Tuberkulose, auch als TBC oder Schwindsucht bekannt, ist eine chronisch verlaufende bakterielle Infektionskrankheit, die beim Menschen am häufigsten die Lunge befällt. Tuberkulose führt die Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an. Tuberkulose wird durch verschiedene Arten von Mykobakterien hervorgerufen. Sind Bakterien im Auswurf nachweisbar, spricht man von einer offenen Tuberkulose.
Nur bei fünf bis zehn Prozent der Infizierten bricht die Tuberkulose auch aus; befallen werden zumeist Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer genetischen Disposition.
Übertragen wird die Tuberkulose hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, obwohl auch die Übertragung durch den Verzehr infizierter Nahrungsmittel wie Milch oder rohes Fleisch, durch unsaubere medizinische Instrumente, die Transplantation von Organen eines mit Tuberkulose infizierten Menschen, ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Menschen, Schmierinfektionen bei nichtintakter Haut sowie im Falle einer infizierten Mutter bereits im Mutterleib oder während der Geburt.
Die Diagnose wird durch Bluttests, Gewebeuntersuchungen und idealerweise durch Anlage einer Bakterienkultur gestellt.
Tuberkulose gilt im Allgemeinen als heilbar, aber langwierig. Die Behandlung wird mit mehreren aufeinander abgestimmten, hochwirksamen Antibiotika durchgeführt und muss wegen der langsamen Teilungsrate der für Tuberkulose verantwortlichen Bakterien lange genug durchgeführt werden, um einen eventuellen Rückfall zu vermeiden.
Lesen Sie hier, warum die Tuberkulose viele Jahre ruhen kann und wann Sie sich testen lassen sollten.