MenüMenü

Nur wenige Nadelstiche können Sie von schmerzhaften Blockaden befreien

Nadelungen haben sich besonders bei der Behandlung von chronischen Schmerzen bewährt

Akupunktur wird eingesetzt, um den Energiefluss Qi in den Leitbahnen oder Meridianen zu beeinflussen. Es gibt insgesamt 12 paarige Meridiane und 2 unpaarige Meridiane (siehe Abbildung Mitte). Jeder von ihnen ist einer Organfunktion zugeordnet. Die verschiedenen Meridiane, auf denen die Akupunkturpunkte liegen, sind nach der TCM Kanäle, in denen Qi und Xue (das Blut) im 24-Stunden-Rhythmus fließen. Bei Krankheiten ist dieser Energiefluss gestört. Insgesamt gibt es 361 klassische Akupunkturpunkte.

Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Akupunktur eine Wirksamkeit bescheinigt.

Demnach ist die Wirkung der Akupunktur z. B. abgesichert bei:

  • Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen der Mundhöhle
  • Augenerkrankungen
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Kopfschmerzen, Rückenschmerzen
  • Nervenerkrankungen (z. B. Trigeminusneuralgie)

Akupunktur wirkt auf die Schmerzverarbeitung im Gehirn

Tierexperimentell konnte nachgewiesen werden, dass durch die Akupunktur so genannte Endorphine ausgeschüttet werden. Bei diesen Substanzen handelt es sich um vom Körper selbst gebildete, schmerzstillende Substanzen, die z. B. auch bei der Geburt eingesetzt werden. Einer weiteren Theorie zufolge werden über die Akupunkturpunkte Nervensignale in das Körperinnere geleitet. Dafür sprechen, dass sich viele Akupunkturpunkte dort befinden, wo Nervenfasern zusammenlaufen.

Heute werden nur noch Stahlnadeln eingesetzt. Eine Akupunktursitzung dauert ca. 20 Minuten, eine Behandlungsserie umfasst 8 bis 15 Sitzungen. Der Behandlungsabstand variiert von einmal täglich bis zu einmal wöchentlich.

Durch die unterschiedliche Handhabung der Nadel, z. B. das tiefe oder oberflächliche Stechen, kann entweder ein stimulierender oder ein beruhigender Reiz ausgeübt werden. Primär dient die Nadelung einer Ableitung von Energie. Hat der Behandelnde den Punkt richtig getroffen, stellt sich beim Patienten eine „De- Qi-Sensation“ ein. Damit bezeichnet man (nach dem anfänglich als spitz erlebten Einstich) ein dumpfes, kribbelndes Gefühl am Punkt oder im Meridianverlauf.

Möchte der Therapeut jedoch bei einem energetischen Schwächezustand energetische Kräfte hinzufügen, z. B. bei einem Yang-Mangel, so wird er über den Akupunkturpunkten Beifußkraut abbrennen. Diese Art der Reizeinwirkung heißt Moxibustion.

Nicht alle Ärzte, die Akupunkturbehandlungen durchführen, sind gut ausgebildet

In Deutschland bietet fast jeder zehnte niedergelassene Arzt seinen Patienten Akupunkturbehandlungen an; nur die wenigsten von ihnen haben allerdings eine abgeschlossene Akupunkturausbildung.

Sie können davon ausgehen, einen guten Therapeuten gefunden zu haben, wenn:

  • der eigentlichen Nadelung ein ausführliches Gespräch vorangeht;
  • während einer Sitzung maximal 12 bis 20 Nadeln gesetzt werden;
  • die Nadeln mindestens eine Viertelstunde liegen bleiben
  • die Nadeln auch nach dem Setzen gedreht oder bewegt werden.

Adressen von gut ausgebildeten TCM-Therapeuten erhalten Sie auch bei den Institutionen im Kasten unten.

Die Kosten für eine Akupunkturbehandlung liegen zwischen 30 und 100 EUR. Bei Schmerzzuständen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen derzeit zumindest einen Anteil von 25 EUR pro Behandlung.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten