Ballaststoffe: Wirkungsweise
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GNL5356
Die meisten Ballaststoffe gelangen unverdaut in den Dickdarm. Durch ihre Wasser bindenden Eigenschaften, besonders der unlöslichen, quillt der Nahrungsbrei im Dickdarm auf. Die Stuhlmenge wird dadurch größer und weicher. Ein Teil der Ballaststoffe wird durch die Enzyme von den im Dickdarm angesiedelten Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren (Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure) und Gasen abgebaut (Fermentation). Durch die bei der Fermentation entstehenden Gase und Fettsäuren wird der Stuhl weicher und voluminöser und kann ohne Pressen abgesetzt werden. Dies kann unter anderem einen Beitrag zur Verringerung der Ausbildung von Hämorrhoiden leisten.
Das durch die Wasser bindenden Eigenschaften der Ballaststoffe entstehende größere Stuhlvolumen führt – ebenso wie die Erhöhung des Stuhlgewichtes – zu einer schnelleren Passagezeit (Transitzeit), so dass die Abfallprodukte den Körper verlassen; Nahrungsreste können so schneller aus dem Darm entfernt werden. In Studien wurde gezeigt, dass bis zu einer Steigerung des Stuhlgewichtes von 200 Gramm pro Tag die intestinale Transitzeit verkürzt werden konnte. Ein noch höheres Stuhlgewicht trug jedoch zu keiner wesentlichen Verkürzung bei.
Durch klinische Studien konnte auch belegt werden, dass besonders lösliche Ballaststoffe Einfluss auf den Stoffwechsel haben und ihre Bedeutung in der Therapie von Diabetes mellitus und Hypercholesterinämie zunimmt.
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