Kochen Sie eine Tasse Dinkelkörner in drei Tassen Wasser zusammen mit je einer Tasse feingewürfelten Karotten, Fenchelgemüse, Sellerie, Bohnen und Kräutern. Nach 20 bis 30 Minuten seihen Sie die Brühe ab (wenn die Körper weich sind) und würzen diese mit Galgant und Quendel beziehungsweise Gartenthymian. Die Gewürze Galgant und Quendel empfahl Hildegard besonders gern.
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Das wichtigste zum Thema Hildegard von Bingen
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Rezepte
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Klostermedizin
Durch Hildegard von Bingen erfuhr die Klostermedizin um 1150 ihren Höhepunkt. Erfahren Sie hier, welche wertvollen Schätze sich hinter diesem Wissen verstecken.
Grundlagenwissen zum Thema Hildegard von Bingen
Hildegard von Bingen war eine christliche Mystikerin des Hochmittelalters und wirkte im heutigen Rheinland-Pfalz. Bis heute ist sie in Medizin und Religion bedeutsam, aber zu ihrer Zeit wirkte sie auch in Musik und Politik. Ihr Wissen soll aus göttlichen Visionen stammen.
Lebenslauf
Hildegard wurde 1098 als Tochter eines fränkischen Landadeligen bei Alzey geboren. Mit acht Jahren wurde sie als Oblatin (Bestimmung des Kindes zum Klosterleben) dargebracht und in religiöse Erziehung gegeben. Nach dem Tod ihrer späteren Lehrmeisterin Jutta von Spanheim, übernahm sie die Leitung der Gemeinschaft frommer Frauen auf dem Disibodenberg um 1136. Dreizehn Jahre später gründete sie ihr erstes Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen.
Visionsbücher und die Gründung eines zweiten Klosters
Schon in jungen Jahren soll Hildegard göttliche Visionen empfangen haben. 1151 schließt sie die Arbeit an ihrem ersten großen Visionsbuch ab, dem Scivias („Wisse die Wege“). Weitere Visionsbücher folgten Jahre darauf: Liber vitae meritorum („Buch der Lebensverdienste“), sowie Liber divinorum operum („Welt und Mensch“). Um 1165 gründete Hildegard ein zweites Kloster in Eibingen, wo sie auch nichtadelige Novizinnen aufnahm.
Tod und Heiligsprechung
Hildegard von Bingen verstarb am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg. Auch wenn sie schon zu Lebzeiten als Heilige verehrt wurde, blieben Verfahren zur Heiligsprechung bis 2012 wirkungslos. Am 10. Mai 2012 sprach Papst Benedikt XVI. sie heilig. Fünf Monate später, am 07. Oktober 2012, wurde Hildegard zur Kirchenlehrerin erhoben.
Wirken
Durch ihr starkes Selbstbewusstsein gelang es Hildegard von Bingen, ihre Interessen durchzusetzen. Sie galten sowohl ihrer eigenen Überzeugung als auch dem Durchsetzen politischer Ziele, z.B. bei der Bestattung eines begüterten Exkommunizierten. Auch musikalisch gesehen war Hildegard von Bedeutung. So enthält ihre Schrift „Ordo Virtutum“ 77 Lieder, die vermutlich zur Einweihung der Kirche im Kloster Rupertsberg entstanden.
Hildegard von Bingen Medizin
Eine besondere Rolle spielt Hildegard im Bereich der Medizin. Sie vertrat eine ganzheitliche Lehre, die die Gesundheit von Körper, Geist und Sinnen als voneinander abhängig betrachtet. Ihre medizinischen Schriften befassen sich mit der biologischen Umwelt und geben Anweisungen für die gesunde Lebensführung. Sie beschreiben Arzneien und Naturheilmittel, sowie Krankheitsursachen und Behandlungsmethoden. Hildegard hatte die Überzeugung, dass ein Mensch sich umso schlechter fühlte, je weiter er sich von Gott entfernte. Daher war das Ziel der Hildegard von Bingen Heilkunde, die Betroffenen zu heilen und wieder in die göttliche Ordnung einzufügen. Aktuelle Heilkunde basiert teilweise auf der Lehre der Benediktineräbtissin. Hildegard von Bingen Rezepte umfassen z.B. Herzwein, Gemüse-Fastensuppe oder Dinkelbrot.