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Vitalstoffpräparate: Was müssen Sie bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beachten?

Sie möchten Ihre Gesundheit durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen. Was müssen Sie dabei beachten? Welche Vitalstoffe sollen Sie wann einnehmen? Ich werde Ihnen im Folgenden Ihre wichtigsten Fragen zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beantworten.

Ein Löffel voller Pillen© Maksim Shebeko - Fotolia

Ihre Fragen rund um die Vitalstoffeinnahme

  • Sind natürliche oder synthetische Vitalstoffe besser? Chemisch betrachtet sind natürliche und synthetische Vitalstoffe gleich. Sie haben auch die gleiche Wirkung – mit zwei Ausnahmen. Sowohl Vitamin E als auch Carotinoide sollten Sie als natürliche Vitalstoffe zu sich nehmen. Ihr Körper kann sie dann besser aufnehmen, die Bioverfügbarkeit ist höher.
  • Wann sollten Sie Vitalstoffe einnehmen? Am besten nehmen Sie die Präparate zu den Mahlzeiten. Über die Nahrung gelangt nämlich dann das Fett in Ihren Körper, das Sie zur Aufnahme von Vitamin E und A brauchen.
  • Wie schnell wirkt die Nahrungsergänzung? Vitalstoffe können Sie nicht mit einer Kopfschmerztablette vergleichen – sie wirken nicht innerhalb von einer halben Stunde. Vielmehr dauert es einige Wochen, manchmal sogar Monate, bis ein jahrelang aufgebautes Defizit ausgeglichen ist.
  • Kann es gefährlich werden, wenn Sie Vitalstoffe absetzen? Nein, Sie müssen keine Entzugserscheinungen befürchten. Allerdings sollten Sie bedenken, dass Ihrem Körper nun wieder weniger Vitalstoffe zur Verfügung stehen. Daher kann Ihr Stoffwechsel nicht mehr optimal funktionieren. Es ist also möglich, dass Sie im Laufe der Zeit weniger leistungsfähig sind. Vitamin-Mangelerkrankungen dagegen, wie Skorbut bei Vitamin-C-Mangel, treten äußerst selten auf.
  • Müssen Sie mit Komplikationen rechnen, wenn Sie Vitalstoffe und Medikamente einnehmen? In 99 % der Fälle kommt es nicht zu Komplikationen. Ganz im Gegenteil steigt Ihr Vitalstoffbedarf in den meisten Fällen, wenn Sie Medikamente einnehmen. So verzehnfacht Aspirin die Ausscheidung von Vitamin C. Viele Nebenwirkungen von Medikamenten beruhen sogar auf einem Vitalstoffmangel. Sie können medikamentös bedingte Kopf- und Nervenschmerzen verhindern, wenn Sie sich ausreichend mit Vitalstoffen versorgen. Sollte die Kombination aus Medikamenten und Vitalstoffen Schwierigkeiten verursachen, ist dies im Beipackzettel der Arzneimittel aufgeführt.
  • Welche Medikamente wirken sich wie auf die Vitalstoffaufnahme aus? Nicht nur Aspirin ist ein Vitalstoffräuber. Östrogene und Kortikoide verschlechtern die Verwertung von Vitalstoffen in Ihrem Stoffwechsel. Antibiotika schädigen Ihre Darmflora und verhindern so die Vitalstoffaufnahme im Darm. Blutfettsenker und Betablocker verhindern den Transport der Vitalstoffe in die einzelnen Körperzellen.
  • Welche Vitalstoffe brauchen Sie wirklich, und welche Kosten kommen auf Sie zu? Ich empfehle meinen Patienten fast immer eine Zufuhr von Magnesium. Hier weiß ich aus Erfahrung, dass die meisten Menschen einen Mangel haben. Ebenso ratsam ist es, dass Sie einen Vitamin-B-Komplex einnehmen. Dieser sollte auf jeden Fall bis zu 50 mg Vitamin B6, 400 µg Folsäure und 15 µg Vitamin B12 enthalten. Die Kosten dafür liegen – je nach Herkunft der Präparate – zwischen 25 Cent und 1 Euro pro Tag. Diese Investition sollte Ihnen Ihre Gesundheit auf jeden Fall wert sein.
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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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