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Bauchtanz - so entfaltet er seine enorme therapeutische Wirkung!

Geschichte des Bauchtanzes

Der Bauchtanz (auch orientalischer Tanz oder arabisch raqs sharqi) ist eine aus dem Orient stammende Tanzform zu arabischer oder türkischer Musik. Die Tänzerinnen und Tänzer führen ihre Kunst in speziellen Kostümen auf.

Ursprünglich bezog sich die Bezeichnung auf den im ägyptischen Stil vorgetragenen Solotanz, mittlerweile verwendet man den Begriff im weiteren Sinne. Meistens führen Frauen den Bauchtanz auf, auch wenn es vereinzelt männliche Tänzer gibt.

1893 wurde der orientalische Tanz erstmals auf der Weltausstellung in Chicago einem breiteren westlichen Publikum vorgestellt. Anschließend verbreitete er sich im Zuge von Kolonisation und Orientalismus in den USA und in Europa.

Dort sehen die Menschen den Tanz ebenso wie in seinen Heimatländern als Kunstform und Freizeitbeschäftigung an. Der ägyptische, der türkische und der libanesische Stil gelten als drei Hauptrichtungen des orientalischen Tanzes.

Die verschiedenen Darstellungen zeigen prägnante Unterschiede auf, die Kenner sofort bemerken. In der Türkei bevorzugen die Künstler instrumentale Musik, während arabische Tänzerinnen mit ihren Bewegungen oft die im Liedtext enthaltene Geschichte nacherzählen.

Das verwendete Kostüm hängt von der Art des Tanzes ab: Ein typisches Bauchtanzkostüm besteht aus einem besticktem Büstenhalter und einem mit Fransen besetzten Gürtel, den die Tänzerinnen über ihrem Rock tragen. Dagegen gehört zu einem Kostüm für ägyptische Bauerntänze ein bodenlanges, gerades Kleid. Als typische Accessoires gelten Schleier, Säbel und Kerzentabletts.

Seine Wirkung auf den Körper

Während beim Bauchtanz der gesamte Körper zum Einsatz kommt, liegt der Schwerpunkt der Bewegungen auf Hüfte, Becken und Bauchmuskulatur. Somit gilt er als eine wunderbare Möglichkeit, auf amüsante Weise Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken.

Der orientalische Tanz verbessert außerdem die Beweglichkeit vor allem im unteren Lendenwirbelbereich und hält den Körper auf sanfte Weise fit. Mittlerweile hat man im Westen erkannt, was im Orient lange bekannt war: Bauchtanz stellt eine Möglichkeit dar, ohne die Gabe von Medikamenten den Geburtsvorgang zu beschleunigen und zu erleichtern.

Demzufolge gibt es immer häufiger Kurse für werdende Mütter, die klassische Geburtsvorbereitungskurse wirkungsvoll ergänzen. Bauchtanzübungen wirken sich allgemein positiv auf alle Organe im Bauchraum aus (sehr hilfreich bei gynäkologischen Problemen!).

Für den Stuhlgang förderlich ist der sogenannte Sonnenkreis: Stellen Sie sich entspannt hin und bewegen Sie das Becken im Uhrzeigersinn in einem großen Kreis um die eigene Achse. Locker und ohne Anstrengung, aber mit einer gewissen Ausdauer.

Das sind die positiven Wirkungen des Bauchtanzes:

  • Er erhöht die Sauerstoffzufuhr in Ihrem gesamten Organismus.
  • Er stärkt Ihre Kondition (vorausgesetzt Sie tanzen regelmäßig).
  • Die besonderen Tanzbewegungen straffen Ihr Bindegewebe.
  • Das bewusste An- und Entspannen einzelner Muskelpartien schenkt Ihnen eine bessere Körperkontrolle und löst Verspannungen.
  • Er schmiert Ihre Gelenke.
  • Sie können Ihre Bewegungen besser koordinieren.
  • Ihre Körperhaltung bessert sich, Ihre Bewegungen werden fließender, Ihre Ausstrahlung wird sinnlicher.
  • Ihre Verdauung kommt auf Trab.
  • Rückenschmerzen werden gelindert.
  • Menstruations- und Wechseljahrsbewerden können Sie einfach weggetanzen.
  • Und nicht zuletzt macht das Tanzen Spaß!

Probieren Sie aus, ob orientalischer Tanz Ihnen Spaß macht

Wenn Sie es zu Hause einmal ausprobieren wollen, ob Ihnen Bauchtanz liegt, brauchen Sie zunächst nur eine CD mit orientalischer Musik, bequeme Kleidung und ein schönes Tuch, das Sie sich um die Hüften schlingen können. Es soll Ihnen helfen, sich auf Ihre Mitte zu konzentrieren.

Versuchen Sie es einmal mit dieser Übung, am besten vor einem Spiegel:

  • Ihre Füße stehen parallel hüftbreit auseinander.
  • Gehen Sie leicht in die Knie und verlagern das Gewicht auf Ihre Füße.
  • Spannen Sie Bauch-, Beckenboden- und Pomuskeln so an, dass sich Ihr Becken leicht nach vorne aufrichtet. Hals und Oberkörper werden gestreckt.
  • Nun lassen Sie die Muskeln wieder locker, dabei kippt Ihr Becken wieder nach hinten.
  • Dann spannen Sie die Muskulatur wieder an. Machen Sie diesen Wechsel so oft Sie können und achten Sie dabei darauf, dass Sie Ihre Knie nicht bewegen und der Oberkörper gerade bleibt.
  • Kippen Sie nun die rechte Hüfte nach oben, dabei strecken Sie ihr rechtes Bein und beugen das linke. Ihre Hüfte wippt dabei nach oben. Der Oberkörper bleibt gerade.
  • Jetzt kombinieren Sie das Beckenkippen mit dem Hüftwippen.
  • Lassen Sie Ihre Bewegungen zu einer fließenden kreisenden Bewegung werden. Becken und Hüften kippen dabei nach links, rechts oben und unten. Die Kraft für den seitlichen Schwung holen Sie sich aus den Knien. Lassen Sie die Fersen auf dem Boden. Bei der Vorwärtsbewegung spannen Sie Ihre Bauch- Beckenboden und Pomuskeln an, beim Schwung nach hinten lassen Sie wieder locker. Machen Sie dabei ein ganz leichtes Hohlkreuz.
  • Wenn Ihnen das gelingt, versuchen Sie die Richtung Ihres Hüftschwungs zu wechseln. Einmal geht es rechts herum, einmal links herum.

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