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Natürlich schön mit Naturkosmetik

In Naturkosmetik dürfen nur Wirkstoffe aus der Natur verarbeitet werden. Der Begriff Naturkosmetik steht seit einigen Jahren für Produkte, die aus natürlichen Stoffen hergestellt werden und der Körperpflege dienen. Spätestens seit die indische Heilkunst nach dem Ayurveda-Prinzip an Bekanntheit gewonnen hat, hat das Bewusstsein für natürliche Pflegeprodukte zugenommen.

Naturkosmetik Hildegard von Bingen© Adobe Stock

Die in der Naturkosmetik verarbeiteten Wirkstoffe müssen rein natürlichen Ursprungs und auf ihre Haut- und Umweltfreundlichkeit hin getestet worden sein. Die Pflege mit Naturkosmetik unterstützt die natürliche Schutzfunktion der Haut und ist damit eine besonders schonende und harmonisierende Art der Körperpflege.

Schon Hildegard von Bingen kannte zahlreiche Rezepte aus der Natur, mit der sie die körpereigenen Schutzmechanismen unterstützte. Bei der Naturkosmetik stehen die Hautverträglichkeit und der Schutz der körpereigenen Hautbarriere. Damit ist Naturkosmetik für jeden Hauttyp und jedes Alter geeignet.

Die Produkte aus dem Bereich der Naturkosmetik sind heute in vielen Bereichen des Einzelhandels erhältlich. Nicht nur Bioläden und Reformhäuser führen entsprechende Pflegemittel, vor allem Drogeriemärkte und Parfümerien haben eine große Auswahl im Sortiment.

Auch der Onlinehandel für Kosmetika auf Naturbasis boomt. In Onlineshops wie beim Ottoversand oder auf den Internetseiten von Drogerieketten und Reformhäusern können die Produkte in großer Vielfalt auch bequem von zu Hause aus bestellt werden, oder man informiert sich einfach über die Seiten zum Thema Naturkosmetik.

Der Markt für Naturkosmetik ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Aber halten die Produkte auch, was sie versprechen? Wie natürlich muss Natur sein und womit pflegen Sie Ihre Haut da wirklich?

Was ist drin in der Naturkosmetik?

Naturkosmetik nutzt die Kraft der Natur, um das Gleichgewicht der Haut aufrecht zu erhalten. Damit leistet Naturkosmetik einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden. Doch woraus darf Naturkosmetik bestehen? Grundsätzlich sind in den Produkten folgende Inhaltsstoffe enthalten:

  1. Fette und Öle aus Pflanzen
  2. Ätherische Öle
  3. Duftstoffe
  4. Farbstoffe
  5. Wachse
  6. Pflanzenextrakte
  7. Wasser
  8. Blütenwasser

Pflanzen und Mineralien bilden die Basis von Naturkosmetik.

All diese Inhaltsstoffe müssen der freien Natur entnommen werden oder aus garantiert biologischem Anbau stammen und dürfen nicht synthetisch hergestellt werden. Ebenfalls verboten in der Naturkosmetik sind Silikone und Paraffine.

Der Natur entnommen bedeutet, dass die verwendeten Stoffe aus Pflanzen oder Mineralien gewonnen werden, die in der Natur vorkommen. Auch tierische Präparate sind in manchen Produkten zu finden, allerdings nur sehr begrenzt und sie müssen auf der Verpackung extra ausgewiesen werden.

Auch für die Herstellung von Naturkosmetik gibt es feste Richtlinien, an die sich die Hersteller zu halten haben, damit ihre Produkte das Label „Naturkosmetik“ tragen dürfen. So sind beispielsweise Tierversuche mit Naturprodukten streng verboten.

Die PETA Deutschland e.V. hat eine Internetseite ins Leben gerufen, auf der sämtliche Unternehmen gelistet sind, die eine schriftliche Erklärung abgegeben haben, nach der sie bei der Herstellung ihrer Produkte vollständig auf Tierversuche verzichten.

Auch der Einsatz verschiedener Herstellungstechniken mithilfe radioaktiver Strahlen oder chemischer Zersetzungsprozesse dürfen bei der Produktion von Naturkosmetik gar nicht oder nur in genau definierten Ausnahmen eingesetzt werden.

Damit soll die Naturkosmetik nicht nur sanfter zur Haut sein, sondern auch die Umwelt schützen. Wichtig ist allerdings, beim Griff ins Regal genau zu prüfen, ob ein Produkt sich zu Recht mit dem Etikett der Naturkosmetik schmückt oder ob der schöne Schein trügt.

Im Zweifelsfall hilft nachfragen. Händler müssen sich über die Inhaltsstoffe und Verarbeitung der von ihnen angebotenen Produkte informieren und diese Informationen auf Nachfrage auch an den Verbraucher weitergeben.

Hautverträglichkeit von Naturkosmetik

Naturkosmetik wird, ebenso wie jede andere Form der Kosmetik, sorgfältig auf ihre Hautverträglichkeit hin überprüft. Durch die Verwendung rein natürlicher Inhaltsstoffe ist eine hohe Verträglichkeit mit allen Hauttypen gegeben.

Selbstverständlich kann es auch bei der Naturkosmetik zu Hautunverträglichkeiten und allergischen Reaktionen kommen, wenn beispielsweise eine grundsätzliche Unverträglichkeit gegenüber einem oder mehreren Inhaltsstoffen besteht. Die einzelnen im Produkt verarbeiteten Stoffe müssen deshalb auf der Verpackung ausgewiesen sein und sollten vor der Anwendung kritisch geprüft werden.

Im Gegensatz zu Produkten der herkömmlichen Kosmetikindustrie ist allerdings eine weitaus höhere Hautverträglichkeit zu erwarten, da Naturkosmetik beispielsweise vollständig auf den Zusatz hormoneller Stoffe verzichtet.

Gerade Inhaltsstoffe auf hormoneller Basis führen häufig zu Hautirritationen und Unverträglichkeiten, vor allem dann, wenn durch die Kombination verschiedener Produkte mit entsprechenden Zusatzstoffen eine relativ hohe Dosis erreicht wird.

Dieses Risiko kann mit der Verwendung zertifizierter Naturkosmetik ausgeschlossen werden, da die Verarbeitung hormoneller Stoffe in Naturkosmetik untersagt ist.

So kaufen Sie Naturkosmetik sicher

Kosmetika müssen in Deutschland strengen Prüfkriterien genügen, um zum Verkauf zugelassen werden. Ganz besonders gilt dies für Naturkosmetik. Wer beim Kauf von Naturkosmetik auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf ausgewiesene Händler und Prüfsiegel achten.

2001 wurde ein Prüfsiegel eingeführt, das kontrollierte Naturkosmetik auszeichnet. Das Prüfsiegel wird von der vom BDIH gegründeten International Organic and Natural Cosmetics Corporation (IONC GmbH) an Unternehmen vergeben, die ihre Produkte im Bereich Kosmetik und Naturkosmetik nach bestimmten Standards und Richtlinien herstellen und vermarkten.

Dabei werden nicht nur die Inhaltsstoffe der Produkte genau unter die Lupe genommen, sondern auch die Herstellungsverfahren und die Vermarktung. Wer den Anforderung des BDIH entspricht, darf seine Produkte künftig mit dem Prüfzeichen „BDIH-Standard“ für kontrollierte Naturkosmetik etikettieren.

Hinter dem Prüfsiegel steht der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V. (BDIH), eine Non-Profit-Organisation, in der Händler und Hersteller gemeinsam für die Einhaltung von Qualitätsstandards arbeiten. Insbesondere im Bereich Naturkosmetik arbeitet der Bundesverband eng mit verschiedenen europäischen Zertifizierungseinrichtungen zusammen. Mit dem eingeführten Prüfsiegel soll die Kontrolle der Herstellung und Vermarktung von Naturkosmetik auch weltweit umgesetzt werden.

Bienenhonig-Gesichtspackung

Gerade jetzt während der Heizperiode ist die Gesichtshaut oft trocken und spröde. Abhilfe kann da ein Schönheitsrezept der Heiligen Hildegard von Bingen schaffen.

Zutaten:

2 EL Honig

1 EL Quark

Erwärmen Sie den Honig im Wasserbad und rühren Sie den Quark darunter. Tragen Sie die Mischung auf Ihr gereinigtes Gesicht auf, lassen Sie sie eine halbe Stunde lang einwirken und waschen Sie sie dann warm ab.

Schöne Haut mit Heilerde

Was ist Heilerde?

Sie ist ein Gestein, genauer gesagt Löss, den Gletscher während der Eiszeit vor Jahrtausenden vor sich hergeschoben, gewalzt und zermahlen haben. So wurde es zu Pulver gerieben, in dem die Power der Erdkruste steckt: Neben Sauerstoff sind das Silikate, Spat, viele Mineralien und Spurenelemente wie Kieselsäure, Silizium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Natrium, Selen, Mangan und Zink.

Die Bezeichnung Heilerde dürfen in Deutschland nur bestimmte Erden führen. Die braune Erde der Firma Luvos ist nach den Regeln des deutschen Arzneimittelgesetzes geprüft und gilt als zugelassenes Heilmittel. Sie hat ein besonders hohes Säurebindungsvermögen, wird deshalb bevorzugt bei Sodbrennen und Magenproblemen empfohlen. Seit einem guten Jahr ist Bullrichs Heilerde auf dem Markt, die nicht als Arzneimittel-, sondern als Medizinprodukt eingestuft ist. Kaufen Sie Ihre Heilerde am besten in der Apotheke.

Achtung: Außerdem gibt es noch eine Reihe grüner Erden, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden und deshalb geringeren Qualitätskontrollen unterliegen.

So wird Heilerde angewendet

Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, muss Heilerde getrocknet, gemahlen, gesiebt und frei von Zusätzen sein. Dann wird sie mit kaltem oder warmem Wasser, Kamillentee, Essigwasser oder einer Heilkräuterabkochung zu einem streichfähigen Brei verrührt und aufgetragen (genaue Dosierungen entnehmen Sie den Packungsanweisungen).

Darüber kommt ein feuchtes Tuch, das wiederum mit einem trockenen Tuch überdeckt wird. Ist die Masse porös und bröckelig geworden, können Sie sie abwaschen. Bei eiternden und blutenden Wunden wird das Heilerdepulver trocken aufgetragen. Die Erde nimmt das abfließende Sekret, Bakterien und Zersetzungsprodukte auf, sie fördert die Bildung von heilungsfördernden Krusten und die bessere Durchblutung der Haut.

Die mineralischen Bestandteile der Heilerde sorgen dafür, dass sich das Hautgewebe rascher erholt. Auch Entzündungen der Haut heilen rascher ab.