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Restless Legs Syndrom: So hilft Naturheilkunde dagegen

Nicht jedes Restless Legs Syndrom muss medikamentös behandelt werden und viele Betroffene haben auch ohne jede Therapie immer wieder wochenlange Phasen der Beschwerdefreiheit. Probieren Sie daher zunächst die Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde aus, ehe Sie zur Chemie greifen.

Eine besondere Bedeutung in der Therapie der Restless Legs kommt der Anwendung von Eisenpräparaten zu. Eisen ist nicht nur für den Sauerstofftransport im Blut und für die Energiegewinnung der Zellen wichtig, es wird auch für die Herstellung von Dopamin benötigt. Wenn Ihr Eisenspeicherwert (Ferritin), den Ihre Arzt leicht durch eine Blutuntersuchung bestimmen kann, unter 50 Mikrogramm liegt, sollten Sie daher unbedingt den Vitalstoff zuführen. Entsprechende Präparate kann der Arzt Ihnen verordnen. Ein altbewährtes Mittel zur Verbesserung der Eisenwerte ist auch Kräuterblut® Floradix® (500 ml ab 13 €), das Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten.

Da Vitamin C die Aufnahme von Eisen ins Blut verbessert, sollten Sie zusätzlich Vitamin C in Form von Brausetabletten aus dem Drogeriemarkt zu sich nehmen. Vitamin B12 schützt die Nervenhülle und ist an der Bildung der Nervenbotenstoffe beteiligt. Starten Sie zunächst einen Versuch mit einem Vitamin-B-Komplex-Präparat. Eine noch höhere Wirkstofkonzentration erreichen Sie, wenn Sie sich den Vitamin-Komplex vom Arzt in Form von Spritzen verabreichen lassen.

Magnesium wirkt entspannend auf die Muskulatur und wird daher auch gegen nächtliche Wadenkrämpfe gegeben. Bei unruhigen Beinen sollten Sie jeden Abend vor dem Schlafengehen ein Magnesiumgranulat mit 300 mg des Vitalstoffs einnehmen.

Der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 bis 1898) war davon überzeugt, dass eine Mangelversorgung der Körperzellen mit Mineralsalzen zu Krankheiten führt. Mit den von ihm entwickelten Salzen kann dieses Defizit ausgeglichen und damit die Ursache der Beschwerden beseitigt werden.

Diese Schüßler-Salze helfen beim Restless Legs Syndrom:

  • Nr. 7 Magnesium D6 phosphoricum löst die Krämpfe in der Beinmuskulatur
  • Nr. 19 Cuprum arsenicosum D6 dient ebenfalls der Entkrampfung und wirkt den unfreiwilligen Zuckungen entgegen
  • Nr. 21 Zincum chloratum D6 lindert die Mißempfindungen in den Beinen und Füßen

Lassen Sie von diesen Salzen dreimal täglich drei Tabletten langsam im Mund zergehen. Von dem Salz Nr. 7 können Sie sich bei Bedarf auch eine sogenannte heiße Sieben (10-15 Tabletten in heißem Wasser auflösen) zubereiten und diese langsam und so warm wie möglich trinken.

Homöopathisch aufbereitetes Zink, Zincum metallicum, hat sich seit vielen Jahren in der Behandlung von unruhigen Beinen bestens bewährt, denn es bremst den ständigen Bewegungsdrang der Beine. Legen Sie dazu täglich einmal zwei Tabletten in der Potenz D12 trocken unter die Zunge. Wenn sich nach einer Woche keine Besserung zeigt, sollten Sie einen naturheilkundlichen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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