Rote Bete füllt Ihre Eisen- und Folsäurespeicher
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Rote Bete
vom 29. September 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Früher galt die Rote Bete als wichtiges Naturheilmittel, heute verbinden die meisten Menschen mit ihr nur langweilig eingelegte rote Scheiben oder den roten Heringssalat. Damit wird der Roten Bete unrecht getan, denn sie lässt sich vielfältig zubereiten und enthält eine Menge Vitamine und Mineralstoffe. Bei Spitzenköchen und Genießern ist die rote Bete wegen ihres sanft-erdigen, leicht säuerlichen Geschmacks beliebt. Die Russen lieben die roten Rüben - wie sie auch heißen - als Basis für ihr Nationalgericht, den Borschtsch. In Frankreich bevorzugt man sie als Teil von Rohkostplatten - allerdings in gekochtem Zustand. In Italien verwendet man sie für die verschiedensten Gerichte und zum Färben von Nudeln. Die Norddeutschen wissen die rote Bete im Labskaus zu schätzen, jenem Gericht, das so manchem Seefahrer während der langen Zeit auf dem Wasser den Magen gefüllt und mit wichtigen Nährstoffen versorgt hat. Ernährungsspezialisten empfehlen sie inzwischen auch wegen ihres hohen Nährstoffgehalts.
Die rote Bete gehört zu unseren wichtigsten einheimischen Gemüsepflanzen. Trotz ihrer Rübenform gehören die Knollen zur Familie des Mangolds. Zwar können Sie die Knollen das ganze Jahr über zu kaufen, aber jetzt kommt die frische Ernte auf den Markt. Sie werden von Ende September bis Ende November im Freiland geerntet. Die roten Beten sind nun besonders frisch und aromatisch. Doch sie lassen sich auch gut für den Winter einlagern.
Rote Bete wurde in der Volksmedizin lange als Mittel gegen Krebs empfohlen. Heute vermuten Forscher, dass der Inhaltsstoff Betazyanin, der für die rote Farbe verantwortlich ist, Zellveränderungen hemmen könnte. Rote Bete ist zudem eine gute Quelle für Folsäure. Dieses Vitamin schützt vor Herzleiden und Krebserkrankungen. Ungeborene Babys bewahrt Folsäure vor Fehlentwicklungen. Auch der Eisengehalt der Knolle ist erwähnenswert, wenngleich sich Rote Bete nicht mit Fleisch messen kann. Für Vegetarier und menstruierende Frauen ist sie auf jeden Fall eine gute Unterstützung für die Eisenspeicher.
Übrigens am nächsten Morgen auf der Toilette keine Panik: Rote Bete färben so stark - auch Darminhalt und Urin!