Biokosmetik ist oft gar keine
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Bioprodukte
vom 13. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
nicht alles glänzt, was Gold ist - sagt der Volksmund. Das scheint leider auch auf Kosmetika mit dem Zusatz „Bio" zuzutreffen. Viele Produkte werben mit natürlichen Inhaltsstoffen. Doch oft ist das nur vorgeschoben. Etliche dieser Kosmetika bestehen vollständig oder überwiegend aus künstlichen chemischen Substanzen. Das ergab jetzt eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Es wurden für dafür 20 Naturkosmetikprodukte mit dem werbewirksamen Gütesiegel „Biokosmetik" unter die Lupe genommen. Bei einigen der geprüften Produkte handelte es sich keineswegs um Naturkosmetik. Bei anderen wurden pflanzliche Inhaltsstoffe ausgelobt, einfach um auf den grünen Zug mit aufzuspringen - selbst wenn diese nur in geringsten Mengen vorhanden waren. Noch ein heftiger Wermutstropfen: Bei den beanstandeten Produkten handelt es sich nicht nur um solche traditioneller Hersteller wie Unilever oder Schwarzkopf & Henkel, sondern auch um Firmen wie Biomaris, Yves Rocher, Biotherm und The Body Shop. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass die Verbraucher bei Kosmetika auf einen Wirrwarr aus Labeln und Begriffen. Und der Gesetzgeber schweige sich aus zu diesem Thema.
Einer der Gründe für diese betrübliche Nachricht: Anders als bei Bio-Lebensmitteln konnte sich die EU bislang auf kein einheitliches Gütesiegel und somit über keine einheitlichen Qualitätsrichtlinien einigen. Jedes Unternehmen, das nur einige Blütenblätter oder einige Tropfen ätherisches Öl in ihre Cremetöpfe rührt und in den üblichen Chemikalien versenkt, kann seine Produkte bislang noch mit den Prädikaten „Bio" oder „Natur", „natürlich" oder „organic" bewerben. Die herkömmlichen Kosmetika werden aus weit über 500 Chemikalien zusammengemischt. Dazu gehören unter anderem Konservierungsstoffe, Duft- und Farbstoffe sowie künstliche Fette oder Öle. Diese können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Veronika Thananan (13.05. 2010 10:49 Uhr):
vielen Dank fuer die wertvolle Information - ich frage mich nur, warum in diesen Artikeln oft ganze Sätze nicht vollständig sind?
Antworten - Kommentar von Dorith Edo (13.05. 2010 13:52 Uhr):
Sie haben leider Recht, denn ich befasse mich schon seit Jahren mit dem Studium des Kleingedruckten auf den Verpackungen von Lebensmitteln und Kosmetikas. Es ist wirklich zeitraubend und nervtötend, weil die Schrift extra klein gehalten ist, so dass ich zum Einkaufen eine eigene Lesebrille habe. Und leider kommen zudem Begriffe vor, die man noch nicht versteht. Dabei könnte man auch etwas zurückweisen, was in Wahrheit gar nicht schädlich ist. Ich bin bei Cremes inzwischen dazu übergegangen, dass ich nur noch medizinische Cremes einsetze und für kosmetische Zwecke einfach mit naturbelassenen Ölen arbeite. Dabei ist mein Lieblings-Öl das Jojoba-Öl, das ja eigentlich eher ein Wachs ist. Für die Lippen nehme ich zwei Anteile Öl und einen Anteil Wachs. Das ist für die kalte Jahreszeit. Ansonsten massiere ich nach dem Duschen 1 - 2 Tropfen eines guten Öls in die leicht feuchte Haut. Das Problem dürfte leider auch in den gesetzlichen Bestimmungen liegen, denn möglicherweise darf eine flüssige oder cremige Masse nicht ohne Konservierungsstoffe angeboten werden. Ich erinnere mich an ein Bioprodukt, das solche Stoffe nicht enthielt, aber dafür auch einen raffinierten Behälter hatte, dessen Boden sich im Zylinder bei jedem Leeren weiter nach oben bewegte, so dass zu keinem Zeitpunkt Sauerstoff an die cremige Masse kam. Ich war sehr beeindruckt. Vielleicht setzt sich diese Technik ja durch? Jedenfalls sind es vor allem die Enzyme, die das Lebensmittel oder die Creme verderben. Andererseits brauchen wir die Wirkung von Enzymen dringend in unserem Körper. Konservierungsstoffe blockieren vor allem die Enzyme in ihrer Tätigkeit, ob nun außerhalb oder auch innerhalb von unserem Körper. Mir hat einmal jemand gesagt, dass man gerade in Krebsgeschwüren hohe Konzentrationen von Konservierungsstoffen gefunden hat - übrigens auch von Aluminium, vor allem bei Brustkrebs. Wenn man nun bedenkt, dass die Haut viel mehr von einer Substanz aufnimmt, als der Verdauungstrakt, weil die Verdauung über die Leber geht, die vieles hinausfiltert, so muss man gerade mit Substanzen auf der Haut besonders vorsichtig sein. Ein Vortragsredner meinte einmal, es wäre für manche Frau gesünder, ihren Lippenstift zu essen, statt ihn sich aufzutragen. Wenn Sie aber schon keinen Appetit auf ihren Lippenstift haben, warum tragen Sie ihn dann noch auf?
Antworten - Kommentar von engelmann (13.05. 2010 16:43 Uhr):
Ich kann diesem Artikel nur beipflichten,alles ist augenwischerei und die Preise........
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