Tanken Sie Ihre Eisenspeicher mit Amaranth auf
Sylvia Schneider in Täglich Gesund zum Thema Amaranth
vom 30. August 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Die Inkas, Azteken und Mayas waren für ihre unverwüstliche Gesundheit bekannt. Sie schätzten die Blätter und Samenkörner des Amaranth, der zu ihren Grundnahrungsmitteln zählte. Die Blätter wurden ähnlich wie Spinat gekocht und vor allem bei Müdigkeit, Verstopfung und allgemein schlechtem Gesundheitszustand gegessen. Zur Wundheilung wurde die ganze Pflanze in Wasser ausgekocht. Der Saft wurde bei Blutarmut verabreicht.
Amaranth schenkt Ihnen Lebenskraft
Besondere Heilkraft sprach man den Samenkörnern zu. Denn sie verbesserten die körpereigene Abwehr und sorgten dafür, dass viele Infektionen den Ureinwohnern nichts anhaben konnten. Die südamerikanischen Ureinwohner schrieben der Pflanze überdies lebensverlängernde Heilkräfte zu.
Als die spanischen Eroberer mit der scheinbar unglaublichen Gesundheit der Einwohner konfrontiert wurden, war ihnen das unheimlich. Deshalb verboten sie kurzerhand den Genuss von Amaranth. Sie machten das Verbot daran fest, dass das wertvolle Korn auch bei den rituellen Zeremonien der Ureinwohner eine wichtige Rolle spielte, und diese waren den Christen ohnehin ein Dorn im Auge. Ganz sicher war es aber auch ein Ausdruck Ihres Neides auf die bewundernswerte Lebenskraft der Ureinwohner.
Doch so kam es, dass Amaranth fast 500 Jahre keine Rolle mehr in Ernährung und Heilkunde spielte, bis er kürzlich wiederentdeckt wurde.
Amaranth ist wertvoller als hiesiges Getreide
Heute weiß man, dass Amaranth reicher an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen und sein Eiweiß hochwertiger ist als unsere einheimischen Getreidearten. Wissenschaftliche Studien haben mittlerweile ergeben, dass das Korn gegen Eisenmangel, chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Nervosität, Kopfweh, Migräne, Schlafstörungen, Alterserscheinungen und Magenschmerzen hilft. Vor allem aber stärkt Amaranth das Gehirn und erhöht die geistige Leistungsfähigkeit. Biologisch gesehen gehört Amaranth gar nicht zu den Getreiden, sondern zu den Fuchsschwanzgewächsen, die wir auch als Zierpflanze für Haus und Garten kennen. In den kleinen unscheinbaren Körnern steckt eine geballte Power, mit der sich kein herkömmliches Getreide messen kann. Amaranth hat einen wesentlichen höheren Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen. Er enthält darüber hinaus mehr Eiweiß, das zudem noch hochwertiger ist. Sie profitieren besonders von Amaranth, wenn Sie
- starke Blutungen haben und zusätzliches Eisen benötigen,
- in den Wechseljahren sind, dann tut der Kalziumgehalt Ihren Knochen gut - insbesondere wenn Sie nicht viel Milch trinken,
- sich vegetarisch ernähren oder Veganerin sind, denn dann brauchen Sie besonders hochwertiges Eiweiß aus pflanzlicher Nahrung und viel Eisen, das normalerweise im Fleisch steckt,
- zu den Menschen gehören, die vorwiegend geistig arbeiten - denn Lysin und Lecithin bringen Ihrem Gehirn Kraftnahrung und Magnesium wirkt sich wohltuend bei Stress aus,
- an Magnesiummangel leiden und oft Wadenkrämpfe haben oder einen erhöhten Magnesiumbedarf aufweisen wie Stillende, Schwangere, Kinder, Jugendliche, Stressgeplagte als auch Sportler,
- unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden und mehr Magnesium brauchen - denn dieses verbessert Ihre Herzleistung, senkt die Blutfette, hemmt die Gerinnungstendenz und schützt das Herz vor Krämpfen,
- älter sind, dann können Sie mehr Kalzium für Ihre Knochen vertragen - außerdem bringt Lysin Ihre grauen Zellen auf Trab,
- sehr viel Sport treiben, weil Sie außer Magnesium mehr hochwertiges Eiweiß brauchen und die Kohlenhydrate aus dem Korn Ihrem Stoffwechsel schnell zur Verfügung stehen.
Amaranth bietet besonders hochwertiges Eiweiß
Wie hochwertig ein Eiweiß ist, bemisst sich an seinem Anteil an essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Das hochwertigste Eiweiß steckt im Hühnerei. Darauf folgt das Eiweiß von Fleisch. Die meisten pflanzlichen Eiweiße sind biologisch nicht so hochwertig wie tierisches Eiweiß, was bei einer vegetarischen Ernährung zum Problem werden kann. Zum Vergleich: Kartoffel-Eiweiß hat eine biologische Wertigkeit von 59 Prozent, das Eiweiß aus Rindfleisch 83 Prozent. Mit 75 Prozent rangiert Amaranth noch vor dem Fisch-Eiweiß mit 70 Prozent. In 100 g Amaranth stecken 14 bis 16 g Protein (zum Vergleich: 100 g Reis enthalten 7,6 g). Amaranth hat vor allem einen hohen Anteil an der essenziellen Aminosäure Lysin, die als Superenergie für das Gehirn gilt.
Die Inhaltsstoffe von Amaranth können Ihnen bei vielen Beschwerden helfen
Die Samenkörner sind glutenfrei und daher auch für Glutenallergiker eine wunderbare Nahrungsquelle. Das Gluten ist ein bestimmter Eiweißstoff, der in unseren gängigen Getreidesorten enthalten ist und bei einigen Menschen Unverträglichkeiten auslöst.
Damit reißen die guten Nachrichten über das Inka-Korn jedoch nicht ab: Es enthält auch noch eine Menge mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die als Herzschutz gelten. Sie machen zwei Drittel des Fettgehaltes der Amaranth-Körner aus. Das ist wichtig für all diejenigen, die ihren Blutfettspiegel unter Kontrolle halten müssen. Kohlenhydrate hat Amaranth zwar nicht so reichlich vorzuweisen, dafür sind sie aber besonders leicht verdaulich.
Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen Amaranth
- chronische Müdigkeit
- Erschöpfung
- Nervosität
- Kopfschmerzen und Migräne
- Schlafstörungen
- Darmträgheit
- vorzeitiges Altern
- saurer Magen und saures Aufstoßen
- angeschlagene Atemwege
- Abwehrschwäche
Die positiven Wirkungen werden ebenso dem Vitamin-E-Gehalt wie den Vitaminen des B-Komplexes zugeschrieben. Spektakulär ist jedoch auch der Anteil von Mineralien und Spurenelementen - insbesondere Eisen, Kalzium und Magnesium.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Lilianne Zimmermann (30.08. 2010 16:16 Uhr):
Und wo bekomme ich das AMARANTH ?
Antworten- Antwort von ELISABETH TROBITS (01.09. 2010 09:46 Uhr):
Wo bekomme ich dieses Amaranth?
- Antwort von ELISABETH TROBITS (01.09. 2010 09:46 Uhr):
- Kommentar von Uwe Becker (30.08. 2010 16:51 Uhr):
Wo kann man Amaranth erhalten?
Antworten - Kommentar von Reinhard Tewaag (30.08. 2010 17:00 Uhr):
Sehr geehrte Damen und Herren, bitte teilen Sie mir eine Bezugsquelle von Amaranth mit. Danke für Ihre Hilfe. Viele Grüße Reinhard Tewaag
Antworten- Antwort von Adrian Albert Wildbolz (31.08. 2010 13:53 Uhr):
bitte geben Sie mir die Bezugsquelle von Amaranth bekannt danke und mfG
- Antwort von Adrian Albert Wildbolz (03.09. 2010 14:38 Uhr):
Wo kann ich Amaranth in der Schweiz kaufen. Danke+mfG
- Antwort von Adrian Albert Wildbolz (31.08. 2010 13:53 Uhr):
- Kommentar von christine (30.08. 2010 22:52 Uhr):
super Komentar habe noch nie was von Amaranth gehört, ab wie nehme ich es ein und woher bekomme ich es ???
Antworten - Kommentar von Pia Hauser (30.08. 2010 22:56 Uhr):
Können Sie mir bitte mitteilen,wo man das Amaranth bekommt und was es kostet
Antworten
- Kommentar von martha staehli (31.08. 2010 10:59 Uhr):
Gibt es Kochrezepte? Wie kocht man Amaranth?
Antworten