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Algen - Ein nährstoffreiches Lebensmittel

Lieben gelernt haben wir Europäer essbare Algen wie Rotalgen oder Braunalgen wohl erst sehr spät, nachdem der Trend uns aus den Vereinigten Staaten erreichte. Dabei hat die Geschichte der Algen, gerade wenn man an den Begriff „Nori“ denkt, den man bereits vom Sushi her kennt, ihren Ursprung bereits im achten Jahrhundert. Zumindest stammen die ersten schriftlichen Zeugnisse über das gezielte Züchten, Ernten und Verzehren von Algen aus dem Japan dieser Zeit. Damals wurden sie allerdings meist mit anderen Zutaten zu einer Pastete vermengt.

Das steckt in der grünen Meerespflanze

Heute werden Algen zusätzlich sowohl als Beilagen angeboten, als auch zu einer Art Papier gepresst und für die Sushi-Zubereitung verwendet. Wie gesund Algen sind, hat man damals sicherlich auch noch nicht gewusst: Gut ein Drittel essbarer Algen besteht aus wertvollen Ballaststoffen, ein weiteres Drittel aus Proteinen, das restliche Drittel teilen sich vor allem die wichtigen Vitamine A, B, K, Eisen und Jod.

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Algensalat© Fons Laure – Fotolia

udem haben viele Arten einen hohen Anteil an Vitamin B12, das vor allem für eine ausgewogene vegetarische Ernährung wichtig und in anderer pflanzlicher Nahrung wenig bis gar nicht vorhanden ist. Der hohe Ballaststoffanteil bei gleichzeitig wenigen Kalorien ist auch für jene, die Diät halten, interessant, denn die Ballaststoffe erzeugen ein schnelleres Sättigungsgefühl.

Heute kommen sie bei uns roh oder zart gedünstet als Gemüse auf den Teller. Die Rotalge Palmaria und die Braunalge Laminaria werden in der „Sylter Algenfarm“ (der einzigen ihrer Art in der Bundesrepublik) professionell im Meerwasser erzeugt. Bei einer Wassertemperatur von 15 Grad, einem leichten Wellengang und acht Stunden künstlichem Sonnenschein verdoppeln sich die Pflanzen innerhalb von vier Wochen. Auch diese beiden Algenarten sind wertvoll für die Ernährung, denn sie enthalten zahlreiche lebenswichtige Mineralien, Vitamine und Eiweiße. Schon 42 Gramm gekochte Braunalgen decken den Tagesbedarf an Jod, erklärt der Meeresbiologie-Professor Klaus Lüning von der Wattenmeerstation Sylt.

Inzwischen wird eine Tonne Algen jährlich geerntet. Zum Vergleich: In China beträgt die Ernte der Algen 3 Millionen Tonnen. Ein Kilogramm Sylter Algen kostet sechs bis acht Euro. Algen sind wahre Vitalstoffbomben und verfügen über gesundheitlich sehr wertvolle Inhaltsstoffe.

Algen entgiften Ihren Körper

Die in den Meeresalgen enthaltene Alginsäure kann mit Schwermetallen unlösliche Komplexe bilden und dadurch den Organismus wirkungsvoll entgiften. Zusätzlich wird durch den Zuckerkomplex Fucoidan das Immunsystem durch die Bildung neuer Fresszellen (Makrophagen) aktiviert.

Von all diesen gesundheitlichen Vorteilen können Sie profitieren, wenn Sie öfters Algen auf Ihren Speiseplan bringen. Sie erhalten die verschiedenen Sorten entweder getrocknet in Bioläden oder frisch in guten Fischgeschäften. Frische Algen eignen sich besonders für einen entgiftenden Salat, getrocknete Wakame-Algen sind besonders schmackhaft in einer Miso-Suppe. Übertreiben Sie es jedoch nicht: Meeresalgen enthalten teilweise hohe Konzentrationen an Jod. Da Sie pro Tag nicht mehr als 500 Mikrogramm Jod zu sich nehmen sollten, ist es wichtig, die Angaben über den Jodgehalt auf den Verpackungen zu beachten.

Welche Sorten stecken in Nahrungsergänzungsmitteln?

In Tabletten- oder Pulverform finden Sie die grünen oder blaugrünen Mikroalgen im Handel. Spirulina, AFA-Algen und Chlorella liefern Eiweiß, essentielle Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine: Auch Vitamin B12, das sonst nur in tierischen Lebensmittel vorkommt. Es ist aber unklar, ob das Vitamin B12 aus den Nahrungsergänzungsmitteln von Ihrem Körper aufgenommen wird.

Jod enthalten die Produkte kaum, da die Mikroalgen in Gewässern ohne nennenswerte Jodmengen wachsen. Spirulina und Chlorella stammen aus Zuchtanlagen, AFA-Algen werden wild geerntet. Sie wachsen zum Teil in Gesellschaft mit giftigen Meeresalgen. Hersteller bezeichnen ihre Produkte als ungefährlich, doch Forscher an der Universität Konstanz fanden in vielen Produkten mit AFA-Algen verschiedene Toxine (Giftstoffe). Um eine chronische Belastung mit Lebergiften auszuschließen, raten Experten von der dauerhaften Einnahme der Produkte ab.

Spirulina-Algen: Nahrungsergänzung aus dem Ozean

Spirulina-Algen gehören zu den bekanntesten Algen. Als Nahrungsergänzungsmittel bringen Sie auf unterschiedliche Weise einige Vorteile. Algen werden als Nahrungsergänzungsmittel und auch als Nahrungsmittel immer beliebter. Während sie früher nur bei Liebhabern der vegetarischen Kost bekannt waren, ist ihr Siegeszug nun nicht mehr aufzuhalten, denn Algen enthalten wichtige Nährstoffe, die in ähnlicher Zusammensetzung auch in Fisch oder in anderen Lebensmitteln vorkommen. Sie haben einen relativ hohen Eiweiß- und Jodgehalt. Daneben sind sie reich an den Vitaminen A, B und E. Diese Zusammensetzung wird durch Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium und Magnesium ergänzt.

Eine ganz spezielle Sorte von Algen ist die Spirulina, welche zur Gattung der Blaualgen gehört. Den lateinischen Namen Spirulina verdankt sie ihrer gedrehten, schlangenähnlichen Form. Algen werden heutzutage nicht mehr direkt aus dem Meer gewonnen, ihre Produktion erfolgt stattdessen in speziellen Kulturen. Sie werden gezüchtet, geerntet, getrocknet und pulverisiert. Die aufbereiteten Extrakte der Spirulina-Algen werden dann im Handel meist in Tablettenform als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Unterschiedliche Wirkungsweisen

Während Befürworter von Spirulina-Algen und von Algen insgesamt auf deren Einnahme schwören, bestreiten Gegner einen außergewöhnlichen Nutzen des Verzehrs oder der Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel. Sie sprechen von einem nur geringen Gehalt an nahrungsergänzenden Stoffen. Die Befürworter hingegen berufen sich auf japanische, afrikanische und taiwanesische Studien, welche die Wirksamkeit von Spirulina-Algen bei verschiedensten gesundheitlichen Störungen darlegen. Es handelt sich zum Beispiel um positive Effekte bei der Senkung eines hohen Cholesterinspiegels. Daneben soll Spirulina bei der Reduzierung einer hohen Viruslast bei HIV– und Hepatitis-C-Infizierten helfen.

Spirulina-Algen wird außerdem ein gewisser Anti-Aging-Effekt zugesprochen und sie helfen offensichtlich bei Arthritis, indem sie deren Symptome lindern. Die Alge soll auch bei einer Erkrankung mit Enteroviren den Heilungsprozess beschleunigen. Krebstherapien werden offenbar bei gleichzeitiger Einnahme von Spirulina erträglicher. Auch zur Verhinderung der Neubildung von Nierensteinen und bei Arteriosklerose sollen Spirulina-Algen helfen. Schwangeren und stillenden Frauen und ihren Babys kommt Spirulina demnach ebenfalls zugute.

In der westlichen Welt gibt es momentan noch zu wenige manifestierte Studien im Bereich der Spirulina-Forschung wie in der Algen-Forschung überhaupt. Sicherlich werden die nächsten Jahre und Jahrzehnte Aufschluss darüber geben können, bei welchen gesundheitlichen Störungen Spirulina Wirkung zeigt. Es spricht jedenfalls wenig oder gar nichts dagegen, Spirulina-Algen getrocknet in der Küche zu verwenden oder sie in Tablettenform einzunehmen.

Als Nahrungsmittel in maßvollen Mengen sehr wertvoll

Alle Algen bestehen aus einem extrem einweißreichen Grundgerüst. Ein Eiweißgehalt von bis zu 65 Prozent ist keine Seltenheit. In dieses Eiweißgerüst sind die Vitamine A, C, E, B 6 und B 12, zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente eingelagert. Die meisten Mineralstoffe enthält nach heutigen Kenntnissen die schwarze Hijiki-Meeresalge. Weil sie an Eiweiß gebunden sind, kann das menschliche Verdauungssystem die Inhaltsstoffe der Alge sehr leicht resorbieren, was sie vor allem nach der Einschätzung von Naturheilkundlern so wertvoll macht.

Algen gelten als gute natürliche Quelle, die körpereigenen Speicher an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente aufzufüllen. Das ist vor allem für ältere Menschen und chronisch Kranke besonders wichtig, weil sie sehr häufig wegen ihrer eingeschränkten Nahrungsaufnahme unter Mangelsymptomen wie Sehverschlechterungen, erhöhte Infektionsanfälligkeit, Wundheilungsstörungen, Depressionsneigungen und Konzentrationsstörungen leiden.

Risiken und Nebenwirkungen

Dennoch bringen die unterschiedlichen Algenpräparate einige bedenkliche Probleme mit sich:

  • zu viele Schwermetalle: Die gute Resorbierbarkeit der Algenbestandteile wird hier zu einem Problem, denn Meeresalgen speichern große Mengen an Schadstoffen und Schwermetallen wie Quecksilber, Blei und Kadmium. Das macht man sich im übrigen in der biologischen Abwasserreinigung von Schwermetallen und Halogenen erfolgreich zunutze.
  • zu viel Jod: Meeresalgen weisen einen hohen Jodgehalt auf. Zwar braucht unsere Schilddrüse Jod, um gesund zu bleiben, doch ein zu hoher Gehalt an Jod kann sie ebenso schwer schädigen. Als Grenzwert nennt das Bundesamt für Verbraucherschutz einen Jodgehalt von 20 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse des Algengrundstoffes. Teilweise wurden jedoch extreme Konzentrationen von bis zu 6.500 mg/kg in Algenerzeugnissen aus Thailand, den Philippinen, Japan und China gefunden. Verwenden Sie nur Algenprodukte mit Angabe der Jodkonzentration und nehmen Sie nicht mehr als 0,2 Milligramm Jod pro Tag zu sich. Vergessen Sie nicht, das jodierte Speisesalz mit hinzuzurechnen.
  • Verunreinigungen mit pflanzlichen Giftstoffen: Algen teilen sich den Lebensraum unter anderem auch mit anderen Organismen und Pflanzen, die für den Menschen giftig sein können. So kommt es beispielsweise am Oberen Klamath-See im amerikanischen Bundesstaat Oregon, wo die Afa-Alge natürlicherweise wächst, in manchen Jahren zu einem starken Wachstum einer anderen Alge: der Microcystis aeruginosa. Diese bildet ein hochgiftiges Stoffwechselprodukt, den Giftstoff Mikrozystin. Er kann beim Menschen zu Leberschäden führen und gilt als möglicherweise krebserregend. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden haben unter anderem für die Afa-Algen einen Grenzwert von 1 ppm (Parts per million) Mikrozystin festgelegt. Denn in manchen Jahren sind die Algen stark verseucht; etwa vor sieben Jahren, als die Überwachungsbehörden in Oregon in knapp 90 Prozent der untersuchten Blaualgen-Produkte überhöhte Mikrozystin-Werte feststellte. Mit großer zeitlicher Verzögerung wurden die sich daraus ergebenden Warnungen auch von den deutschen Gesundheitsbehörden veröffentlicht, was zu der gemeinsamen Erklärung der beiden erwähnten Bundesinstitute führte. Kaufen Sie nur Produkte, deren Hersteller sich in der Packungsaufschrift eindeutig für die Einhaltung der US-Grenzwerte für Mikrozystin verbürgen. Fordern Sie im Zweifelsfall eine schriftliche Bestätigung der Hersteller an.

Kaufen Sie nur Algenprodukte aus kontrollierter Herstellung und mit genauer Deklaration der Inhaltsstoffe. Verwenden Sie ausschließlich Algenprodukte mitAngabe der Jodkonzentration und nehmen Sie nicht mehr als 0,2 Milligramm Jod pro Tag zu sich. Vergessen Sie nicht, das jodierte Speisesalz und eventuell den von Ihnen verputzten Seefisch mit hinzu zu rechnen. Kaufen Sie nur Afa-Algen, deren Hersteller sich in der Packungsaufschrift eindeutig für die Einhaltung der US-Grenzwerte für Mikrozystin verbürgt. Die für Sushi verwendeten Nori-Blätter sind in Maßen genossen unbedenklich.

Meeresalgen und Süßwasseralgen

Meeresalgen sind großblättrige Makroalgen, die sehr viel Jod enthalten können. Sie werden unter anderem unter den folgenden Produktnamen verkauft:

  • Arame
  • Dulse
  • Hijiki
  • Kombu oder Kelp
  • Norio
  • Wakame

Süßwasseralgen sind oft winzig kleine Algen, die in Seen wachsen. Als Nahrung lassen sie sich nicht zubereiten. Wegen ihrer hohen Nährstoffdichte werden sie jedoch seit einiger Zeit als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Bei wärmeren Temperaturen sind sie auch im Meer zu finden, dort gelten sie als „Algenpest“. Sie zeigen eine Belastung mit Nährstoffen (Gülle, Dünger) an, der die Algen explosionsartig wachsen lässt. Wenn sie verrotten, führen sie zu einer Unterversorgung des Wassers mit Sauerstoff. Die wichtigsten Sorten im Handel sind:

  • Spirulina
  • Chlorella
  • Klamath- oder Afa-Alge

Meeresspaghetti: Mehr als bloß Nudeln!

Nicht immer hält ein Gericht, was sein Name verspricht. Beim Wort „Spaghetti“ zum Beispiel denken Sie sicherlich erst einmal an Nudeln. Aber sind die Meeresspaghetti auch Nudeln oder was verbirgt sich sonst genau dahinter? Diese „Spaghetti“ haben mit echten Spaghetti nur die Form gemeinsam: Sie sind lang und dünn. Allerdings handelt es sich nicht um Nudeln, sondern um Braunalgen.

Die fadenförmigen Gewächse werden zum Beispiel an der Küste von Spanien geerntet und dann entweder getrocknet oder in Salzlake eingelegt. Kaufen können Sie die „Spaghetti“ in Asiageschäften oder Feinkostläden. Legen Sie die getrockneten Algen für drei Stunden in Wasser ein und erneuern Sie das Wasser mehrfach in dieser Zeit. So verringern Sie den sehr hohen Salz- und Jodgehalt. Auch wenn die Algen „Meeresspaghetti“ heißen, sind sie doch eher Beilage zu Nudeln denn Hauptgericht.

Algenstoff Astaxanthin: Wirklich ein Wundermittel?

Ein roter Farbstoff als Wundermittel für Ihre Gesundheit? Was so beworben wird, ist Astaxanthin. Angeblich soll er nicht nur der stärkste Radikalenfänger sein, sondern auch gegen andere Krankheiten wahre Wunder vollbringen. Aber kann dieser Stoff Ihr Immunsystem tatsächlich stärken und vor Krankheiten schützen?

Algenpulver© Elena Moiseeva – Fotolia

Sie ist winzig, die Alge Haematococcus pluvialis. Umso wichtiger aber scheint einer ihrer Inhaltsstoffe zu sein: Astaxanthin. Es handelt sich dabei um einen roten Farbstoff. Verwandt ist er mit Beta-Carotin, er gehört wie dieses Antioxidans zur Familie der Carotinoide. Im Stoffwechsel der Alge vollbringt dieses Carotinoid Erstaunliches: Es ist in der Lage, die Alge in eine Art Tiefschlaf zu versetzen. So kann sie 40 Jahre überdauern, Dürre und extreme Temperaturschwankungen überstehen. Ein Mangel an Nahrung oder für sie ungeeignete Lebensbedingungen machen der Alge so nichts aus. Erst wenn die Lebensbedingungen wieder optimal sind, erwacht sie aus ihrem Schlaf.

Allerdings ist Astaxanthin längst nicht so bekannt wie andere Carotinoide, zum Beispiel das Beta-Carotin. Erst jetzt drängt der Algenstoff auf den deutschen Markt und dementsprechend werden seine Wirkungen auf die Gesundheit und seine Vorteile für Ihr Wohlergehen auch jetzt erst richtig erforscht.

Freie Radikale schädigen Ihre Zellen

Astaxanthin wird als einer der potentesten Radikalenfänger angepriesen. Er soll sie, wie sein Verwandter Beta-Carotin, durch Schäden vor freien Radikalen schützen. Freie Radikale entstehen im Stoffwechsel unseres Körpers. Es sind Zwischenprodukte: Sauerstoffmoleküle, die sehr aggressiv sind. Sie haben, bedingt durch Stoffwechselvorgänge, ein Elektron zu wenig, sind aber bestrebt, dieses wiederzuerlangen. Dazu „rauben“ sie anderen Molekülen ein Elektron. So können sie Moleküle der Zellen und sogar der DNS angreifen. Zellschäden sind die Folge, nach und nach können sich daraus schwere Krankheiten entwickeln.

Um diese freien Radikale unschädlich zu machen, benötigt Ihr Körper Antioxidantien. Diese geben den Schadstoffen das fehlende Molekül, werden aber dadurch nicht selbst zu freien Radikalen. Die bekanntesten dieser Antioxidantien sind Vitamin E und Beta-Carotin.

Astaxanthin schützt vor Radikalen-Schädigung

In labortechnischen Messungen hat sich gezeigt, dass Astaxanthin um ein Vielfaches stärkerer Radikalenfänger ist als Beta-Carotin. Im Einzelnen ist Astaxanthin auf natürlicher Basis:

  • 20-mal so stark wie synthetisch hergestelltes Astaxanthin
  • 50-mal stärker als Beta-Carotin
  • 60-mal stärker als Vitamin C
  • 550-mal stärker als Vitamin E

Dadurch ist der Stoff in der Lage, sich in den Bereichen positiv auf Ihre Gesundheit auszuwirken, in denen Schäden durch freie Radikale verursacht werden. Aufgrund dessen kann Astaxanthin zum Beispiel

  • Schäden am Auge durch altersbedingte Makuladegeneration vorbeugen,
  • die Haut vor Schäden durch zu viel Sonnenbestrahlung schützen,
  • Entzündungen im Körper verringern,
  • Arteriosklerose vorbeugen.

Wirkung in Studien bestätigt

Einige dieser Wirkungen konnten mittlerweile in Studien nachgewiesen werden. So wurden 100 Teilnehmerinnen an der Universität Toyama (Japan) in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe erhielt täglich vier Milligramm Astaxanthin, die andere ein Scheinmedikament. Danach wurde die Alterung der Haut gemessen. Das Ergebnis: Die Frauen, die den Algenstoff eingenommen hatten, hatten eine deutlich elastischere Haut als diejenigen, welche die wirkungslosen Placebos erhalten hatten.

Untersucht wurde auch die Wirkung von Astaxanthin auf die Blutfettwerte. In der Studie, die vor Kurzem veröffentlicht wurde, erhielten 30 Patienten täglich sechs Milligramm Astaxanthin. 30 weitere Studienteilnehmer bekamen ein Placebo. Nach drei Monaten erfolgte eine Blutuntersuchung. Das Ergebnis: Die Triglyceride waren um 25 Prozent verringert, das Risiko für eine Arteriosklerose somit stark gesunken.

Astaxanthin ist kein Wundermittel

Neben diesen bereits in Studien untersuchten Fähigkeiten von Astaxanthin gibt es aber noch viele weitere Wirkungen, die dem Algenstoff zugeschrieben werden. Er soll bei Sportlern die Leistung deutlich steigern. Darüber hinaus soll er Schutz bieten vor

Diese angeblichen Fähigkeiten brachten Astaxanthin den Ruf eines Wundermittels ein. Allerdings konnten die Wirkungen noch nicht nachgewiesen werden bzw. waren Studien erst an Zellkulturen erfolgreich. Davon auf eine Wirkung beim Menschen zu schließen und dem Algenstoff das Prädikat eines Alleskönners zu verleihen, ist übertrieben und ein reiner Marketing-Gag. Bis heute wissen wir noch nicht, ob all diese gesundheitsfördernden Effekte auch beim Menschen erreicht werden können. Als Schutz vor Arteriosklerose und freien Radikalen dagegen können Sie den Algenstoff auf jeden Fall verwenden.

So versorgen Sie sich mit dem potenten Radikalenfänger

Die Untersuchungen, bei denen Astaxanthin als Radikalenfänger erfolg­reich war, wurden mit Mengen von vier bis sechs Milligramm des Stoffes durchgeführt. Sie sollten diese Menge täglich zu einer Ihrer Mahlzeiten zu sich nehmen. Achtung: Bisher wurden keine Nebenwirkungen festgestellt und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht aufgetreten. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie dennoch mit Ihrem Arzt über eine zusätzliche Einnahme von Astaxanthin sprechen.

Astaxanthin ist eines der Top-Verkaufsprodukte von Shopping-Sendern und auch im Internet finden Sie viele Angebote für den Algenstoff. Hier wird auch mit prominenten Namen geworben, so soll der Verkauf angekurbelt werden. Es empfiehlt sich dennoch, in die Apotheke zu gehen und den Radikalenfänger hier zu kaufen. 60 Tabletten kosten rund 30 Euro. Im Internet bekommen Sie die Tabletten durchaus günstiger. Allerdings wissen Sie hier nie, in welcher Dosierung der Stoff enthalten ist bzw. ob es sich nicht um komplette Fälschungen handelt. In der Apotheke dagegen kaufen Sie mit Sicherheit Tabletten, die auch wirklich Astaxanthin enthalten.

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