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Rhabarber - sauer macht gesund!

Bei Rhabarber handelt es sich um eine weit verbreitete Nutzpflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. In Europa wird Rhabarber seit dem 18. Jahrhundert angebaut. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Himalaja und gelange über Russland in den Westen.

Rhabarber besteht aus einem großen unterirdischen Teil. Diese knollenartigen Verdickungen bezeichnen Experten als Rhizome. Im Frühjahr treibt die Pflanze aus und bildet große Blätter mit dicken, fleischigen Blattstielen. Diese rötlich gefärbten Stiele stellen den nutzbaren Teil der Pflanze dar.

Botaniker zählen Rhabarber zu den Gemüsen. Die Zubereitung entspricht der von Obst. Rhabarber wir wegen seines säuerlichen Geschmacks geschätzt und eignet sich zur Herstellung von Kompott und Most. Rhabarberkuchen ist ebenfalls sehr beliebt. Die gekochten Stiele eignen sich auch als Beilage zu einem Hauptgericht.

Rhabarber nicht roh verzehren

Experten raten vom rohen Verzehr ab. Der Grund: Der Rhabarberstiel enthält den Stoff Antrachinon. Das Antrachinon sorgt für die rötliche Farbe der Stiele. Dieser Stoff regt die Darmbewegung an und wirkt abführend. Die Industrie nutzt Antrachinon zur Herstellung von abführenden Medikamenten.

Rhabarber bietet eine Vielzahl von Vitaminen und Spurenelementen, darunter die Vitamine A und C, sowie Kalium und Calcium. Der hohe Gehalt an Apfel und Zitronensäure verleiht dem Rhabarber seinen säuerlichen Geschmack.

Nierenkranke müssen vorsichtig sein

Rhabarber enthält Oxalsäure. Die hohe Konzentration stellt für Kinder und Menschen mit Nieren- und Gallenerkrankung ein Risiko dar. Die Oxalsäure im Rhabarber verringert den Calciumgehalt. Daher raten Experten den Risikogruppen vom Verzehr ab.

Jedoch brauchen Sie mit diesen kleinen Tricks die Oxalsäure nicht zu fürchten

Viele wussten wahrscheinlich bisher nur, dass die Spargelsaison Mitte Juni vorbei ist – dass es auch für Rhabarber einen „Ernte-Endpunkt“ gibt, dürfte einigen eventuell neu sein. Begründet liegt dieser Endpunkt in der Tatsache, dass in Rhabarber Oxalsäure enthalten ist.

Je später es im Jahr wird, desto höher steigt der Gehalt der Oxalsäure an. Im Körper wird sie dann umgewandelt zu Kalziumoxalat. Dieses ist nur schwer löslich, lagert sich daher oft in Nieren und in den Harnwegen ab. Gerade bei Kindern, aber auch bei Menschen mit Nierenschäden kann Kalziumoxalat zu Gesundheitsproblemen führen.

Allerdings wissen wir heute, dass es eigentlich unmöglich ist, zu viel Oxalsäure durch Rhabarber zu sich zu nehmen; auch bei später Ernte nach dem 24. Juni besteht zumindest für gesunde Menschen keine Gefahr.

Wissen Sie aber, dass Sie unter einem Kalziummangel leiden, sollten Sie etwas vorsichtig sein, denn Oxalsäure behindert noch zusätzlich die Aufnahme von Kalzium durch das Blut.

Sie können aber vor dem Essen die Menge der Oxalsäure reduzieren:

  • Die Säure befindet sich in den Blättern, aber auch in der Schale der Stiele. Daher sollten Sie die Blätter nicht verwenden, die Stiele gründlich schälen.
  • Wollen Sie Rhabarbergemüse zubereiten, sollten Sie den Rhabarber blanchieren. Dabei löst sich eine große Menge der Oxalsäure aus den Stangen und landet im Kochwasser, das Sie wegschütten sollten.
  • Trinken Sie immer ein Glas Milch zu Ihrer Rhabarber-Mahlzeit oder essen Sie Milchprodukte dazu. Das Kalzium, das in der Milch vorhanden ist, bindet einen Teil der Oxalsäure; diese gebundene Form kann dann nicht mehr vom Körper aufgenommen werden.