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Nur wenn Sie wirklich etwas ändern wollen, kann Ihnen Feng Shui helfen

Interview mit der Münchner Feng Shui-Beraterin und Autorin* Charlotte Meukel

Wie findet man am besten einen Einstieg ins Feng Shui?

Meukel: Fangen Sie mit kleinen Schritten an. Die wichtigste Regel lautet: Bei allem, was Sie tun, sollen Sie sich wohl fühlen. Nur dann können die positiven Energien wirklich wirken. Sie sollten die Intention spüren, etwas verändern zu wollen. Und beginnen, Ihr Leben aufzuräumen. Dabei sollten Sie unbedingt richtig gründlich sauber machen. Damit schenken Sie nämlich den Dingen in Ihrer Umgebung die notwendige Aufmerksamkeit und Leben. Experimentieren Sie. Lassen Sie die Dinge auf sich wirken.

Lässt sich das iahrtausendealte Feng Shui aus China denn so einfach auf uns übertragen?

Meukel: Im Prinzip ist uns das Feng Shui gar nicht so fremd. In allen Kulturen – bei den alten Griechen, den Ägyptern, den Römern, den Kelten und den Indianern etwa – gab es ähnliche Erkenntnisse. Der griechische Arzt Hippokrates, auf den sich auch unsere heutige Medizin begründet, empfahl bereits um 400 vor Christus den Bau von Wohnhäusern an Osthängen, damit man das Morgenlicht genießen und daran genesen könne. Die Römer glaubten an den harmonischen Fluss der Körpersäfte. Die Erkenntnisse des Feng Shui sind also universell.

Warum ist das heute so wenig anerkannt?

Meukel: Weil die meisten Menschen ihrer Intuition nicht mehr vertrauen. Sie glauben nicht an die Existenz der Energieströme in Körper und Umfeld, obwohl sie sie doch täglich spüren. Und sie haben keine Geduld, sich ihnen anzuvertrauen. Das ist das Hauptproblem unserer Kultur, wir müssen auch mal warten können, Dinge auf uns wirken lassen, darauf vertrauen, dass das Richtige passiert. Manche Frauen lassen sich beraten oder lesen sich Feng Shui-Wissen an, aber sie setzen es zu oft nicht um. Auch das ist eine zentrale Schwierigkeit: Viele wollen, dass etwas anders ist, aber sie wollen nichts ändern, nichts verändern. Denn dazu müssen sie die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen. Und davor haben viele Angst.

Liegt darin nicht auch eine gesunde Skepsis?

Meukel: Das eine ist, was man denkt, das andere, was man spürt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Feng Shui wirkt – auch wenn die Leute in dem Moment nichts davon wissen. Denken Sie doch nur einmal daran, wie es ist, wenn Sie in einen unbekannten Raum kommen. Sie spüren doch, ob Ihnen die Atmosphäre angenehm oder unangenehm ist. Und wie oft haben Sie schon gesagt: „Da habe ich mich nicht wohl gefühlt – auch wenn ich nicht erklären kann, warum!“ Oder haben Sie schon mal in einer Wohnung gelebt, aus der Sie nach kurzer Zeit wieder ausgezogen sind, weil Ihnen so „komisch“, so „unheimlich“ war? Da stimmte das Feng Shui nicht, da waren ungute Energien am Werke. Ist Ihnen umgekehrt nicht auch schon passiert, dass Sie an einen Ort kommen, an dem Sie „einfach glücklich“ sind, ohne dass es erklärbare Gründe dafür gibt? Das alles sind keine Zufälle!

* Feng Shui – Erfolg im Beruf

Verlag Gräfe und Unzer, München

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