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Jonglieren lernen ab 50

Körperliche Koordination bringt Ihr Gehirn in Schwung und fördert zahlreiche geistige Leistungen wie Ihre sprachliche Ausdrucksleistung und die Konzentration. Jonglage ist erstaunlich schnell und einfach erlernbar, in jedem Alter. Es kommt dabei nicht auf Talent an, sondern Übung ist die Zauberformel.

Wenn Sie regelmäßig mit Bällen jonglieren…

  • trainieren Sie Ihre räumliche Vorstellungskraft. Denn die zyklischen Armbewegungen aktivieren das räumliche Denkvermögen.
  • fördern Sie Ihre Koordination und Konzentration.
  • verbessern Sie Ihr Selbstbewusstsein.
  • optimieren Sie das Zusammenspiel Ihrer Gehirnzellen und überbrücken die Grenze der beiden Hirnhälften. Das erleichtert komplexe Denkprozesse.
  • verbessern Sie Ihre Sprachleistung. Durch regelmäßiges Üben können Sie Ihre verbale Ausdrucksfähigkeit um bis zu 60 Prozent steigern.

Der richtige Einstieg

Am besten geeignet sind Jonglierbälle (3er-Set etwa 25 € im Spielzeughandel), aber auch zusammengerollte Socken lassen sich verwenden. Zu leichte Gegenstände wie etwa Papierkugeln sind für Anfänger eher ungeeignet. Beim Jonglieren sollten Sie entspannt gerade stehen und geradeaus schauen. Bewegen Sie sich möglichst wenig (jagen Sie nicht den Bällen hinterher).

Genug der Theorie: Nehmen Sie einen Ball in eine Hand und stellen sich vor eine Wand, etwa einen Schritt entfernt (weil die Bälle beim Anfänger immer die Tendenz haben, nach vorn wegzufliegen). Mit der Wand gewöhnen Sie sich schneller daran, sie wirklich senkrecht nach oben zu werfen. Nur dann kann man sie gut fangen.

Zusätzliche Jonglage-Tipps

  • Konzentrieren Sie sich anfangs in erster Linie auf’s Werfen, dann auf’s Fangen: Klappen die ersten Versuche noch nicht, sollten Sie sich auf die Würfe konzentrieren und die Bälle zu Boden fallen lassen.
  • Fangen Sie die Bälle bewusst auf Höhe des Bauchnabels, nicht darüber. Je geringer die Höhe des Wurfes, desto schneller müssen Sie jonglieren.
  • Ideal sind fünf bis zehn Minuten am Tag oder zweimal drei bis fünf Minuten mit längeren Pausen dazwischen.

Jonglieren: Entspannt und fit im Kopf in 3 Schritten

Schritt 1: Übung mit einem Ball

Halten Sie Ihre Unterarme waagerecht, als ob Sie ein Tablett halten würden. In der einen Hand tragen Sie einen Ball, den Sie in die andere Hand werfen. Die Flughöhe des Balls reicht ungefähr bis Stirnhöhe. Der Ball sollte dabei nicht zu Ihnen hin und nicht von Ihnen weg fliegen. Versuchen Sie, einen gleichmäßigen Bogen von links nach rechts und wieder zurück zu werfen, bei dem die Entfernung zu Körper und Wand gleich bleibt. Nach etwa 20-mal funktioniert das in der Regel schon gut.

Schritt 2: Die erste Übung mit zwei Bällen

In jeder Hand halten Sie einen Ball. Werfen Sie zunächst den in der rechten Hand befindlichen Ball in schönem Bogen hoch. Sobald er auf dem Bogenhöhepunkt angekommen ist, werfen Sie den anderen Ball. Dieser beschreibt denselben Bogen wie der erste. Beide Bälle müssen natürlich gefangen werden. Nach 20 bis 30 Wiederholungen kann das schon funktionieren.

Bitte nicht so: Sie werfen einen Ball in hohem Bogen und übergeben den anderen einfach in die zweite Hand. Es zählt der saubere Bogenwurf von beiden Seiten.

Schritt 3: Übung mit drei Bällen

Nach Tagen der Übung, wenn Übung 2 immer flüssiger funktioniert, können Sie den dritten Ball hinzunehmen. Sie halten in einer Hand zwei und in der anderen Hand einen Ball. Werfen Sie von den zwei Bällen denjenigen los, der vorn in der Hand liegt. Der zweite Ball in dieser Hand rutscht danach automatisch nach vorn. Ist der geworfene Ball auf dem Bogenhöhepunkt angelangt, werfen Sie den Ball aus der anderen Hand (in der nur ein Ball war). Fangen Sie mit dieser Hand den zuerst geworfenen Ball auf. Befindet sich der zweite Ball am Höhepunkt seiner Flugkurve, werfen Sie Ball Nummer drei.

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