zusammensetzung eine sehr starke entzündungshemmende Wirkung, da hier viele entzündungshemmende Stoffe zusammentreffen.
  • nachgewiesene Wirkungen: Zyflamend wurde mehrfach getestet. Es ist in der Lage, die Entstehung von Krebszellen zu verhindern, die nach einer Gewebeentzündung der Prostata auftreten können. Auch kann der Kräuterextrakt Prostata-Krebszellen daran hindern, weiter im Körper zu streuen. Allgemein ist Zyflamend dazu fähig, Entzündungen zu verhindern und vor allem den Körper unempfindlicher gegenüber diesen Entzündungen zu machen.
  • Hier bekommen Sie Zyflamend: Sie erhalten den Extrakt nur über den Direktvertrieb. Eine mögliche Quelle ist zum Beispiel Biotheka (60 ml kosten rund 25 Euro).
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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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