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Faszientherapie: Das wirksame Training gegen Schmerzen

Faszien sind feine Häute aus kollagenem Bindegewebe die jeden Muskel, jedes Organ und auch die Nervenfasern umhüllen und überziehen. Sie bilden ein netzartiges Geflecht, das unseren ganzen Körper durchzieht. Sicher haben Sie Faszien schon einmal bei der Fleischzubereitung als milchig-weißes feines Häutchen auf Ihren Braten gesehen.

In unserem Körper haben die Faszien viele Aufgaben, denn sie trennen nicht nur die Muskeln voneinander und dienen als formgebende Stütze, durch sie hindurch erfolgt auch der Lymphtransport. Sie schützen die von ihnen umhüllten Körperstrukturen und dienen uns als eine Art Schmerzgenerator, da sie von unzähligen Nervenendigungen durchsetzt sind.

Faszientraining mit der Rolle© Adobe Stock – Henry Schmitt

Als Schmerzauslöser erst kürzlich entdeckt

Forscher haben jetzt entdeckt, dass die Hauptursache für Schmerzen im Bewegungsapparat geschädigte Faszien sind. Denn wenn die bindegewebigen Strukturen falsch, einseitig oder zu stark belastet werden und wenn wir unter starkem Stress stehen, können ihre kollagenen Fasern verkleben oder sich verdrehen. In der Folge entstehen winzig kleine Einrisse in dem feinen Gewebe und wir empfinden Schmerzen. Die gute Neuigkeit dabei: Faszien lassen sich trainieren und behandeln, sodass der Schmerz verschwindet.

Welche Beschwerden kann die Faszientherapie lindern?

Wenn Sie Ihre Faszien von einem ausgebildeten Therapeuten behandeln lassen möchten, wenden Sie sich am besten an einen Osteopathen oder einen in der Methode ausgebildeten Masseur. Allerdings benötigen Sie nicht unbedingt einen Therapeuten, sondern können auch ganz einfach und dennoch sehr effektiv zu Hause trainieren.

Sie können Ihre Faszien gut selbst behandeln

Mit Hilfe einer Schaumstoffrolle (z. B. Blackroll®) können Sie verklebte oder verdrehte Faszienstrukturen wieder glattrollen. Das funktioniert ähnlich wie das Ausrollen eines Kuchenteigs. Durch langsames und gleichmäßiges Rollen über die verschiedenen Körperpartien lösen Sie nicht nur Verklebungen in den Faszien, sondern erhöhen auch die Durchblutung und den Stoffwechsel in dem behandelten Gebiet. Mit der Schaumstoffrolle können Sie sowohl im Stehen als auch im Liegen trainieren.


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Diese Übungen sollten Sie ausprobieren:

  • Gegen Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur und Kopfschmerzen stellen Sie sich vor eine Wand und legen die Rolle waagerecht zwischen Wand und Nacken. Drehen Sie den Kopf langsam nach links und rechts.
  • Bei Schmerzen im Rücken positionieren Sie die Rolle ebenfalls waagerecht zwischen Wand und Rücken und bewegen die Rolle, indem Sie langsam in die Knie gehen und sich anschließend wieder strecken.
  • Bei Schmerzen in der Schulter und im oberen Rücken klemmen Sie die Rolle senkrecht zwischen Wand und Rücken und rollen von einer Seite zur anderen.

Faszientherapie mit Blackroll© Adobe Stock – contrastwerkstatt

Die Übungen für den Rücken können Sie auch auf dem Boden liegend durchführen. Wenn Sie mit dem Training beginnen, können die Übungen zunächst unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Das ist ein Zeichen für Verklebungen und Verhärtungen. Mit der Zeit wird das Gewebe jedoch immer geschmeidiger und das Training verursacht keine Schmerzen mehr.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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