Rotkohl schützt Sie vor Krebs
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18. September 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
In der Volksmedizin gilt Rotkohl als Heilmittel für alles, was mit dem Blut zusammenhängt etwa Krampfadern oder Venenentzündungen. Die heutige Ernährungsmedizin sieht Rotkohl eher als ein Nahrungsmittel an, das einen hohen Krebsschutzfaktor mit bringt. Der Stoff Sulforaphan aus Rotkohl und anderem Wintergemüse hemmt das Wachstum von Brustkrebszellen in spätem Stadium. Er greift offenbar in den Zellzyklus ein und verringert die Vergrößerung des Tumors. Vermutlich stört der sekundäre Pflanzenstoff die Teilung des Zellkern, so die Wissenschaft von der Universität von Illinois, die zu diesen Ergebnissen kamen. Sie stellten fest dass Sulforaphan Krebszellen innerhalb weniger Stunden dazu bringt, das Wachstum einzustellen - selbst wenn die Wucherung schon weiter fortgeschritten ist. Sulforaphan steckt außer in Rotkohl in Weiß-, Grün-, und Blumenkohl, in Brokkoli, Kohlrabi, Radieschen, Senf Meerrettich und Kresse. Der heilende Pflanzenextrakt wird beim Kauen freigesetzt.
Rotkohl enthält:
- mehr wertvolle Aminosäuren als Weißkohl
- wenig Natrium, dafür aber viel herzfreundliches Kalium
- Kalzium
- Eisen
- Kupfer
- B-Vitamine
- Provitamin A
- Vitamin C
- den sekundären Pflanzen- und Farbstoff Anthocyan, der vor Krebs schützt
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von KARSTEN PÜHL (18.09. 2009 06:44 Uhr):
Hallo Sylvia! Diesen Beitrag finde ich super! Mich würde noch interesieren, ob es besser ist den Rotkohl roh oder gekocht zu essen, damit er seine heilenden Substanzen freisetzt. ganz lieben Dank fuer Ihre wöchentlichen Beiträge, die ich jedes Mal interessiert lese! Leider lebe ich in Mexico, sodass ich nicht an Ihrem Kongress teilnehmen kann und auch Ihre andern Artikel nicht so nutzen kann, wie es mir lieb wäre.. Besten Dank und bis bald! Karsten P.S.: Falls Sie etwas über hiesige Pflanzen oder lebensgewohnheiten etwas wissen möchten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
Antworten