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Die Durchführung eines Einlaufs ist einfacher als Sie denken

Für einen Einlauf zu Hause werden in der Apotheke verschiedene Geräte angeboten. Dazu gehören das praktische Einmalklistier (zum Beispiel Miniklist®) beziehungsweise eine „Birnenspritze“ aus Gummi, in die lauwarmes Wasser gefüllt wird.

Einlauf ist schmerzfrei und unkompliziert

Für eine größere Darmspülung brauchen Sie allerdings mehr Flüssigkeit – etwa 1 bis 2 Liter körperwarmes Wasser. Dazu gibt es spezielle Geräte wie die Klistierpumpe (etwa Reprop®Clyster oder Russka®Klyso-Pumpe) für die Selbstanwendung. Hier gelangt das Wasser  je nach System entweder nach dem Schwerkraftprinzip an seinen Einsatzort, indem der Wasserbehälter erhöht gehalten wird, oder es wird direkt in den Enddarm hineingepumpt.

Darüber hinaus gibt es so genannte Irrigationspumpen, mit denen das Wasser per Knopfdruck in den Darm gepumpt werden kann (Hersteller Fa. Braun).

Wahrscheinlich müssen Sie beim ersten Mal eine gewisse Scham überwinden. Denn viele scheuen sich, sich selbst ein Klistier in den After einzuführen. Das ist ganz verständlich. Doch beim zweiten Mal geht alles schon viel leichter.

Am besten setzten Sie sich direkt auf die Toilette oder legen sich für die Phase des Einführens auf den Rücken. Dann führen Sie das zuvor mit Vaseline eingefettete Darmrohr ein und pumpen das Wasser, beziehungsweise die Flüssigkeit in den Darm hinein – entweder so lange bis der Entleerungsdrang einsetzt oder der Wasserbehälter leer ist. Das kann sich etwas kühl anfühlen oder – wenn Sie zu rasch pumpen – auch einen leichten Druck erzeugen. Danach heißt es, sehr rasch die Toilette aufzusuchen.

Warum Ihnen vor einer Darmspiegelung nicht bange sein muss

Vor Darmspiegelungen haben viele Menschen ein bisschen „Muffe“, wenn nicht sogar richtige Angst. Meist hängt das damit zusammen, dass man gar nicht weiß, was genau dabei passiert – so geht es zumindest meinem Leser Bernd T., der wissen wollte, wie eine solche Spiegelung abläuft und wie viel er davon mitbekommen wird.

Generell ist es so, dass Sie gar nicht viel von einer solchen Magenspiegelung mitbekommen, da Sie ein Medikament einnehmen, das Sie in Tiefschlaf versetzt. Etwas unangenehmer ist dagegen die Vorbereitung auf eine solche Spiegelung. Sie müssen zum Beispiel Glaubersalz trinken, um Ihren Darm vollständig zu entleeren.

Sie können heute auch eine virtuelle Darmspiegelung machen lassen. Dieser Eingriff ist noch schonender. Werden dabei aber Polypen gefunden, also die Vorstufe von Darmkrebs, müssen Sie sich auf jeden Fall einer „normalen“ Darmspiegelung unterziehen, um diese Polypen entfernen zu lassen.

Was Ihnen hilft, wenn der Darm Probleme macht

Die Beschwerden sind unspezifisch: Mal Verstopfung, mal Durchfall, mal Blähungen, immer aber unangenehm für den, den es erwischt. Die Rede ist vom Reizdarm-Syndrom. Ein Leiden, dessen Ursachen noch nicht eindeutig geklärt sind und die der Arzt lediglich dadurch diagnostizieren kann, indem er andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgrenzt.

Die Diagnose Reizdarm ist generell kein Grund zur Beunruhigung, die Begleiterscheinungen können jedoch die Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Wenn Sie unter Darmproblemen leiden, und herausfinden möchten, ob der Reizdarm daran Schuld ist, sollten Sie die folgenden vier Fragen beantworten:

Frage 1: Haben Sie an drei der letzten 12 Monate einmal oder öfter an Unterleibsbeschwerden oder -schmerzen gelitten?

Frage 2: Gingen diese Beschwerden oft zurück, nachdem Sie Stuhlgang hatten?

Frage 3: Werden die Beschwerden von einem Wechsel in der Häufigkeit Ihrer Verdauung oder der Stuhlbeschaffenheit begleitet?

Frage 4: Sind in den letzten 12 Monaten folgende Symptome bei ihnen aufgetreten? Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung? Anstrengende bis belastende Darmentleerung? Heftige Blähungen, Völlegefühl? Häufig wechselnde Frequenz des Stuhlgangs?

Haben Sie die erste und eine oder mehrere Fragen mit „ja“ beantwortet, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

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