Karpaltunnelsyndrom: Leiden Sie nicht unnötig
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Erkennen Sie rechtzeitig das Karpaltunnelsyndrom (KTS)! Gehen Sie zeitig zum Neurologen und leiden Sie nicht unnötig! Ve r meiden Sie Spätkomplikationen! Die typischen Symptome dieser Nerveneinklemmung am Handgelenk werde ich Ihnen hier aufzeigen und auch die für Sie möglichen Therapien.
Nachts kribbelt die Hand, davon werden Sie wach. Die Hand wird als geschwollen empfunden und schmerzt, die Schmerzen ziehen in Schulter und Arm. Schütteln Sie den Arm, massieren ihn, lassen ihn runterhängen, wird es besser. Häufig stehen Sie dafür sogar auf – und das wiederholt in der Nacht. Morgens ist die Hand ungelenkig, erste Handgriffe fallen Ihnen schwer. Natürlich ist es auch noch die Arbeitshand, die solche Probleme bereitet!
Auch tagsüber plagen Sie zunehmend Schmerzen und Missempfindungen in der Hand, z. B. beim Fahrradfahren, beim Telefonieren, bei der PC-Arbeit. Vielleicht treten bei Ihnen sogar schon Ungeschicklichkeiten bei Feinarbeiten auf.
Haben Sie solche oder ähnliche Beschwerden, sollten Sie einen Neurologen aufsuchen! Ursache ist nämlich zumeist eine Nerveneinklemmung im Bereich des Handgelenkes!
Die Symptome entstehen durch gequetschte Nerven
Im Handgelenk verläuft ein breites Band (Mittelband) zwischen Daumenund Kleinfingerballen als Dach eines Kanals, des Karpaltunnels, durch den alle Nerven, Gefäße und Sehnen zur Hand verlaufen. Ist es im Kanal zu eng, wird einer der großen Nerven, der Nervus medianus, gequetscht. Das führt typischerweise zu den beschriebenen Beschwerden: Die nervliche Versorgung der Finger vom Daumen bis zur Innenseite des Ringfingers ist gestört. Der Kleinfinger bleibt beim Karpaltunnelsyndrom ausgespart.
Tipp: Beim nächsten „Kribbeln“ darauf achten, ob der Kleinfinger betroffen ist!
Wann wird es eng im Handgelenk?
Durch extreme Beuge- und Streckstellungen der Hand, die im Schlaf oft eingenommen werden, kommt es zu einer erheblichen Druckerhöhung auf den Nerven, wenn es im Kanal sowieso schon zu eng ist! Bei folgenden Umständen wird ebenfalls ein Karpaltunnelsyndrom begünstigt:
- in der Schwangerschaft,
- in den Wechseljahren,
- bei Gewichtszunahme,
- bei Stoffwechselstörungen wie z.B. beim Diabetes,
- bei Rheumaerkrankungen,
- bei Arthrose,
- nach Knochenbrüchen in diesem Bereich,
- bei schwerer körperlicher Arbeit.
Vielleicht finden Sie in dieser Aufzählung auch den begünstigenden Faktor für Ihre Beschwerden. Frauen erkranken übrigens häufiger (im Verhältnis 3:1) als Männer!