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Grundlagenwissen zum Thema Sportlernahrung

Bei extremer körperlicher Beanspruchung werden die persönlichen Leistungsgrenzen bei einseitiger und energiearmer Ernährung schnell erreicht. Ausdauer und Konzentration werden gemindert und es kommt unter Umständen zu Muskelkrämpfen oder Schwächeanfällen. Die Nahrungsmittelindustrie entdeckte den Sport als Markt für sich und bietet Eiweißpulver als Muskelmacher, Elektrolytgetränke und Power-Riegel für gestresste Manager an. Doch Sportlerernährung muss nicht aus Elektrolyt-, Vitamin- und Mineralstoffpülverchen bestehen. Ganz im Gegenteil: Es gibt keine Studien darüber, wie weit diese Wirkstoffe in isolierter Form vom Körper so gut verwertet werden können wie bei der Aufnahme über Lebensmitteln, in denen sie von Natur aus vorkommen.

Für den Breitensportler sind Pillen überflüssig

Wenn Ihr Sportpensum bei drei Trainingseinheiten pro Woche mit einer Dauer von einer Dreiviertelstunde liegt, können Sie Ihren Energiebedarf durch ausgewogene Ernährung problemlos decken. Wenn Sie während des Sports Energie brauchen, essen Sie mit Bedacht. Die schnellen Energielieferanten wie Müsliriegel oder Traubenzucker stellen zwar sofort Energie zur Verfügung, allerdings nur kurzzeitig. Deshalb sind sie nur sinnvoll während kurzer Pausen bei starker körperlicher Belastung und als schnelle Energielieferanten bei Unterzuckerungen. Obst (z. B. Orangen oder Bananen) eignet sich hervorragend, um notwendige Energie während des Sports zuzuführen, ohne den Magen unnötig zu belasten.

Wenn Sie ausdauernd auf Energiereserven zurückgreifen wollen, bevorzugen Sie in ihrer täglichen Ernährung komplexe Kohlenhydrate wie Müsli, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Gemüse und Vollkornbrot. Diese sichern einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel und Sie als Sportler bleiben länger fit. Auch nach dem Sport stellt eine solche kohlenhydratreiche Kost sicher, dass man schnell wieder fit und leistungsfähig wird. Darüber hinaus werden so die Glykogenspeicher wieder aufgefüllt. Dieser Gesichtspunkt ist übrigens auch ein Grund, warum Sie die Kohlenhydrate dem Fett als Energielieferant vorziehen sollten: Fettreiche Kost beeinträchtigt die körperliche Leistungsfähigkeit, weil sie die Glykogenspeicherung in den Muskeln verschlechtert. Eine Kost, die reich an komplexen Kohlenhydraten ist, liefert darüber hinaus viele Vitamine und Mineralstoffe. Das macht Vitamin- und Mineralstoffpillen überflüssig. Der regelmäßige Verzehr von Vollkorngetreideprodukten, Obst und Gemüse bietet eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Vitaminen und Mineralstoffen.

Lassen Sie Sportlernahrung getrost im Regal stehen

Kraftriegel, Energie-Drinks und ähnliche spezielle Nahrungsmittel für Sportler findet man mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Dabei können Freizeitsportler gut auf diese Extra-Lebensmittel verzichten. Vielmehr sollten Sie sich mit einer ausgewogenen Ernährung fit halten, die mindestens zur Hälfte aus Obst, Getreideprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln besteht. Auch die Sportlerdrinks brauchen Sie nicht, wenn Sie Ihren Sport nicht professionell betreiben. Es reicht normales Wasser oder Apfelschorle im Verhältnis 1/3 Apfelsaft, 2/3 Wasser. Erst wenn Sie einen größeren Wettkampf bestreiten, sollten Sie diese Nahrung dabei haben, da die enthaltenen Kohlenhydrate für einen schnellen Energiekick sorgen, den Sie unterwegs brauchen.

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