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Klangschalen 2

Die Musik war in den alten asiatischen Kulturen stets eine der angesehensten Wissenschaften. Schon sehr früh wurde ihre große Bedeutung für den Körper und den Geist der Menschen erkannt. Klangschalen und Zimbeln besitzen ganz besondere Qualitäten. Ihre beruhigende und entspannende Wirkung ist mehrfach überliefert. Und auf eben dieser Wirkung beruht auch die Klangschalentherapie.

Wo kommen Klangschalen her?

Das Verbreitungsgebiet der so genannten tibetischen Klangschalen erstreckt sich heute über den gesamten indischen Himalaja einschließlich Nepals. In Tibet selbst sind die Schalen heute kaum mehr zu finden. Dies ist nicht verwunderlich, da bei der Eroberung Tibets durch die rote Armee der Chinesen 1959 die meisten Tempel zerstört wurden und alles Wertvolle geraubt wurde. In dieser Zeit flohen viele 100.000 Tibeter ins angrenzende Indien und Nepal. Manche von ihnen konnten auch einige ihrer Besitztümer über die Grenze retten, darunter wohl auch Klangschalen. In drei der heutigen Bundesstaaten Indiens wurden die alten Klangschalen gefunden: Bengalen, Assam und Orissa. Bengalen ist vermutlich der Ursprungsort der Klangschalen überhaupt. Über den Gebrauch der Schalen in der tibetischen tantrischen Praxis wird nur wenig berichtet. Es wird vermutet, dass die Lehren um den Gebrauch der Schalen früher absichtlich geheim gehalten wurden. Nach der Besetzung Tibets sind große Teile des alten Wissens verloren gegangen.

Klangschalen können Sie erheitern, aber auch nachdenklich stimmen

Die vielfältigen Wirkungen, die Klangschalen auf uns Menschen haben, sind nicht verwunderlich. Sie beruhen auf der Resonanz, die zwischen uns und der Klangschale entsteht. Nach klassischer Vorstellung ist die Energie der Menschen in fünf oder sieben Zentren konzentriert, den so genannten Chakren. Jedes Chakra schwingt auf seiner eigenen energetischen Ebene, hat also eine eigene Resonanzfrequenz. Mit Hilfe von Klangschalen oder anderen Instrumenten ist es nun möglich, diese Schwingungen direkt oder indirekt zu beeinflussen.

Wenn Sie eine große Klangschale anschlagen und an den Brustbereich bringen, können Sie diese tiefe Schwingung körperlich spüren, Sie werden „bewegt“. Aber auch die höheren bis höchsten Frequenzen der Schalen haben eine direkte Wirkung auf die Chakren. Neben der direkten Wirkung über die Chakren wirkt die Klangschalentherapie natürlich auch über das Hörbewusstsein auf uns ein. Je nach unserer Gemütslage, nach der Art der Schale und wie auf ihr gespielt wird, kann uns eine Klangschale froh oder traurig und mitfühlend stimmen; sie kann uns anregen oder beruhigen, aber auch Tore zu Bereichen unseres Bewusstseins öffnen, die uns sonst verschlossen sind.

Eine Klangschalentherapie oder Klangschalenmassage kann helfen, blockierte Chakren zu öffnen und die Energie wieder frei fließen zu lassen. Blockierte Chakren können sich sowohl auf die Psyche als auch auf den Körper negativ auswirken. Sind dagegen alle Chakren geöffnet, fühlt man sich stark und gesund, frei, selbstbewusst und mit der Natur verbunden. Instinkte, Gefühle und Geist arbeiten dann harmonisch zusammen. Leider ist das bei den meisten Menschen nicht der Fall. Häufig sind mehrere Chakren blockiert oder überaktiv. Hier kann der gezielte Einsatz von Klangschalen helfen.

Klangschalentherapie in der heutigen Zeit

Die Welt befindet sich in ständiger Veränderung, heute rascher denn je. So ist es nicht zu vermeiden, dass wir mit alten Traditionen – wie z. B. dem Gebrauch von Klangschalen – heute etwas anders umgehen als es früher vielleicht getan wurde. Gerade in der heutigen Zeit ist es nötig, neue Wege zu gehen und unsere eigenen Methoden zu entwickeln, mit denen wir unsere innere und äußere Welt in Harmonie bringen können. Klangschalen sind hierbei ganz besonders schöne und wohltönende Wegbegleiter.

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