Nach einer Muskel- oder Bänderzerrung empfiehlt sich meist ein kalter Umschlag – mit Eis oder einem Kältegel – für die sofortige Behandlung, die ein bis drei Tage dauern sollte. Im Allgemeinen ist es angebracht, keine Wärme in Form von warmen Umschlägen anzuwenden, bis die Schwellungen und Blutergüsse zurückgegangen sind. Kalte Wickel eignen sich für die erste Hilfe, weil sie Schwellungen und Entzündungen herabsetzen.

Die Zellgewebe können beschädigt werden, weil Schwellungen und Entzündungen die Sauerstoffzufuhr zu angrenzenden Geweben vermindern. Kalte Umschläge verlangsamen den Stoffwechsel in den Zellen und erlauben Ihnen ein Überleben trotz vorrübergehen-dem Sauerstoffmangel. Das fördert die Erneuerung der Zellen und beschleunigt die Heilung.

  • Durch Kälte werden Blutgefäße verengt – Dadurch wird die Blutung gestillt.
  • Die Schmerzen werden gelindert – Kälte wirkt wie eine örtliche Betäubung.

Im Allgemeinen verschwindet der Bluterguss und die dazugehörige Entzündung innerhalb von drei Tagen. Um Muskelkrämpfe, kleine Verstauchungen und Zerrungen zu verhindern, hat es sich häufig bewährt, die kalten Umschläge alle vier bis sechs Stunden für jeweils 20 Minuten in den ersten beiden Tagen anzuwenden. Die in Drogerien und Apotheken erhältlichen Kältegele sind vermutlich besser geeignet als reines Eis, da langfristiger Hautkontakt mit Eis zu Gewebeschäden führen kann.

In einer späteren Phase des Heilungsprozesses können Sie Schmerzen besser mit Wärme bekämpfen. Wärme eignet sich meistens besser bei chronischen Schmerzen oder Muskelverspannungen.

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