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Die wichtigsten Grundlagen zum Thema Tuberkulose

Tuberkulose (TBC, Schwindsucht, Morbus Koch) ist eine chronisch verlaufende, bakterielle Infektionskrankheit.

Sie wird durch verschiedene Arten von Mykobakterien (zum Beispiel Mycobacterium tuberculosis) verursacht und befällt am häufigsten die Lunge. In der weltweiten Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten ist sie auf Platz 1.

Übertragungswege

Hauptsächlich wird Tuberkulose über Tröpfcheninfektion übertragen. Der Verzehr infizierter Nahrungsmittel wie Milch oder rohes Fleisch stellt ebenso eine Gefahr dar.

Unsaubere medizinische Instrumente oder die Transplantation von Organen eines infizierten Menschen können zu einer Ansteckung im medizinischen Bereich führen. Eine weitere Ansteckungsmöglichkeit ist die Schmierinfektion.

Kinder einer erkrankten Mutter können sich im Mutterleib oder erst bei der Geburt anstecken.

Tuberkulose: Symptome

In Deutschland manifestiert sich die Krankheit hauptsächlich als Lungentuberkulose. Sie kann aber auch andere Organe befallen, sowie Knochen, Harnwege oder die Haut. Zu Beginn einer Lungentuberkulose hustet der Patient oft und langanhaltend.

Nächtliches Schwitzen und hohes Fieber können weitere Anzeichen sein. Meist wird der Husten von grünlichem oder blutigem Auswurf begleitet.

Der Erreger kann aber auch viele Jahre ruhen und keine Symptome zeigen.

Nur bei fünf bis zehn Prozent der Infizierten bricht die Krankheit auch aus; befallen werden zumeist Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer genetischen Disposition (höhere Veranlagung für Tuberkulose).

Diagnose

Die Diagnostik erfolgt durch den Arzt. Er befragt den Patienten gezielt (Anamnese) und bezieht bekannte Risikofaktoren ein, zum Beispiel Tuberkulosefälle in der näheren Umgebung oder schwere chronische Krankheiten.

Mittels Röntgenaufnahmen erkennen Ärzte Tuberkuloseherde und bestimmen somit das Stadium der Erkrankung.

Bevor sich überhaupt Symptome zeigen, kann eine Infektion mit dem Tuberkulin-Hauttest bestimmt werden. Dazu werden Antigene aus Mykobakterien in die Oberhaut gespritzt und die Stelle auf Abwehrreaktionen überprüft.

Verhärtet sich die Stelle, ist der Untersuchte infiziert. Die sichere Diagnose erfolgt über das Anlegen einer Bakterienkultur.

Je nachdem ob Mykobakterien im Auswurf nachgewiesen werden können oder nicht, unterscheiden Ärzte die offene von der geschlossenen Tuberkulose. Die offene Tuberkulose ist hochgradig ansteckend und Betroffene werden sofort unter Quarantäne gestellt.

Eine Ansteckung durch die geschlossene Tuberkulose erfolgt nur sehr selten. Tuberkulose ist laut § 6 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen meldepflichtig.

Tuberkulose: Behandlung

Die Erkrankung ist heilbar, auch wenn die Therapie lange dauert. Da die Mykobakterien eine langsame Teilungsrate haben (sich also langsam vermehren), müssen Betroffene mindestens 6 Monate lang Medikamente nehmen, oft auch länger.

Tuberkulosebakterien bilden sehr schnell Resistenzen aus, sodass eine frühzeitige Behandlung mit verschiedenen Antibiotika wichtig ist.

Die Behandlung einer offenen Tuberkulose umfasst immer einen Krankenhausaufenthalt.

Lassen Sie sich testen

Die Tuberkulose bedroht hauptsächlich Personen mit einem geschwächten Immunsystem, HIV/AIDS-Patienten, alte Menschen, Diabetiker, mit Immunsuppressiva Behandelte und Tumorpatienten sowie besonders exponierte Berufsgruppen (z. B. Pflegepersonal).

Wenn Sie zu keiner Hochrisikogruppe gehören und gesund sind, ist Ihr Tuberkulose-Risiko sehr niedrig.

Die beste Abwehr gegen Tuberkulose ist offensichtlich, den Kontakt mit einer Person mit aktiver Tuberkulose zu meiden.

Wenn Sie zu einer Hochrisikogruppe gehören, sollten Sie einmal im Jahr untersucht werden (Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose, Berlin) und Rat suchen, wenn der Test positiv ausfällt.

Ist der Test einmal positiv, gibt es keinen Anlaß, ihn zu wiederholen. Ein älterer Impfstoff (BCG) zeigte begrenzten Nutzen in der Verhütung der Tuberkulose.

Neuere Forschungen geben Anlaß zur Hoffnung auf neue, wirksamere Impfstoffe.

Vorbeugung

Die in Deutschland früher durchgeführte BCG (Bacille Calmette-Guérin)-Impfung wird seit 1998 von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut nicht mehr empfohlen.

Das Risiko von Impfkomplikationen ist höher als die Wahrscheinlichkeit, sich in Deutschland mit Tuberkulose zu infizieren. Ist jedoch ein Patient infiziert, werden vorbeugend auch alle Personen, mit denen er öfter in Kontakt stand, untersucht.

Krankenhauspersonal muss besondere hygienische Vorschriften einhalten.

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