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Hepar sulfuris - bei akuter eitriger Entzündung

Das homöopathische Mittel Hepar sulfuris ist in Deutschland auch als Kalkschwefelleber bekannt. Für die homöopathische Aufbereitung werden Austernschalenkalk und Schwefelblumen im Mörser zu einem feinen Pulver zermahlen und anschließend potenziert.

Hahnemann wendetete das Mittel hauptsächlich an, um die Nebenwirkungen von Quecksilber, das damals gegen viele Krankheiten verabreicht wurde, zu lindern.

Heute ist es eines der wichtigsten homöopathischen Mittel gegen Eiterungen aller Art. In niedrigen Potenzen fördert das Mittel die Reifung der Eiterbildung, sodass sich der Entzündungsherd öffnet und der Eiter abfließen kann. Hohe Potenzen werden dagegen angewendet, um die Eiterbildung zurückzudrängen.

austernschalen hepar sulfuris© Adobe Stock

Die Hauptanwendungsgebiete von hepar sulfuris:

  • Furunkel und Abszesse
  • Akne
  • Gerstenkorn
  • Mandelentzündung
  • Nagelbettentzündungen
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Bronchitis
  • Ohrenschmerzen

Typische körperliche Symptome:

  • Die Haut ist an den erkrankten Stellen sehr berührungsempfindlich
  • Schweiß und andere Absonderungen riechen säuerlich oder wie alter Käse
  • Splitterartige Schmerzen
  • Eiterbildung

Typische seelische Symptome:

  • Reizbarkeit
  • Ängstlichkeit
  • Jähzornig

Verbesserung der Beschwerden durch:

  • Wärme
  • Warmes Einhüllen
  • Warme Dampfbäder
  • Nach dem Essen

Verschelchterung der Beschwerden durch:

  • Zugluft
  • Berührung
  • Kalte Luft
  • Entblößen
  • Anstrengung
  • Kalte und trockene Luft
  • Lärm

Es reicht in der Regel die erste Anwendung, um festzustellen, ob das Mittel das Krankheitsbild verbessert. Nehmen Sie 5 Globuli der Potenz D12 oder D6.

Verbessert die erste Anwendung die Beschwerden, können Sie die Einnahme fortsetzen bis eine deutliche Besserung eintritt.

Unterscheiden Sie das Mittel von Silicea

Das Mittel ist sehr ähnlich mit Silicea, welches ebenfalls ein wichtiges Mittel bei Eitrigen Prozessen ist.  Es ist nicht immer ganz einfach, Hepar sulfuris von Silicea abzugrenezne. Bei beiden Mittel frösteln die Patienten, vertragen keine Kälte, haben das Verlangen, sich warum einzuhüllen und neigen zu Eiterbildung.

Wichtige Unterschiede sind jedoch, dass Hepar-sulfuris-Patienten äußerst reizbar sind und alle ihre Absonderung wie alter Käse riechen.

Lesen Sie hier  mehr über die Symptome bei denen Silicea helfen kann.