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Grüner Tee - die leckere und gesunde Alternative zum Schwarztee

Alte „Wundermittel“ wiederzuentdecken fällt oft nicht schwer. Versuchen Sie es und steigen Sie um auf grünen Tee – Medizin für Leib und Seele.

Kurze Geschichte des Tees

Wer glaubt, die Briten hätten ihn erfunden, der hat weit gefehlt. Bereits vor 5000 Jahren kultivierten die Chinesen den Teestrauch und entwickelten die Zeremonie. Durch einen glücklichen Zufall entdeckten sie den feinen Geschmack der getrockneten Teeblätter.

Der Legende nach wehte ein Windstoß Blätter in einen Kessel mit kochendem Wasser. So konnte der chinesische Kaiser Shen Nung zum ersten Mal den angenehmen Geschmack und die wohltuende Wirkung von Tee kosten. Heute baut man Tee in über 30 Ländern der Welt an und veredelt ihn zu vielfältigen Schwarz- und Grüntees.

So unterschiedlich wie die Länder, in denen Tee wächst, so unterschiedlich fallen seine Geschmacksausprägungen aus. Ähnlich dem Weinanbau entscheiden Klima und Bodenbeschaffenheit über den Geschmack.

Schwarzer Tee als Konkurrenz

Bei uns ist der schwarze Tee bekannter und wird wesentlich häufiger getrunken als der grüne Tee, zum Beispiel als Tee-Zubereitung „englischer Art“ (mit Milch und Zucker) oder als Ostfriesentee. Doch das war nicht immer so. Grüner Tee gilt als eigentliche Urform des Tees.

Eine Tasse mit Tee© gtranquillity – Fotolia

Lange Transportwege waren der Grund dafür, dass für den Export überwiegend schwarzer Tee gefragt war. Im Gegensatz zum grünen Tee überstand er den wochenlangen Transport nach Europa in den feuchten Lagerräumen der Segelschiffe wesentlich besser.

Sein Vorteil: Die Fermentation. Durch das Fermentieren der Teeblätter verhalten sich diese deutlich widerstandsfähiger. Sein Nachteil: Bei der Fermentation gehen dem schwarzen Tee wertvolle Inhaltsstoffe verloren. In China und Japan trinken die Menschen seit Jahrtausenden in erster Linie grünen Tee.

Forschungsergebnisse aus Ost und West belegen, dass regelmäßiges Trinken von grünem Tee der „Lebenspflege“ dient, wie die Chinesen sagen. Grüner Tee zeigt unbestritten Wirkung: Er hält jung und gesund.

Das kann Grüner Tee für Ihre Gesundheit tun

Seinen Namen verdankt der Grüntee der kräftig grünen Farbe, die er nach dem Aufgießen annimmt. Dabei werden seine Blätter von derselben Teepflanze (Camellia sinensis) geerntet wie auch die Blätter des schwarzen Tees. Ob Schwarz- oder Grüntee aus ihnen entsteht, entscheidet sich durch die Weiterverarbeitung nach der Ernte.

Der Schwarztee durchläuft einen Fermentierungsprozess, wodurch seine Gerbstofe oxidieren. Beim Grüntee wird dieser Oxidationsprozess durch Rösten oder Dämpfen verhindert, sodass sowohl die grüne Farbe als auch die gesunden sekundären Pflanzenstoffe im Teeblatt erhalten bleiben.

Diese Inhaltsstoffe machen Grünen Tee so gesund

  • Flavonoide (Catechine)
  • Aminosäuren (u. a. Theanin)
  • Mineralstoffe (u. a. Kalium, Kalzium, Eisen)
  • Vitamine (A, B, C, E, K)

Außerdem ist Grüner Tee reich an dem früher auch Thein genannten Koffein. Im Grüntee wird es nur schrittweise abgegeben, weshalb die anregende Wirkung milder ist als die von Kaffee. Die inzwischen durch über 2.000 Studien belegten gesundheitlichen Wirkungen des Grüntees sind hauptsächlich den Catechinen zuzuschreiben.

Teegedeck und Tee auf Holztisch© Sandra Cunningham – Fotolia

Dabei scheint der gesundheitlich bedeutendste Wirkstoff dieser zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Substanzen das Epigallocatechin-Galla PGCG zu sein. Vor allem die antioxidative Wirkung des EGCG ist enorm, denn sie ist 20-mal höher als die von Vitamin C.

Damit kann das Catechin wirkungsvoll die aggressiven freien Sauerstoffradikale unschädlich machen und gleichzeitig vielen Erkrankungen vorbeugen.

Grüntee kann nachweislich

  • freie Radikale unschädlich machen
  • den Cholesterinspiegel senken
  • die Fettverbrennung verbessern
  • den Blutdruck senken
  • die Insulinsensitivität erhöhen und damit einem Typ-2-Diabetes vorbeugen
  • Krebs vorbeugen
  • das Arteriosklerose- und damit das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko senken
  • einer Demenz-Erkrankung vorbeugen

Außerdem hat der Genuss von Grüntee noch einen weiterenpositiven Nebeneffekt: Aufgrund seiner Wirkung auf den Stoffwechsel hilft er auch beim Abnehmen.

Senkt Blutdruck und hemmt Tumorwachstum

Dass Grüntee auch ein guter Blutdrucksenker ist, belegte eine Studie der Universität Posen/Polen im Jahr 2012. Die Forscher verabreichend hierbei 56 Patienten mit Bluthochdruck und Übergewicht drei Monate lang täglich eine Kapsel mit 390 mg Grüntee-Extrakt. Diese Dosierung entspricht etwa drei Tassen des Tees.

Eine gleich große Kontrollgruppe erhielt ein Scheinpräparat. Zum Ende der Studie war in der Grünteegruppe sowohl der obere (systolische) als auch der untere (diastolische) Blutdruckwert um immerhin 5 mmHg gesunken. In der Placebogruppe gab es dagegen keine Veränderung der Werte.

Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie daher öfter die Tasse Kaffee durch eine Tasse Grüntee ersetzen. Einige Studien legen die Annahme nahe, dass Grüntee das Risiko für bestimmte Krebsarten wie z. B. Darmkrebs vermindern kann.

Nun zeigt eine Studie der Universität Glasgow/Großbritannien, dass die Catechine aus dem Grüntee eine neue Möglichkeit zur Krebsbehandlung erschließen könnten. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, das EGCG an ein biologisches Transportmedium zu binden, sodass es die Tumorzellen direkt erreichen kann.

Bisher ist es zwar nur im Tierversuch gelungen, auf diese Weise bösartige Hauttumoren zu verkleinern und das Leben der tierischen Krebspatienten zu verlängern. Die Ergebnisse geben jedoch berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass aus diesen Erkenntnissen neue Therapieformen gegen die bösartige Erkrankung entwickelt werden können.

Bis es soweit ist, können Sie in jedem Fall Ihr persönliches Krebsrisiko vermindern, wenn Sie täglich Grünen Tee zu sich nehmen.

Grüner Tee hilft beim Abnehmen

Grüner Tee ist bekannt für seine vielfältigen gesunderhaltenden Wirkungen. Eine Studie der Universität Genf belegt, dass Grüner Tee auch beim Abnehmen hilft. Er enthält Katechine. Das sind Pflanzenstoffe, die den Stoffwechsel antreiben und die Fettverbrennung fördern, indem sie mehr Kalorien verbrennen und somit den Energieverbrauch ankurbeln.

Grüner Tee mit Aroma

So köstlich er auch dem Liebhaber schmeckt, grüner Tee ist nicht jedermanns Sache. Vor allem die chinesische Art desungesüßten Genusses findet nicht überall Anklang. Geben Sie zum „Eingewöhnen“ etwas Zucker dazu.

Tee in Tassen mit Kanne© Luftbildfotograf – Fotolia

Auch beim Grünen Tee gibt es Sorten mit künstlichen Aromastoffen. Leider verbergen sich dahinter in der Regel die schlechtesten Qualitäten. Wenn man es also auf die gesundheitsfördernde Wirkung von grünem Tee abgesehen hat, sollte man zu einem Teehändler gehen und ein paar Euro mehr in die Gesundheit investieren. Es lohnt sich.

Auswertung von über 100 Studien

Eine aktuelle Auswertung von mehr als 100 Studien zu grünem Tee belegt: Dieses anregende Getränk hat großen Einfluss auf den Stoffwechsel und kann von der wirksamen Beruhigung des Reizdarmsyndroms über effektiven Abbau von Körperfett bis hin zur Krebs-Prävention so ziemlich alles.

Besonders die im Grüntee enthaltenen Catechine sind am Wirkmechanismus zur Reduktion von Körperfett beteiligt. Das ging aus fast allen Studien übereinstimmend hervor.

Tee Dr. med. Michael Spitzbart Genießen Sie die heilsamen ­Wirkungen der verschiedenen Tees

Tee ist heute eines der beliebtesten Getränke. Sein Vorteile: Er hat, zumindest ungesüßt, keine Kalorien und Sie tun etwas für Ihre Gesundheit.