Akupunktur kann den Geburtsvorgang verkürzen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Akupunktur
vom 26. Juni 2008, 16:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin, lieber Leser,
Akupunktur hat sich mittlerweile in vielen Bereichen zur Behandlung von Krankheiten durchgesetzt. Meine Leserin Linda G. fragte, ob Akupunktur auch bei der Geburtsvorbereitung helfen kann. Sie ist etwas unsicher, weil sie auch gehört hat, dass durch die Stiche der Nadeln vorzeitige Wehen ausgelöst werden können.
Was den letzten Punkt betrifft, dabei handelt es sich um einen oft gehörten Irrtum. Denn die Akupunktur löst keine Wehen aus. Sie hilft nur dabei, den Geburtsvorgang zu verkürzen, wenn der Körper von sich aus die Geburt einleitet. Gerade bei Frauen, die das erste Kind bekommen, kann die Akupunktur die Geburt um durchschnittlich 2 Stunden verkürzen. Durch die Nadelstiche kommt es zu einer besseren Wehentätigkeit. Zudem können bei einer ausreichenden Öffnung des Muttermundes auch die Schmerzen gelindert werden, wenn die Nadeln in bestimmte Bereiche am unteren Bauch oder am Rücken gesetzt werden. Auch bei der Ablösung der Plazenta kann Akupunktur helfen.
Aber auch in der Schwangerschaft bietet sich Akupunktur an. Ab der 36. Schwangerschaftswoche helfen die Nadelstiche gegen vorzeitige Wehen, Bluthochdruck, Schmerzen oder Schwangerschaftsübelkeit.
Akupunktieren können Heilpraktiker oder auch extra ausgebildete Frauenärzte und Hebammen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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