MenüMenü

Trampolin: Hüpfspaß für draußen

Seit Jahren immer beliebter werden Trampoline, für die sich schon Kinder ab drei Jahren begeistern können. Natürlich machen Kinder in diesem Alter noch keine Riesen-Luftsprünge, doch fördert der federnde Untergrund allein beim Drüberlaufen auch bei ihnen schon Körperwahrnehmung, Balance und Koordination.

Bei größeren Kindern ab vier bis fünf Jahren, die dann richtig darauf springen und hüpfen, ergibt sich zusätzlich ein deutlicher Trainingseffekt für Muskelkraft und Ausdauer. Und so ganz nebenbei lassen sich auf dem Trampolin auch Wut und Aggressionen abbauen.

So kaufen Sie ein gutes Modell

Achten Sie beim Kauf eines Trampolins auf Folgendes, um die Unfallgefahr für Ihr Kind zu minimieren:

  • Geprüfte Qualität. Achten Sie auf das TÜV- bzw. GS-Zeichen. Der Stahlrahmen sollte stabil und nichtrostend sein. Das Sprungtuch sollte sicher im Zick-Zack vernäht sein.
  • Gebrauchsanweisung. Dem Trampolin sollte eine Gebrauchsanweisung beiliegen. Beachten Sie die Aufbauanleitung und Details.
  • Gepolsterte Abdeckung. Das Randgestänge und die Federn sollten abgedeckt sein, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Sicherheitsnetz. Damit Ihr Kind beim Springen nicht herunterfällt, ist unbedingt ein Netz zu empfehlen.

Mein Tipp: Achten Sie darauf, dass die Sprungfedern des Trampolins nicht zu kurz sind. Je länger die Federn, desto weicher federt das Trampolin. Für ein komplett ausgestattetes Gartentrampolin mit Leiter und Sicherheitsnetz müssen Sie etwa 300 bis 400 Euro ausgeben.

Springen, aber sicher!

Auch bei der Aufstellung des Trampolins sowie bei dessen Benutzung gibt es einiges zu beachten:

  • Standort. Stellen Sie das Gerät nur dort auf, wo weder Bäume, Hecken, Zäune, Gartenhütten oder andere Hindernisse in der Nähe sind (Verletzungsgefahr!).
  • Verankerung. Damit das Trampolin gut steht, muss es sicher im Boden verankert sein. Überprüfen Sie regelmäßig die Verankerung, die Federn und die Verbindungsstücke des Trampolins. Kontrollieren Sie es regelmäßig auf Schäden und Defekte.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht bei Regen oder Schnee springen (Rutschgefahr!). Schützen Sie das Trampolin vor Wettereinflüssen und decken Sie es ab.
  • Bleiben Sie in der Nähe, wenn Ihr Kind springt. Es sollte nicht unbeaufsichtigt auf dem Trampolin sein!
  • Es sollten nicht mehrere Kinder gleichzeitig springen. Lassen Sie Ihr Kind auch nicht zusammen mit größeren Geschwistern oder mit Erwachsenen springen.

Erste Hopser auf dem Trampolin

Damit Ihr Kind sich langsam an den federnden neuen Untergrund gewöhnen kann, sollte es erst einmal ein wenig auf dem Sprungtuch herumrollen oder -krabbeln. Um ihm das Krabbeln schmackhaft zu machen, obwohl es vielleicht schon hüpfen will, können Sie ein paar weiche Schaumgummibälle auf das Sprungtuch legen. Geben Sie Ihrem Kind eine Stofftasche und bitten Sie es, die Bälle einzusammeln.

Mein Tipp: Springt Ihr Kind sehr unkontrolliert und wild umher (z. B. bei schlechter Körperkoordination oder Hyperaktivität), und lässt es sich nicht bremsen, hilft ein kleiner Trick: Ziehen Sie ihm Schwimmflossen an. Sie verhindern hohes und unkontrolliertes Springen und geben ihm mehr Stabilität.

 

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Barbara Reinhard Polk schrieb am 19.05.2010, 20:09 Uhr

    Ein Trampolin ist nicht nur was für Kinder, ich besitze seit fast drei Jahren ein Trampolin der Fa. Bellicon, auf dem ich fast täglich 20 Minuten schwinge. Ich kann es nur jedem empfehlen. Meine Koordination, meine Muskelkraft, mein Gewicht haben sich positiv verändert. Ich habe keine Rückenschmerzen mehr und trotz beginnender Gonarthrose macht mir das Schwingen keinerlei Probleme. Da man die Füße des Trampolins wegklappen kann, gibt es auch kein Platzproblem falls man es nicht immer stehen lassen kann. Mit freundlichen Grüßen Barbara Reinhard-Polk

  • Angela Weber schrieb am 20.05.2010, 12:10 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schmelz, Als Sportlehrerin bin ich ein wenig über Ihre Ermunterung überrascht Kleinkinder mit 3 Jahren auf einem Trampolin springen zu lassen. In meiner Ausbildung hatte ich gelernt, dass der Körper eines Kindes für derart grosse Belastungen Rückstoss und Beschleunigung noch nicht stark genug sei. Die Bänder, Gelenke und das ganze Skelett seien noch zu schwach. Uns wurde gesagt, wir sollten Trampolin nur in geringem Masse in den Sportstunden einbauen. Stimmt das nicht? Beste Grüsse, A. Weber