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Parkinson: Ein Argument für Obst und Rotwein

Der Begriff Flavonoide bezeichnet eine große Gruppe natürlicher Farbstoffe. Diese Pflanzenstoffe besitzen verschiedene Wirkungen, die die Gesundheit fördern. So soll der Verzehr von Flavonoid-reichen Lebensmitteln das Auftreten von Parkinson reduzieren. Flavonoide finden sich beispielsweise in Obst und Rotwein.

Flavonoide schützten vor Parkinson, melden US-Kollegen in dem Fachblatt „Neurology“. Sie stützen ihre Aussage zum einen auf frühere Studienresultate und zum anderen auf Ergebnisse einer eigenen aktuellen Arbeit. Für diese haben sie 20-Jahres-Daten von rund 130.000 Männern und Frauen ausgewertet.

Während der Verlaufsbeobachtung diagnostizierten die Neurologen bei 805 Personen (438 Männern und 367 Frauen) Morbus Parkinson. Bei den Männern ergab die statistische Analyse einen signifikanten Zusammenhang zwischen einer sehr Flavonoid-reichen Ernährung (Obst, Rotwein) und einer geringeren Parkinson-Inzidenz. Warum der Zusammenhang nur bei Männern nachweisbar war, bleibt unklar.

Wie die meisten Studien dieser Art beruhte die Einschätzung der Flavonoid-Aufnahme auf Angaben der Studienteilnehmer zu ihren Ess- und Trinkgewohnheiten. Das Ergebnis der Arbeit bedarf demzufolge einer vorsichtigen Interpretation.

Zumal ist nicht ausgeschlossen, dass andere Inhaltsstoffe als Flavonoide eine Rolle spielen könnten. Allerdings haben mehrere experimentelle und klinische Studien Hinweise auf protektive Effekte von Flavonoiden bei neurodegenerativen Erkrankungen geliefert, etwa bei der Alzheimer-Erkrankung.

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