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Colitis: Behandlung

Viele Fälle einer kollagenen oder lymphozytären Colitis verbessern sich innerhalb weniger Wochen ohne eine Behandlung. Um die Beschwerden und Symptome früher zu lindern oder die zu behandeln, die nicht verschwinden, ist es im Allgemeinen empfehlenswert, mit der einfachsten und am besten verträglichen Behandlung zu beginnen. Behandlungen, die mit einem größeren Risiko oder Nebenwirkungen verbunden sind, sollten erst folgen, wenn einfache Maßnahmen nicht greifen.

Zusätzlich zu Selbst-Behandlungsmaßnahmen kann Ihr Arzt folgende Behandlungen empfehlen:

  • Antidiarrhoika: Medikamente wie Loperamid (Imodium® und andere) können dazu beitragen, die Kontraktionen des Darms zu verlangsamen. Bismuth-Subsalicylat-Präparate (z. B. Pepto-Bismol®) können ebenfalls helfen.
  • Anti-entzündliche Medikamente für den Darm: Wenn Antidiarrhoika nicht wirksam sind, können anti-entzündliche Medikamente wie Mesalazin (z. B. Pentase®) oder Sulfasalazin (Azufildine®) helfen.
  • Cholesterin senkende Medikamente: Bei einem dieser Wirkstoffe aus der Gruppe der Cholesterin senkenden Medikamente, Cholestryamin (Quantaln® u. a.) wurde eine gewisse Wirksamkeit festgestellt.
  • Orale Kortikosteroide: In schweren Fällen können bestimmte Kortikosteroide helfen, die Darmentzündung zu stoppen. Aufgrund der potenziellen Nebenwirkungen, die mit einer verlängerten Einnahme verbunden sind, werden Kortikosteroide häufig nur für einen begrenzten Zeitraum empfohlen. Die Beschwerden können jedoch wiederkehren, wenn die Einnahme dieses Medikaments unterbrochen wird.
  • In seltenen Fällen werden immunsupressive Medikamente eingesetzt, wie sie häufig bei Erkrankungen wie zum Beispiel Rheumatoide Arhritis oder Morbus Crohn verwendet werden. Sogar eine Operation zur Entfernung des Darms kann in Betracht gezogen werden – allerdings nur als letzter Ausweg.
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