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Hüpfknete: Ein gesundheitsgefährdendes Kinderspielzeug

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Wieder einmal hat sich ein Spielzeug als gar nicht so unbedenklich erwiesen: die so genannte Hüpfknete sollten Sie Ihren Kindern besser nicht in die Hände geben. Es handelt sich dabei um eine Knete, die gleichzeitig auch hüpft und springt wie ein Gummiball. Ein lustiges Spielzeug mit einem großen Haken: Es enthält Borsäure. Die Gefahr ist groß, dass sich diese Säure aus der Knete löst – nicht nur, wenn kleine Kinder die Knete in den Mund stecken, sondern auch durch bloßen Hautkontakt.

Zwar ist Bor ein Element, das unser Körper dringend braucht, aber größere Mengen sind doch als gesundheitlich bedenklich einzustufen, sie können Schäden hervorrufen. Schon durch das normale Spielen mit der Knete erreichen Kinder die Menge Bor, die gerade noch zu tolerieren ist. Aber darüber hinaus ist auch in der Nahrung Bor enthalten – es kommt zu einer Überdosierung. Noch gefährlicher wird die Knete dann, wenn Kinder sie verschlucken. 17 Gramm Hüpfknete stellen schon eine toxikologisch wirksame Menge dar; scheinbar viel, aber da Kinder schnell mal Dinge in den Mund nehmen und herunterschlucken, kann diese Menge rasch erreicht werden.

Sie sollten Ihren Kindern diese Knete daher nicht geben. Eine schöne Alternative zur belasteten Knete ist dagegen Salzteig; wenn Sie die Kunstwerke dann noch backen, bleiben sie sogar erhalten. Für Salzteig mischen Sie einfach 2 Tassen Mehl, 2 Tassen Salz, 2 Eßl. Tapetenkleisterpulver und 1/2-3/4 Tasse Wasser – schon hat Ihr Kind ein gesundes Knetvergnügen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner

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