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Diabetische Retinopathie - lesen Sie welche Auswirkungen Diabetes auf Ihre Augen haben kann

Die Diagnose Diabetes kommt unerwartet bei der jährlichen Untersuchung. Dann eine weitere Überraschung: die Liste der Nachfolge-Untersuchungen schließt einen Besuch beim Augenarzt mit ein.

Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes gehören zu den häufigsten Erblindungsursachen der westlichen Länder, aber auch zu den oftmals vermeidbaren.

Augenarzt untersucht Augen eines männlichen Patientens© WavebreakmediaMicro -Adobe

Diabetes schädigt gewöhnlich die lichtempfindliche Netzhaut (Retina) Ihres Auges. Diese Erkrankung heißt Diabetische Retinopathie.

Bei frühzeitiger Diagnose kann man das Fortschreiten der diabetischen Retinopathie verlangsamen oder stoppen, bevor ein dauerhafter Schaden entsteht und das Sehvermögen eingeschränkt ist.

Die Formen der Krankheit

Die Diabetische Retinopathie beschädigt die Blutgefäße, die die Retina versorgen. Diese Schäden gelten als Folge des hohen Blutzuckerspiegels und anderer Faktoren.

Bluthochdruck verschlimmert den Zustand weiter. Es existieren zwei Formen der Diabetischen Retinopathie:

  1. Einfache Diabetische Retinopathie: Diese häufige Form ist nicht so schwerwiegend. Typischerweise betrifft sie Patienten, die seit fünf Jahren oder länger zuckerkrank sind. Einige der kleinen Gefäße (Kapillaren) bleiben nicht dicht und entlassen Flüssigkeit in die Netzhaut, sodass diese anschwillt. In der Regel beeinträchtigt dies die Sehkraft nicht, es sei denn die zentrale Region (Makula) ist betroffen. Das ist die Stelle, die Sie zum Scharfsehen (z. B. beim Lesen) benutzen.
  2. Fortschreitende Diabetische Retinopathie: Diese Form entwickelt sich möglicherweise aus der ersten. Sie betrifft überwiegend Patienten, die seit über 15 Jahren Diabetiker sind. Winzige neue Kapillaren wachsen von der Netzhaut in den flüssigkeitsgefüllten Hohlraum (Glaskörper) des Auges ein.

Symptome der Diabetischen Retinopathie

Wenn die Schäden durch die Diabetische Retinopathie immer größer werden, treten unter Umständen verschiedene Symptome auf. Teilen Sie diese sofort Ihrem Augenarzt mit. Dazu gehören:

  • kleine Flecken oder Fäden, die im Sehfeld zu schweben scheinen
  • unscharfes Sehen
  • ein Schatten im Sehfeld
  • ein dunkler oder leerer Fleck im Zentrum des Sehbereiches
  • dunkle Striemen oder ein roter Film, die das Sehen beeinträchtigen
  • Ringe um Objekte oder Lichtblitze
  • Augenschmerzen
  • Verzerrung gerader Linien
  • allmählicher oder plötzlicher Verlust der Sehkraft

Vorsorgemöglichkeiten

Eine Diabetes-Komplikation stellt die Folge einer Veränderung kleiner Blutgefäße dar, die Ihre Retina versorgen. Bei der schwächeren Form dieser Erkrankung weisen die Blutgefäße ein Leck auf, wodurch Flüssigkeit austritt und die Netzhaut anschwillt.

In den meisten Fällen beeinträchtigt dies Ihre Sehkraft kaum, außer die Makula ist betroffen. Bei der fortgeschritteneren Form der Diabetischen Retinopathie sprießen neue Blutgefäße in den Glaskörper ein.

Diese Gefäße können brüchig werden und bluten, was eine plötzliche Erblindung zur Folge hat. Narbenbildung um die neuen Gefäße kann an Ihrer Retina ziehen und eine Netzhautablösung verursachen.

Die Vorsorgemaßnahmen gegen die Diabetische Retinopathie beinhalten eine konsequente Behandlung der Zuckerkrankheit. Besonders wichtig ist es, Ihren Blutzuckerspiegel möglichst nahe am Optimum zu halten.

Durch eine korrekte Einstellung von Blutzucker und Blutdruck lassen sich kleinere Schäden wieder beheben. Größere Schäden werden mit dem Laser (Fotokoagulation) behandelt, der die einsprossenden Gefäße verödet und abgelöste Teilchen wieder verschweißt oder mit der Entfernung des Glaskörpers (Vitrektomie) und Ersatz durch klare Flüssigkeit..

Blutzucker und Blutdruck sollten im Alter generell, besonders aber bei Diabetikern gut eingestellt sein, damit es gar nicht erst soweit kommt. Wichtig ist auch, dass Sie sich ausreichend bewegen.

Die Vorsorgemaßnahmen gegen die Diabetische Retinopathie beinhalten eine konsequente Behandlung der Zuckerkrankheit. Besonders wichtig ist es, Ihren Blutzuckerspiegel möglichst nahe am Optimum zu halten. Außerdem sollten Sie auch Ihren Blutdruck und Cholesterinspiegel unter Kontrolle haben.

Durch ein gezieltes Augentraining und Entspannung können Sie Ihre Augen gesund halten und Ihren Durchblick verbessern. Durch aktives Augentraining können Sie Ihre Augen wieder so fit machen, dass Sie schon bald eine schwächere Brille oder vielleicht auch gar keine Sehhilfe mehr brauchen.

Diabetische Retinopathie: Wie Laser hilft

Während einer Augenuntersuchung wird Ihr Ophthalmologe Ihre Pupille mit Atropinhaltigen Augentropfen erweitern, um Ihre Netzhaut besser untersuchen zu können. Wenn er eine Diabetische Retinopathie feststellt, ist das Behandlungsziel die Erhaltung der Sehkraft und die Verlangsamung des Krankheitsverlaufes.

Häufig wird die Photokoagulation genutzt, wobei Ihr Augenarzt mit Hilfe eines Lasers schwache Kapillaren verödet, so dass Leckagen gestoppt und die Neubildung von Kapillaren verhindert wird.

Die Laser-Photokoagulation kann ambulant beim Augenarzt oder in einer Augenklinik durchgeführt werden. Mehrere Behandlungen können nötig sein, die im allgemeinen schmerzfrei sind.

Zuerst werden die Augen mit Tropfen betäubt. Anschließend verschließt ein Laser die eingerissenen Kapillaren und verödet kleine Gefäßaussackungen (Mikroaneurismen).

Wenn sich die Retinopathie verschlimmert, kann eine streuende LaserPhotokoagulation eingesetzt werden. Dabei wird die gesamte Retina mit kleinen Laserblitzen beschossen.

Bei fortgesetzter Blutung in den Glaskörper kann eine operative Entfernung desselben, die sogenannte Vitrektomie, notwendig werden.

Während einer Vitrektomie wird das Blut entfernt und durch eine klare Flüssigkeit ersetzt. Wenn sich Narbengewebe gebildet und die Retina abgelöst hat, wird eine Operation unvermeidlich, um die Narbe zu entfernen und die Netzhaut wieder anzuheften.

Ebenso wichtig ist es, Körpergewicht und Blutdruck unter Kontrolle zu halten und Ihren Blutzuckerspiegel so nahe wie möglich am Optimum einzustellen.

Regelmäßige Kontrolle als Vorsorge

Bei der Diabetischen Retinopathie entwickeln die Blutgefäße der Netzhaut durch zu hohe Blutzuckerwerte krankhafte Veränderungen, die zu Mikroaneurismen führen können.

Diese verlieren Flüssigkeit, die Netzhaut schwillt an. Mit fortschreitender Krankheit können neue, brüchige Blutgefäße die Sehkraft bedrohen.

Blinenzeichen, Symbol für Blindheit auf Armbinde© Dan Race -Adobe

Wenn diese neuen und sehr empfindlichen Kapillaren platzen und Blut entlassen, kommt es zu einer plötzlichen Erblindung. Narbengewebe kann sich ebenfalls entlang der neuen Blutgefäße bilden und an der Retina ziehen.

Dadurch löst sich die Netzhaut vom Auge ab, was zu plötzlicher und möglicherweise dauerhafter Erblindung führt. Diabetische Augenschäden machen sich erst im fortgeschrittenen Stadium durch Schleier im Gesichtsfeld bemerkbar.

Sie sind nicht heilbar, lediglich das Fortschreiten ist verzögerbar. Aus diesem Grunde sollten Diabetiker einmal pro Jahr zum Augenarzt gehen und die Blutgefäße im Augenhintergrund (Augenspiegelung) kontrollieren.

Die angebrachte Therapie besteht in einer Laserbehandlung zur Verödung der Blutgefäße. Bei diabetischen Netzhautschäden ist das gesamte Gesichtsfeld durch Schleier und Schlieren beeinträchtigt.

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