ADS: Helfen Sie sich selbst
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GNL5356
Frauen, die unter ADS leiden, brauchen in ihrer Umgebung feste Strukturen und geordnete Abläufe, an denen sie sich orientieren können. Ob die Störung behandelt werden muss, richtet sich nach dem Leidensdruck der jeweiligen Frau und ob sie es schafft, sich selbst zu „coachen“. Je früher es ihr gelingt, ihr Leiden selbst zu enttarnen, gewisse Verhaltensweisen zu stoppen und sich selbst klare Richtlinien für den Alltag zu „setzen“, desto größer sind ihre Chancen zur Selbsthilfe.
Reicht das nicht aus, hat sich in vielen Fällen eine Mischung aus medikamentöser Therapie und Verhaltenstraining bewährt. Dazu werden Stimulanzien wie Ritalin verschrieben, die auch bei einigen Erwachsenen sinnvoll sein können. Um Ritalin tobt derzeit ein Glaubenskrieg. Denn die Kritiker befürchten, dass Ritalin auch bei uns – wie derzeit in den USA schon gang und gäbe – unkontrolliert als Straßendroge zur Leistungssteigerung eingenommen werden könnte. Die Experten setzen ohnehin eher auf die Wirksamkeit des Verhaltenstrainings.