Gürtelrose: Behandlung
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Gürtelrose: Behandlung von Herpes Zoster
Wenn sich die Anzeichen einer Gürtelrose (Herpes Zoster) zeigen, sollten Sie rasch reagieren. Bekommen Erwachsene Windpocken oder eine Gürtelrose, sollte schnell ein Arzt zu Rate gezogen werden, denn bei ihnen kann es zu besonders schweren Verläufen mit ernsthaften Komplikationen kommen. Besonders gefürchtet ist die Gesichts-Rose, denn das Virus kann auch Hirnhaut, Augen und Ohren angreifen, wenn es unbehandelt bleibt. Dann drohen bleibende Schäden. Behandelt wird die Gürtelrose mit Virus hemmenden Medikamenten wie Aciclovir oder Brivudin, die ebenfalls als Salbe bei Herpes an den Lippen empfohlen werden.
Bei der Gürtelrose werden die Mittel als Tabletten vom Arzt verordnet. Sie sollten gleich zu Beginn der Erkrankung eingesetzt werden, denn bereits nach drei Tagen können sie kaum noch etwas ausrichten, da sich die Viren dann so stark vermehrt haben. Das gelingt natürlich nur, wenn Sie und/oder Ihr Arzt die Symptome richtig einzuordnen wissen.
Je früher die Gürtelrose behandelt wird (manchmal auch mit Kortison zum Abschwellen der Nervenknoten), um so eher kann eine Schädigung der Nervenknoten durch den Druck der Schwellung vermieden werden. Gute Erfahrungen hat man auch mit Akupunktur und der zusätzlichen Einnahme von Vitamin C und B-Vitaminen gemacht.
Die Gürtelrose kann mit außerordentlichen, unerträglichen Schmerzen verbunden sein, die allen Schmerzmitteln trotzen. Unbehandelt heilt der Ausschlag nach rund vier bis sechs Wochen ab. In 10 % aller Fälle bleiben die Schmerzen jedoch nach dem Abheilen der Bläschen bestehen. Manchmal nehmen sie dann sogar noch zu und machen ein normales Leben unmöglich. Dann handelt es sich um die gefürchtete Post- Zoster-Neuralgie.
Imfpung gegen Gürtelrose - wann ist das sinnvoll?
Sinnvoll ist die Impfung für Sie vom 60. Lebensjahr an Die zügige Behandlung der Gürtelrose mit Virushemmern und Schmerzmitteln verringert das Risiko einer Post- Zoster-Neuralgie. Alle auf dem Markt befindlichen Virushemmer sind annähernd gleich gut und verträglich. Zum besseren Abheilen kann Ihnen der Arzt eine Zinksalbe oder -tinktur verschreiben. Die Bläschen trocknen damit rascher aus. Sind die Schmerzen mit normalen Schmerzmitteln nicht beherrschbar, werden Opioide verschrieben. Antidepressiva werden eingesetzt, um die Schmerzschwelle zu erhöhen. Antikonvulsiva lösen Krämpfe und können die Aussendung von Schmerzimpulsen verlangsamen
Seit 2009 ist der Lebendimpfstoff Zostavax zur Vorbeugung von Herpes Zoster und den damit verbundenen Neuralgien in Deutschland auf dem Markt; eine Impfung wird für Patienten ab 60 Jahren empfohlen. Neben einer Verhinderung von Neuinfektionen kann er die die Reaktivierung von Varizella Zoster in Form einer Gürtelrose auch dann unterdrücken, wenn der Patient das Virus aufgrund einer Windpockenerkrankung in der Kindheit schon in sich trägt.
In klinischen Studien hat Zostavax die Schmerzbelastung bei Ausbruch einer Gürtelrose um 61% und das Auftreten von postherpetischer Neuralgie als Folgeerkrankung um 51% gesenkt, sowie den Ausbruch einer Gürtelrose zu 51% verhindert.
Die Impfung wird momentan von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen und muss vom Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden; es laufen aber Verhandlungen, Zostavax in den Impfkatalog aufzunehmen.