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Wichtiges zur Behandlung mit Ohrkerzen

Mit Ohrkerzen führen Sie im Grunde eine Ohrakupunktur durch

Vermutlich beruht die Wirkung der Ohrkerzen auf der Anwendung als Wärmespender und zum Druckausgleich. Sie wirkt über den äußeren Gehörgang auf die Zonen des lymphatischen Rachenrings und Teile des reticuloendothelialen Systems (RES).

Durch die Reize der Ohrkerzenbehandlung können Ohrakupunkturpunkte, welche normalerweise sehr schwierig zu behandeln sind, gut erfasst werden. Dies funktioniert über die Druckreizwirkung, die ähnlich wie der Kamineffekt entsteht.

Die Ohrkerze wird an einer Seite angezündet. Von unten wird Luft angesogen, die die Kerze zum Brennen braucht. Hierdurch entsteht ein Unterdruck im Ohr und damit verbunden ein Druckausgleich über die eustachische Röhre.

Ohrkerzen© Adobe Stock

Die Wärme und Druckreizwirkung wird auch über das Trommelfell auf das gesamte Mittelohr übertragen und von dort über die Hörknöchelchen in die Bereiche der Bogengänge, der Schnecke, bis hin zum cortischen Organ fortgeleitet. Somit werden auch das Gleichgewichtsorgan und die Hörfasern mit beeinflusst.

Die Einwirkungsmöglichkeiten auf den Rachenraum werden über die eustachische Röhre, vom Mittelohr aus, hergestellt. Dadurch wird eine Wirkung auf die Rachenmandeln und die Rachenlymphe erzielt. Kurzum, es werden alle mit dem Ohr verbundenen Organe, Nerven und die Lymphe mit erfasst.

Der lymphatische Rachenring, der mit seiner Schutzfunktion von großer Bedeutung für unsere Gesundheit ist, wird durch die gesetzten Reize angeregt. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden gefördert, die Entschlackung aktiviert und das Abwehrsystem gestärkt.

Des weiteren werden die Ausscheidungsprozesse und die Selbstheilungskräfte, welche zu einer besseren körperlichen und seelischen Harmonie führen, unterstützt.

So wenden Sie Ohrkerzen an

  • Wegen der Verbrennungsgefahr sollten Sie die  sicherheitshalber nicht allein anwenden. Lassen Sie die Behandlung von Ihrem Partner oder von einem Therapeuten durchführen.
  • Schützen Sie Haare und Kleider vor eventuell herabfallender Asche mit einem Tuch.
  • Zünden Sie die Ohrkerze am oberen Ende an und setzen Sie sie mit leicht drehenden Bewegungen in den Gehörgang. Wenn am unteren Ende der Kerze kein Rauch austritt und Sie das Knistern der Flamme hören können, ist die Kerze richtig aufgesetzt.
  • Entfernen Sie nach der Behandlung eventuell vorhandene Rückstände aus dem Ohr. Benutzen Sie dazu keine Wattestäbchen, da dabei immer die Gefahr besteht, dass Sie einen Teil der Ablagerungen unbemerkt noch tiefer in den Gehörgang drücken.
  • Behandeln Sie immer nacheinender beide Ohren.
  • Während der Behandlung sollten Sie sich vor Zugluft schützen. Am besten liegen Sie mit einer Wolldecke zugedeckt in bequemer Seitenlage. Für eine entspannende Atmosphäre sorgen leise Musik oder Duftöle.
  • Nehmen Sie sich nach der Behandlung circa 15 bis 30 Minuten Zeit, um sich auszuruhen.
  • Bei akuten Erkrankungen wird täglich eine Anwendung empfohlen, bei chronischen Erkrankungen drei Anwendungen pro Woche.

Eine Kombination aus „Kamin-effekt“ und Wärmewirkung

Hopi-Ohrkerzen sind etwa 20 cm lange Röhren (siehe auch Abbildung unten), die von Hand aus mit Bienenwachs getränktem Leinengewebe gerollt werden. Sie enthalten Honigextrakte und indianische Kräuter wie Salbei, Johanniskraut und Kamille.

Nach dem Anzünden wird die Ohrkerze senkrecht mit leichtem Druck vorsichtig in das Ohr gesteckt (etwa 1 cm tief). Beim Abbrennen entsteht im Ohr ein leichter Unterdruck.

Dieser „Kamineffekt“ soll fest sitzendes Ohrenschmalz beseitigen und eine Druckentlastung im Ohr sowie in den Stirn- und Nebenhöhlen bewirken. Abgesehen davon breitet sich bei der Behandlung eine angenehme Wärme im Ohr aus, die Sie als sehr entspannend empfinden werden.

Das sind die Anwendungsbereiche der Ohrkerzen:

  • Schnupfen- und Erkältungssymptome (verstopfte Nase, Druckgefühl im Kopf und in den Ohren, Hörbehinderung)
  • Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • akute und chronische Kopfschmerzen
  • Stresssymptome (Anspannung, Leistungsbeeinträchtigung, Schlaflosigkeit)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)

In diesen Fällen sollten Sie auf die Anwendung verzichten:

  • bei perforiertem Trommelfell
  • bei implantiertem Paukenröhrchen
  • bei akuten entzündlichen Erkrankungen (z. B. Mittelohrentzündung)
  • bei Hauterkrankungen im Ohr und im Gehörgang (z. B. Ekzeme, Pilzinfektionen)
  • bei allergischen Reaktionen nach der Anwendung

Ohrkerzen erhalten Sie in Apotheken, im Versandhandel und in einigen Reformhäusern. Ein Set (Zweier-Packung) kostet etwa 6 bis 8 €.

Neben den traditionellen Kerzen gibt es mittlerweile auch solche mit Duftölen (Weihrauch, Zeder, Eukalyptus, etc.). Diese sollten Sie nutzen, wenn Sie vor allem den beruhigenden Effekt der Anwendung auf sich wirken lassen möchten.

 

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