MenüMenü

Aufgeklärte Mythen: Warum Milch so gesund für Ihren Körper ist

Milch ist eines unserer vollwertigsten Nahrungsmittel. Sie enthält die wichtigsten Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung.

3 gute Gründe für den Verzehr von Milch

  1. Das gesunde Getränk enthält hochwertiges Eiweiß und versorgt den Organismus mit Vitamin A und verschiedenen B-Vitaminen, die die Energieverwertung aus unserer Nahrung begünstigen.
  2. Sie enthält außerdem viel von dem für Knochen und Zähne so wichtigen Mineralstoff Kalzium. Schon etwas mehr als ein halber Liter deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Kalzium und hilft, der Osteoporose (Knochenerweichung) vorzubeugen.
  3. Und sie enthält Phosphor, was ebenfalls für den Knochenaufbau und -erhalt eine wichtige Rolle spielt, sowie Zink, das unter anderem am Aufbau vieler Enzyme maßgeblich beteiligt ist.

Mythos Milch: Diese Irrtümer sind nun widerlegt

Von Milchkritikern werden immer wieder einige Argumente ins Feld geführt, die leicht widerlegt werden können:

  • Der Erwachsene kann das Kalzium in der Milch gar nicht nutzen, deshalb schützt sie die Knochen gar nicht vor Osteoporose. Diese Behauptung wird durch alle Untersuchungen widerlegt. Sie können bis zur Hälfte des Kalziums aufnehmen.

    Hilfreich ist dabei das Vitamin D, das die Aufnahme von Kalzium im Darm fördert. Auch von Ihrem familiären Erbe und regelmäßiger Bewegung hängt es entscheidend ab, ob Sie osteoporosegefährdet sind oder nicht.

  • Wer zu viel Milch trinkt, riskiert, dass das Kalzium seine Adern verstopft. Das stimmt nicht. Die Arteriosklerose wird meist schon in der Kindheit angelegt.

    Substanzen wie Cholesterin setzen sich in den Gefäßen ab und bilden Plaques. Kalzium lagert sich erst viel später als Folge der Arteriosklerose an.Es gibt keinen Beweis, dass gerade Milchfett riskant ist. Es enthält sogar Fettsäuren, sie im Tierversuch das Risiko für die Plaquebildung senken konnten.

  • Chinesen und Japaner trinken fast keine Milch und haben viel seltener Osteoporose. In Asien wird tatsächlich weniger Osteoporose diagnostiziert. Das hat jedoch nichts mit der Getränkewahl zu tun. Die Menschen dort bewegen sich noch wesentlich mehr als wir.

    Zudem ist die Sonneneinstrahlung stärker, sodass in der Haut mehr Vitamin D gebildet wird als im „dunklen Norden Europas“. Seit einigen Jahren steigt jedoch die Zahl der Osteoporosefälle vor allem in den Städten. Hier rät man inzwischen dazu, ein Glas Milch täglich zu trinken. Die Landbevölkerung, die sich nach wie vor mehr bewegt, hat die stabileren Knochen.

  • Milch verschleimt den Körper. Sie hinterlässt im Mund ein schleimiges Gefühl, das bei einigen Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes unangenehm sein kann. Daraus jedoch zu schließen, dass der Darm verschleimt und dann keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann, ist wissenschaftlich nicht belegt.
  • Milch löst schwere Allergien aus. Bei Erwachsenen löst das gesunde Getränk kaum Allergien aus, sofern bei ihnen keine Laktoseunverträglichkeit vorliegt.

    Kinder bis zu zwei Jahren können allergisch auf das Milcheiweiß reagieren. Das Restrisiko können Sie senken, indem Sie möglichst solche mit natürlichem Fettgehalt und keine homogenisierte Milch verwenden. Bei diesem Verfahren wird das Produkt durch feine Düsen gedrückt, damit sich das Fett überall verteilt und sich kein Rahm absetzt.

Sofern Sie keine Milchzuckerunverträglichkeit haben, sollten Sie sich den gesunden Genuss von Milch nicht nehmen lassen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Elstrud Consoir schrieb am 20.04.2010, 10:27 Uhr

    Der Milchbeitrag ist doch wohl ein Hohn, genauso werden die Patienten in den Selbsthilfegruppen auf den Arm genommen. Lesen Sie bitte von Dr. Bruker: Der murks mit der Milch, dann schreiben Sie nicht solchen Schwachsinn. Wollen Sie die Menschen in die Osteoporose treiben? E.C. Heipraktikerin,Physiotherapeutin,Diplom-Gesundheitsreferentin

    • Behrens antwortete am 26.07.2012, 12:57 Uhr

      Liebe Frau Consoir, ihr aggressiver Stil ist erschreckend. In erster Linie sollten Sie erst mal an sich selbst arbeiten. Was den Artikel betrifft: Ich trinke durchschnittlich im Monat 20 ltr. Milch, esse viel Milchprodukte und das seit gut 50 Jahren. Fahre viel mit dem Rad (Elberadweg von Cuxhaven nach Dresden in 8 Tagen), spiele Squash, skate und laufe viel.Bin 63Jahre und fit. Der einzigste Schwachsinn ist ihr Kommentar zum Artikel "warum ist Milch so gesund" vom 20.4.10. Was Herrn Dr. Bruker betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden. Verdient ganz gut mit seinen Veröffentlichungen. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und legen Sie ihre Aggressionen ab, dass passt nicht zu ihrem Berufsbild. Schönen Tag. H.J. Behrens

    • Andrea Seeberg antwortete am 26.04.2013, 10:56 Uhr

      Liebe Frau Consoir, Sie sprechen mir aus der Seele. Dieser "Milchbeitrag" ist in der Tat ein Hohn!! Hier wurde nicht gründlich recherchiert und nur Werbung für die Milchindustrie gemacht. Sehr schade, denn es gibt reichlich seriöse wissenschaftliche Untersuchungen über die Auswirkungen den Milchkonsums auf unsere Gesundheit.

  • Veronika Thananan schrieb am 20.04.2010, 12:02 Uhr

    Nach 20 Jahren intensiver Studien habe ich entdeckt, dass meine Laktose-Intoleranz nur bei Milch aus der Flasche/Karton vom Geschäft zutrifft: frische Direktmilch kann ich glaeserweise trinken. Selbst gemachte Sauermilch und Topfen=Quark aus Frischmilch ist ebenfalls problemlos! Woran mag das liegen - wie wird die Milch fuer die Ablieferung zur Abfüllung fuer den Großmarkt verändert?

    • Marianne Schwegler antwortete am 22.04.2010, 16:51 Uhr

      Liebe Veronika, sehen Sie sich auf WDR Planet Wissen an, was mit unserer guten alten Milch geschied: Es werden Ihnen nicht nur die Augen aufgehen, es wird auch nachhaltig wirken. - MfG., M. Schwegler

  • Veronika Thananan schrieb am 20.04.2010, 12:06 Uhr

    Trotz Laktose-Intoleranz kann ich Frischkaese aus Ziegen- bzw. Schafmilch ohne Probleme und Nebenwirkung essen. Warum ist der Konsum von Speisen mit Kuhmilch fuer mich ein Problem, d.h. mit Blähungen bis zum Durchfall innerhalb von 30 Minuten verbunden?

  • Horst Simon schrieb am 20.04.2010, 17:56 Uhr

    Ich bin über Ihre Auslobung über die Kuhmilch sehr überrascht! Sicher ist Ihnen bekannt, dass es viele Milchallergiker gibt. Es kommt manchesmal zu dramatischen Reaktionen. Auch ich habe eine Milchunverträglichkeit, wobei nicht die Lactose sonder noch mehr das Milcheiweiss reagiert. Wann endlich wird auch von Ihnen darauf hingewiesen?

  • Marianne Schwegler schrieb am 20.04.2010, 20:52 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Dietmar Kowertz, gestern lief im WDR-Planet wissen ein sehr interessanter Beitrag über unsere Milch. Istzustand 2010. Schade, dass Sie ihn nicht vorher gesehen haben, das war die Aufklärung pur. - MfG, M. Schwegler

  • A Müller schrieb am 20.04.2010, 22:33 Uhr

    Sehr geehrter Dr. Dietmar Kowertz Sie haben einen interessanten Artikel über die Milch geschrieben. Ich kenne aber eine andere Sichtweise über die Milch der Supermärkte. Bitte lesen sie das Buch vom Dr. Bruker - Der Murks mit der Milch - Ich jedenfalls glaube dem Dr. Bruker mehr als der Industrie, die auch ähnliches schreiben, wie sie. Viele Grüße A.Müller

  • Barbara Wirth schrieb am 21.04.2010, 09:30 Uhr

    Wie so kann Milch gesund sein,sie ist doch so sterilliesiert,das kein richtiger Nährstoff mehr drin ist. Wenn sie sauer wird schmeckt sie ekelerregend,früher konnte man Sauermilch essen

  • Markus Engelhardt schrieb am 19.05.2010, 11:23 Uhr

    Ihr Artikel vernachlässigt völlig die Tatsache, dass Ostheoporose in Ländern mit exzessiver Milchwirtschaft und Verwertung wesentlich häufiger auftritt als z.B. in Asien,. wo kaum Milch verwertet wird. Warum sollte die Muttermilch eine fremden Spezies für den Menschen sein Leben lang so gut sein? Kein anderes Lebewesen trinkt Milch im Erwachsenenalter. Es ist einfach unnatürlich.