Gürtelrose: Medikamente schalten das Virus aus
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Um die Schmerzen zu lindern und Spätfolgen zu verhindern, stehen heute verschiedene Medikamente (z. B. Aciclovir) zur Verfügung, die Ihnen Ihr Arzt verordnen muss. Sie können als Tabletten oder als Infusion über einen Zeitraum von einer Woche verabreicht werden. Alle vier gegen Gürtelrose zugelassenen Wirkstoffe sind etwa gleich gut und verträglich. Allerdings hat das im Jahr 2000 hinzugekommene Brivudin eine längere Haltbarkeit und muss nur einmal täglich eingenommen werden (andere Wirkstoffe: 3- bis 5-mal täglich). Diesen Vorteil muss Ihre Krankenkasse jedoch mit dem doppelten Preis (ca. 100 €) bezahlen.
Die Einnahme der Mittel sollte innerhalb der ersten drei Tage begonnen werden. Zum späteren Zeitpunkt nützen sie nichts mehr, da sich das Virus dann schon zu stark vermehrt hat.
Weiterhin wichtig sind die Linderung des Juckreizes und die Schmerztherapie. Dazu kann Ihnen Ihr Arzt z. B. eine zinkhaltige Salbe oder eine Tinktur zum Einpinseln verordnen (z. B. Vioform®). Das fördert die Trocknung und Abheilung der Bläschen. Je nach Stärke der Schmerzen können z. B. Paracetamol, aber auch manchmal für einen kurzen Zeitraum Opiate verordnet werden.
Die Schmerzbehandlung ist besonders wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Denn es gibt Hinweise, dass durch eine mangelhafte Schmerzbehandlung in der akuten Phase der bleibende Dauerschmerz gefördert wird.
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