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Die Eierstöcke (Ovarien)

Wie kein anderer Organ-Bereich verändern sich die weiblichen Keimdrüsen, die Eierstöcke (Ovarien) rund 40 Lebensjahre im Rhythmus des Monats-Zyklus:

Sie wechseln Form und Farbe. Darüber hinaus verändern sich die inneren Schleimhäute zur Follikel-Reifung, der Follikel selbst sowie die Hormon-Produktion je nach den anstehenden Aufgaben.

Die Entwicklung der Eierstöcke

Eizellen sind die größten menschlichen Zellen und entstehen bereits in den winzigen Eierstöcken des noch ungeborenen Mädchens.

An Haltebändern links und rechts im mittleren Becken-Bereich tragen die Eierstöcke des neugeborenen Mädchens bereits alle 400.000 – 500.000 (noch unreifen) Eizellen in sich.

Bis zur Pubertät fallen viele in sich zusammen und im Laufe des Frauen-Lebens reifen nur etwa 500 voll aus. In der Pubertät wachsen die Eierstöcke auf  Pflaumengröße heran und schütten vermehrt Sexual-Hormone (Östrogene) aus. Das bringt den Zyklus in Gang.

Follikelstimulierende Hormone aus der Hirnanhangdrüse regen die Reifung einiger Eizellen an. Auf welchem Eierstock das geschieht, hängt vom Zufall ab.

Die reifenden Eianlagen schwellen auf das 8-fache an. Es formen sich pralle, rötliche Eihüllen (Follikel, auch Graaf-Follikel). Ein Follikel springt schließlich auf und entlässt seine befruchtbare Eizelle in den zugehörigen Eileiter.

Gleichzeitig regt der Körper die in ihrem Kern enthaltenen Erbanlagen (Chromosomen) zu sogenannten Reife-Teilungen an: Sie sollen sich spalten, damit aus dem normalen, in allen Körperzellen doppelt angelegten Chromosomensatz ein einfacher Satz Erbanlagen entsteht.

Einen solchen einfachen Chromosomensatz bringt die männliche Keimzelle (Spermium) zur Befruchtung mit. Beim  Verschmelzen von Ei- und Spermazelle entsteht dann wieder ein doppelter Satz Erbanlagen – die eine Hälfte von der Mutter, die andere vom Vater.

Der Weg nach dem Eisprung

Nach dem Eisprung (Ovulation) schwillt der Eierstock ab. Der zerplatzte Follikel bildet sich zu einem dicken gelben Säckchen um, dem Gelbkörper (Corpus luteum): einer neuen Hormondrüse, die das Hormon Progesteron ausschüttet.

Dieses ist nötig zum Schleimhaut-Aufbau in der Gebärmutter, damit sich ein befruchtetes Ei einnisten kann.

Blieb die Eizelle unbefruchtet, sackt der Gelbkörper rund 11 – 12 Tage später wieder in sich zusammen. Die Gebärmutter-Schleimhaut löst sich ab und die Perioden-Blutung stößt es ab. Mit der Menstruation beginnt ein neuer Veränderungs-Zyklus der Eierstöcke.

Die stattliche Eizelle sendet auf ihrem etwa 36 Std. dauernden Weg durch den Eileiter zur Gebärmutter hormonelle Lockstoffe aus. Sie locken die Spermien an.

Nähern diese sich, beginnt die Eizelle ein Enzym zu produzieren, das ihre äußere Hülle lockert. Die meisten Spermien weist die Eizelle ab (die Hülle bleibt zu). In manchen Fällen öffnet sie sich blitzschnell und saugt ein Spermium ein.

Im Zellinneren verschmilzt sein Zellkern mit dem der Eizelle. Unbefruchtete Eizellen scheidet der Körper mit der nächsten Menstruation aus. Befruchtete teilen sich immer weiter, bis sie sich etwa am 7. Tag in der Gebärmutter-Schleimhaut einnisten.

Stress verursacht kranke Eierstöcke

Über Hormone und Nerven-Fasern sind die Eierstöcke eng mit dem Gehirn und dem vegetativen Nerven-System verbunden. Stress und innere Konflikte können sie aus diesem Grund krank machen.

In den Wechseljahren verkleinern sich die Eierstöcke. Ihre Hormon-Produktion lässt allmählich nach, hört jedoch bis ins hohe Alter nie völlig auf. Sie sind also niemals überflüssig.

Mit der Zeit durchzieht sie immer mehr Bindegewebe (Stroma). Mit dem allerletzten Eisprung (Menopause) endet die natürliche Fruchtbarkeit-Phase der Frau.

Es reift gelegentlich noch eine Eizelle heran. Diese findet kein „Nest“ mehr vor; es sei denn, durch eine Hormon-Ersatzbehandlung kommt es zur monatlichen Blutung.

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