MenüMenü

Spirulina: Die gesunde Alge hilft nicht nur gegen Erkältungen!

In Afrika, Asien oder auch Mittelamerika gehört Spirulina schon seit Jahrhunderten wie selbstverständlich zum Speiseplan der Einheimischen dazu. Die Alge erfreut sich aber auch hierzulande einer immer größer werdenden Beliebtheit; ist sie doch ein idealer Therapie-Begleiter bei Erkältungen.

Den Cholesterinspiegel senken mithilfe von Algen?

Das klingt zunächst ungewöhnlich. Ist aber möglich und lässt sich sogar wissenschaftlich bestätigen. So unter anderem von einer im Jahr 2014 durchgeführten Studie der Universitätsklinik von Heraklion auf Kreta in Griechenland: Insgesamt 52 Menschen bekamen hier über zwölf Wochen hinweg täglich 1 Gramm der Alge Spirulina in Pulverform verabreicht. Der LDL-Wert der Probanden sank durchschnittlich um 16, 3 Prozent und der Gesamtcholesterinwert um 10,1 Prozent. Verantwortlich für den positiven Effekt, so interpretieren es die beteiligten Forscher, seien die ungesättigten Fettsäuren in der Blaualge.

Zahlreiche Studien attestieren Spirulina, die genau genommen gar keine Alge ist, sondern zu den Cyanobakterien gehört, weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften. So zeigte eine Studie der Universität Seoul in Korea im Jahr 2008, dass Spirulina den Adiponectin-Wert im Körper ansteigen lässt. Adiponectin ist ein Gewebshormon, das in vielfältige Weise in Ihren Stoffwechsel eingreift. So geht ein herabgesetzter Adiponectin-Spiegel mit der Entwicklung eines Typ-II-Diabetes einher oder auch mit der Entstehung von Arteriosklerose. Hier kann die Alge also Unterstützer einer Therapie sein.

Spirulina stärkt Ihr Immunsystem

Wie effizient Spirulina das Immunsystem stärkt, zeigte 2013 eine Untersuchung der Kangwon Universität in Chuncheon (Korea). Spirulina steigerte in Kulturschalen das Wachstum von natürlichen Killerzellen: Im Vergleich zu nicht mit Spirulina behandelten Zellen stieg deren Zahl um den Faktor 12 an.

Natürliche Killerzellen gehören zu den Lymphozyten, die in Ihrem Körper unter anderem virusinfizierte Zellen abtöten. Für Sie heißt das: Besonders in der Herbstzeit hilft Ihnen Spirulina, eine Erkältung schnell wieder loszuwerden.

So nutzen Sie Spirulina

Beim Einkauf ist es vor allem wichtig, dass Sie auf Qualität achten: Spirulina absorbiert Schwermetalle. Deshalb sollten Sie sich vor Algen vorsehen, die aus verschmutzten Gewässern geerntet wurden. Achten Sie darauf, dass Spirulina-Präparate schadstoffkontrolliert sind (sollte auf der Verpackung angegeben sein). Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie zu Bio-Spirulina greifen. Spirulina-Tabletten oder -Pulver erhalten Sie in Drogerien, Reformhäusern oder Bioläden. So kosten 100 Gramm Pulver etwa 15 Euro, 100 Spirulina-Tabletten zwischen 7 und 10 Euro.

Nehmen Sie, beispielsweise während einer Erkältung, täglich bis zu 8 Gramm Spirulina zu sich. Das sind bei einer üblichen Dosierung 3 x 7 Tabletten pro Tag. Oder nehmen Sie alternativ drei Teelöffel Spirulina-Pulver gelöst beispielsweise in einem Glas Wasser oder einer Saftschorle. Darüber hinaus können Sie das Pulver problemlos auch in Ihren täglichen Speiseplan einbauen. Ein leckeres Rezept finden Sie im Folgenden. Lassen Sie es sich schmecken.

Rezept: Backofenkartoffel mit Spirulina

  • 2 EL Spirulina Pulver
  • 4 große Kartoffeln, gekocht
  • 2 Zwiebelscheiben
  • 1 1/2 Tassen mit einem Mix aus Mais, Erbsen und Sellerie
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 2 TL Ingwer
  • 2 EL gehackter Basilikum
  • 2 TL Oreganum
  • 125 ml Milch
  • Kräuterquark

Halbieren Sie die Kartoffeln und höhlen Sie sie aus, sodass sich ein Kartoffelbrei von der Schale löst. Schale möglichst intakt lassen. Geben Sie 125 ml Milch in ein Rührgefäß (z. B. Glasschale). Geben Sie den Kartoffelbrei und alle weiteren Zutaten (bis auf die Kartoffelschalen und den Kräuterquark) in das Rührgefäß. Vermischen Sie alles, bis sich eine homogene Masse ergibt. Füllen Sie davon jeweils zwei bis drei Esslöffel in die Kartoffelschalen. 15 Minuten bei etwa 200 °C backen lassen. Servieren Sie die Backofenkartoffel mit etwas Kräuterquark.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Christine Pauli
Über den Autor Christine Pauli

Beim FID Fachverlag für Gesundheitswissen ist sie Chefredakteurin des Informationsdienstes "Food Inspector" und des E-Mail-Newsletters „Ernährungstipps“.

Regelmäßig Informationen über Ernährung erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Christine Pauli. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!