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Cialis bei benignem Prostatasyndrom

Cialis enthält den aktiven Wirkstoff Tadalafil, einen Phosphodiesterase-5-Hemmer, und dient hauptsächlich der Behandlung von Impotenz (erektile Dysfunktion). In einer Dosierung von fünf Milligramm der Substanz pro Filmtablette wird das Potenzmittel aber auch zur Therapie des benignem Prostatasyndroms eingesetzt.

Prostata, Impotenz© Adobe Stock - Paolese

Die Definition des benignen Prostatasyndroms

Die gutartige Veränderung der Prostata bezeichnen die Ärzte als benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH. Durch die Prostatavergrößerung leiden die Patienten unter Problemen beim Urinieren, Miktion genannt. Die Ausprägung des Symptoms sowie die eigentliche Ausdehnung der Vorsteherdrüse unterliegen bei den Patienten individuellen Unterschieden. Daher verwenden die Mediziner die Bezeichnung benignes Prostatasyndrom oder BPS. Die gesundheitliche Komplikation betrifft vorwiegend ältere Männer. Die Hälfte der 60-Jährigen sowie 90 Prozent der Über-80-Jährigen leiden unter dem Syndrom.

Es erweist sich als häufigster gutartiger Tumor beim Mann. Aufgrund der häufig auftretenden Krankheitsfälle gehört die benigne Prostatahyperplasie zu den Volkskrankheiten. Um sie zu behandeln, kommen abhängig von der Ausprägung der Komplikation Medikamente oder eine Operation infrage.

Wie und warum entsteht das benigne Prostatasyndrom?

Die Harnröhre des Mannes läuft unter der Blase entlang und teilweise durch die Vorsteherdrüse. Diese beinhaltet einen linken und einen rechten Lappen. Hinter der Harnröhre existiert der Mittellappen, medizinisch als Isthmus prostatae bezeichnet. Vermehren sich im Alter die Zellen in der Übergangszone und an den periurethralen Drüsen, die um die Harnröhre herumführen, entsteht die benigne Prostatahyperplasie. Hierbei kommt es zu einem Anstieg der Drüsenzellen, Muskelzellen und des Bindegewebes.

Das Phänomen verursacht eine Verschiebung der „peripheren Zone“ der Prostata. Im Normalfall bildet diese drei Viertel der Organmasse. Aufgrund der Dehnung umgibt sie das Organ jedoch nur als dünne Schicht, die chirurgische Kapsel. Zusätzlich wölbt sich der Mittellappen in das Blaseninnere vor. Beide Prozesse gehen mit einer Gewichtzunahme der Vorsteherdrüse einher. Wiegt sie im Normalzustand 20 bis 25 Gramm, steigt die Masse beim BPS auf 30 bis zu 150 Gramm an. Durch die Prostatavergrößerung behindert diese den Harnabfluss der Blase. Die Ärzte sprechen von einer subvesikalen Obstruktion, da die Verengung unterhalb der Harnblase stattfindet.

Obgleich die Blasenwand, um den Harn auszutreiben, normalen Druck aufbaut (Miktionsdruck) verringert sich die Harnflussrate. Durch einen verstärkten Harndrang entsteht eine Balkenblase. Zudem verlegt der in die Harnblase vorgewölbte, also intravesikale, Mittellappen den Blasenausgang. Unter Umständen manifestiert sich diese Problematik unabhängig von der eingeengten Unterseite der Blase. Als Ursache für die gesundheitliche Komplikation kommen veränderte Testosteron- und Dihydrotestosteron-Werte infrage. Mit den genauen Gründen beschäftigt sich die medizinische Forschung noch.

Welche Symptome treten beim BPS auf?

Beim benignen Prostatasyndrom unterteilen sich die Symptome in obstruktive und irritative Anzeichen. Dabei verursacht die Obstruktion einen schwachen Harnstrahl und eine verlängerte Miktionszeit. Weitere Merkmale bestehen in einem verzögerten Miktionsbeginn, Harnstottern, Restharn und dem Nachträufeln. Die irritativen Symptome existieren als Nykturie, erhöhte Miktionsfrequenz, imperativer Harndrang und Dranginkontinenz. Zudem leiden die Betroffenen unter dem Restharngefühl.

Um die Schwere der Anzeichen zu erfassen, gliedert sich die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse in drei Stadien:

–  Reizstadium,

–  Restharnstadium

– und Rückstauungsstadium.

In der ersten Phase dominieren die irritativen Merkmale, danach dekompensiert der Entleerungsmechanismus. Im zweiten und dritten Stadium intensiviert sich der Restharn, wobei zuletzt die Austreibungskraft der Blase versagt. Die Patienten leiden in dem Fall an der Überlaufblase.

Cialis® zur Behandlung des BPS

Um das benigne Prostatasyndrom zu behandeln eignen sich die verschreibungspflichtigen Filmtabletten Cialis®. Seit dem Jahr 2012 ist deren Wirkstoff Tadalafil für die Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung zugelassen. Dabei führen die Patienten eine niedrigdosierte Dauertherapie durch, bei der sie die Präparate mit einer Dosis von fünf Milligramm täglich einnehmen. Das geschieht möglichst zu einer festgelegten Tageszeit. Im Normalfall eignet sich der PDE-5-Hemmer als Behandlungsmaßnahme gegen die erektile Dysfunktion. Diese geht oftmals mit dem BPS einher, sodass die Patienten von einem doppelt positiven Effekt profitieren.


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Jedoch erweist sich die Dauertherapie mit Tadalafil kostenintensiver als die reguläre Behandlung mit Generika der alpha-Adrenorezeptor-Antagonisten. Daher begründet der Hausarzt, warum er Cialis® statt der preisgünstigen Alternative einsetzt. Beispielsweise geschieht dies, wenn die Patienten Medikamente wie Tamsulosin oder Alfuzosin nicht vertragen. Zu den Nebenwirkungen der alpha-Blocker zählen beispielsweise:

– Magen-Darm-Beschwerden,

Sehstörungen sowie

– eine retrograde Ejakulation, bei der der Samenerguss in den erweiterten Blasenhals zurückfließt.

Als Phosphodiesterase-5-Hemmer blockiert Tadalafil das Enzym, das vorrangig im menschlichen Hoden vorkommt. Dieses wandelt cGMP – zyklisches Guanosinmonophosphat – in Guanosinmonophosphat. Folglich endet dessen gefäßerweiternde Wirkung. Bleibt das cGMP längere Zeit im Organismus erhalten, erweitern sich die Gefäße der Blase. Des Weiteren entspannt sich die Prostatamuskulatur. Der Prozess führt zu einem geringeren Druck auf die Harnröhre, sodass Urin leichter abfließt.

Zudem vermuten die Wissenschaftler, dass Tadalafil Einfluss auf den anderen Signalweg, Rho-A-Rho-Kinase (ROCK), nimmt und sich dadurch die Beschwerden bei der benignen Prostata-Vergrößerung abschwächen. Die positiven Effekte bestehen ausschließlich nach dem Konsum von Cialis® mit einer Dosierung von fünf Milligramm.

Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für Cialis® bei BPS?

Seit dem Jahr 2014 zählt Tadalafil zur Therapie des benignen Prostatasyndroms als erstattungsfähiger Wirkstoff. Demnach übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Cialis® fünf Milligramm, sofern der behandelnde Arzt Gründe für die Nichtverwendung der alpha-Blocker hervorbringt. Benötigen die Patienten das Präparat ausschließlich zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion, gilt es als „Lifestyle-Arzneimittel“. In dem Fall tragen sie die Kosten eigenständig.

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