Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Aminosäuren – all diese Stoffe braucht Ihr Körper, um tadellos zu funktionieren. Versorgen Sie sich ausreichend? Eine alte, aber unscheinbare Pflanze kann Ihnen viel von dem liefern, was Sie täglich brauchen.
Amaranth zählt zu den ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen. Es ist kein Getreide, sondern eine getreideähnliche Pflanze, die zu den Fuchsschwanzgewächsen gehört und weltweit verbreitet ist. Schon vor Jahrtausenden wurde das Gewächs von den Indios Mittel- und Südamerikas angebaut. Genutzt werden die Samenkörner, die in oft über 1 Meter langen Blütenständen gebildet werden. Die Körner sind sehr klein und leicht: Rund 1.500 Stück ergeben nur 1 Gramm. Beim Dreifarbenamaranth können Sie sowohl Blätter als auch Stängel als Gemüse verwenden. Diese Gerichte ähneln dann unserem Spinat.
Die getreideähnliche Pflanze Amaranth ist übrigens nicht zu verwechseln mit der synthetischen roten Lebensmittelfarbe E 123, die ebenfalls unter gleichem Namen bekannt ist!
Amaranth füllt Ihre Energiespeicher
Amaranth war lange in Vergessenheit geraten. Ihre Wiederentdeckung verdankt sie ihrem hohen Nährstoffgehalt. Im Vergleich zu einheimischen Getreidearten wie zum Beispiel Weizen oder Hafer enthält die Körnerfrucht einen höheren Eiweißanteil mit besserer Proteinqualität. Dieser hohe Anteil an essenziellen Aminosäuren macht Amaranth zu einem wichtigen Eiweißlieferanten. Da wir uns zu wenig mit pflanzlichem Eiweiß versorgen, sollte Amaranth auf Ihrem Speiseplan zukünftig nicht fehlen. Der hohe Eisengehalt macht sie zu einem wichtigen Lebensmittel für Vegetarier, Veganer und Frauen, die unter Eisenmangel leiden.
Auch der Fettanteil in Amaranth kann sich sehen lassen: Das in den Samen enthaltene Öl besteht zu 70 % aus ungesättigten Fettsäuren.
Darüber hinaus besitzt Amaranth einen hohen Mineralstoffgehalt. Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink sind im Gegensatz zum Getreide um ein Vielfaches in den Körnern gespeichert. Zudem enthält Amaranth besonders viele Ballaststoffe.
Glutenallergiker können unbesorgt zugreifen
In den gängigen Getreidesorten ist Gluten enthalten. Das ist ein bestimmter Eiweißstoff, auf den einige Menschen allergisch reagieren (Getreideunverträglichkeit = Zöliakie). Für diese Menschen gibt es daher weder Stulle noch Brötchen, ohne dass sie mit allergischen Reaktionen bezahlen müssen. Bis jetzt, denn nun gibt es auch Brot aus Amaranth. Die Samenkörner sind glutenfrei und daher für Gluten-Allergiker bestens geeignet. Auch auf den Speiseplänen von Neurodermitikern hat sich die getreideähnliche Pflanze bewähren können, da sie keine Unverträglichkeitserscheinungen hervorruft.
Der regelmäßige Verzehr von Amaranth-Produkten kann aber noch mehr: Er
- wirkt lindernd bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne,
- stärkt die Atemwege,
- verzögert den Alterungsprozess,
- erhöht die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit und
- hilft auch bei Schlafstörungen