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Q10 - Der Vitalstoff für Ihr Herz

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Ein Benzinmotor ohne Zündkerzen? Undenkbar! Selbst wenn Ihr Tank noch so voll ist: Ohne den zündenden Funken kann der Motor die Energie aus dem Benzin nicht in Kraft umsetzen. Und was für Ihr Auto die Zündkerzen sind, ist für Ihren Körper das Coenzym Q10: In den „Kraftwerken“ der Zellen, den Mitochondrien, sorgt dieser Vitalstoff dafür, dass die Nahrungsenergie umgesetzt werden kann.

Besonders Muskeln, Herz und Gehirn sind für ihre Arbeit auf eine ausreichende Versorgung mit dem Coenzym angewiesen. Ein Mangel führt Sie deshalb langsam, aber unweigerlich in ein körperliches und geistiges Leistungstief.

Neben der Funktion als Energie-Aktivator ist Coenzym Q10 auch noch ein wichtiges Antioxidans, es schützt also die Mitochondrien vor den schädlichen Angriffen freier Sauerstoffradikale.

Diese fallen in den Zellkraftwerken besonders zahlreich an, weil hier große Mengen an Sauerstoff zur Energiegewinnung benötigt werden. Etwa 5 % des umgesetzten Sauerstoffs werden in freie Radikale umgewandelt.

Q10
Die besten Quellen für Q10 in der Nahrung sind neben Innereien wie Leber oder Herz, Muskelfleisch, Fisch, Eier, Vollkornprodukte, pflanzliche Öle und Hülsenfrüchte.

Ab dem 60. Lebensjahr lässt die Eigenproduktion rapide nach

Das Coenzym Q10 gehört zu den sogenannten Vitaminoiden. Dazu zählen Vitalstoffe, auf die derKörper dringend angewiesen ist, die er jedoch – zumindest teilweise – selbst bilden kann (die „echten“ Vitamine müssen zu 100 % mit der Nahrung aufgenommen werden). Es gibt allerdings eine Reihe von Situationen, in denen Ihre Eigenproduktion in der Leber zu gering ist.

In diesen Situationen haben Sie einen erhöhten Bedarf an Coenzym Q10:

  • bei einem Lebensalter über 60
  • bei hoher körperlicher Belastung (Arbeit, Sport)
  • bei Stress und Überlastung
  • bei Herzschwäche
  • bei Diabetes
  • bei Schilddrüsenüberfunktion
  • bei Einnahme von Cholesterinsenkern (Statinen)
  • bei Einnahme von Kortisonpräparaten
  • bei Konsum von Genussgiften wie Alkohol oder Zigaretten

 

Coenzym Q10

 

Spätestens ab 60 benötigen Sie mehr Coenzym Q10

Die Eigenproduktion von Coenzym Q10 lässt mit steigendem Lebensalter nach. Beispielsweise enthält das Herz eines 80-Jährigen 60 % weniger Coenzym Q10 als noch in jungen Jahren (siehe Abbildung unten).

Spätestens ab dem 60. Lebensjahr sollten Sie daher darauf achten, genügend Coenzym Q10 mit der Nahrung aufzunehmen, um die nachlassende Eigenproduktion auszugleichen. Täglich sind dazu dann mindestens 60 mg Coenzym Q10 nötig.

Mit der normalen Ernährung ist es allerdings schwierig, diese Mengen tat sächlich zu erreichen. Eventuell sollten Sie daher auf ein Nahrungsergänzungs-Präparat zurückgreifen.

Herzpatienten leben länger mit Coenzym Q10

Sie können den Vitalstoff auch ganz gezielt zur Therapie zahlreicher Krankheiten einsetzen. Allerdings benötigen Sie dann deutlich höhere Tagesdosierungen (siehe Übersicht unten).

Bitte bedenken Sie jedoch: Solche Vitalstoff-Präparate können Ihre bisherigen Medikamente nicht ersetzen. Sie sind aber eine wertvolle Ergänzung, die den geschwächten Körper kräftigt und ihn vor freien Radikalen schützt, die bei vielen Erkrankungen vermehrt im Körper entstehen.

Q10 Wirkung

 

Vor allem Ihr Herz ist als hoch aktiver Muskel auf Coenzym Q10 angewiesen. Andernfalls fällt es ihm schwer, die erforderliche Leistung zu erbringen. Für normale Alltagsaktivitäten reicht die Versorgung eventuell noch aus, doch falls Sie schon bei der kleinsten Anstrengung leicht aus der Puste geraten, sollten Sie ein entsprechendes Präparat einnehmen.

So schützt Coenzym Q10 Ihr Herz:

  • weniger Herzinfarkte
  • geringere Zahl von Angina-Pectoris-Anfällen
  • Senkung des Blutdrucks
  • Normalisierung des Herzrhythmus
  • Senkung der Pulsrate
  • bessere Herzschlagkraft

In vielen wissenschaftlichen Studien konnte der schützende und stärkende Effekt des Vitaminoids für Herz und Kreislauf eindeutig belegt werden. So haben Forscher der Universität Christchurch/Neuseeland in einer Untersuchung, die im Oktober 2008 veröffentlicht wurde, 236 Patienten mit einer chronischen Herzschwäche (Herz insuffizienz) knapp drei Jahre lang beobachtet.

Zu Beginn wurde der Coenzym-Q10 Spiegel im Blut bestimmt. Unter den Patienten mit unterdurchschnittlichen Werten starben im Verlauf der Studie doppelt so viele wie unter denjenigen mit überdurchschnittlichen Werten.

In zahlreichen älteren Studien konnte das Herz durch die Gabe von Coenzym-Q10 Präparaten gezielt gestärkt werden. Darüber hinaus senkt Coenzym Q10 auch den Blutzuckerspiegel – vermutlich weil es die Energieproduktion in den Körperzellen ankurbelt und deshalb mehr Zucker zur Energiegewinnung verbrannt werden muss. Erhöhte Blutzuckerwerte sind eine ständige Gefahr für Herz, Gefäße und Nervenbahnen, weil sie die Bildung freier Radikale fördern.

Vorsicht: Cholesterinsenker fördern einen Q10-Mangel!

Viele Herzpatienten nehmen zur Senkung ihrer Cholesterinwerte sogenannte Statine ein. Das sind Wirkstoffe, die die Produktion des Cholesterins in der Leber blockieren. Leider hemmen diese Medikamente jedoch auch die körpereigene Produktion von Coenzym Q10.

Das sind die häufigsten Statin-Nebenwirkungen:

  • Muskelschmerzen und -schwäche
  • Schmerzen und Taubheitsgefühle an Füßen und Händen (durch Nervenschädigungen)
  • Sehnenschmerzen
  • verminderte geistige Leistungsfähigkeit

Viele dieser Statin-Nebenwirkungen hängen mit einem Mangel an Coenzym Q10 zusammen. Das hat eine Untersuchung der Universität von Kalifornien in San Diego/USA im Januar 2009 ergeben. Nach Ansicht der Forscher kommt es zu diesen Nebenwirkungen, weil der Verlust an Coenzym Q10 zu einem Energiemangel in den Körperzellen und zu einer erhöhten Radikalbelastung führt.

Leider berücksichtigen die wenigsten Ärzte diese Tatsachen, wenn sie ihren Patienten ein Statin verschreiben. Ihnen ist die große Bedeutung des Coenzyms offensichtlich nicht ganz bewusst.

Dabei hat eine Studie der Universität New York im Jahr 2005 den Zusammenhang ganz deutlich gezeigt: 21 Patienten wurden zusätzlich zu ihrem Statin täglich 100 mg Coenzym Q10 verabreicht.

Nach 30 Tagen gingen bei 18 Teilnehmern die Muskelschmerzen deutlich zurück. Von 20 Patienten, die zur Kontrolle nur ein Scheinmedikament (Placebo) erhalten hatten, verspürten lediglich drei weniger Schmerzen.

Sinnvolle Therapieergänzung bei Asthma und Migräne

Übrigens hemmen Beta-Blocker und Kortisonpräparate ebenfalls Ihre Coenzym-Q10 Produktion. Auch in diesen Fällen können entsprechende Präparate Sie daher vor Nebenwirkungen schützen. An der Universität Bratislava (Slowakei) wurden im Jahr 2005 jeweils 40 Asthma-Patienten zusätzlich zu ihren herkömmlichen Medikamenten täglich mit 120 mg Coenzym Q10 (sowie als weitere Antioxidantien mit 400 mg Vitamin E und 250 mg Vitamin C) behandelt.

Im Vergleich zu einer gleich großen Kontrollgruppe ohne die entzündungshemmenden Vitalstoffe benötigten die Patienten innerhalb von 16 Wochen etwa 25 % weniger Kortison, um ihre Asthma-Symptome in Schach zu halten. Ähnlich gute Erfahrungen liegen auch bei Patienten mit Migräne vor. Hier kann der Vitalstoff die Häufigkeit der schmerzhaften Attacken deutlich reduzieren.

Das haben im Jahr 2005 Schmerzforscher der Universität Zürich herausgefunden. Sie versorgten jeweils 40 Migränepatienten entweder mit Coenzym Q10 (dreimal 100 mg täglich) oder einem Scheinmedikament (Placebo). Durch den Vitalstoff hatte fast jeder zweite Patient nur noch halb so viele Migräneanfälle wie vor der Studie. In der Placebo-Gruppe traf das nur auf jeden siebten Patienten zu.

Diese und andere Untersuchungen zeigen, dass der Vitalstoff auch ein wichtiger Schutzfaktor für Ihr Gehirn ist. Es gibt sogar erste Studien, wonach Coenzym Q10 ebenfalls Ihr Risiko für Alzheimer und Parkinson senkt – die Gehirn-Erkrankungen, von denen derzeit die meisten Menschen betroffen sind. Der Vitalstoff sollte daher in Ihrer persönlichen Vorsorgestrategie eine he rausragende Rolle spielen.

So wenden Sie Coenzym-Q10-Präparate richtig an

Dosierung: Zum Ausgleich von Ernährungsmängeln oder bei sinkender Eigenproduktion genügen in der Regel Präparate aus Drogerien oder Reformhäusern. Die Tagesdosis sollte mindestens 60 mg betragen. Die Monatstherapiekosten liegen hier zwischen 8 und 15 €. Zur begleitenden Therapie von Krankheiten wie Herzschwäche, Asthma, Diabetes oder Migräne werden Tagesmengen von 60 bis 600 mg eingesetzt. Sprechen Sie die Einnahme stets mit Ihrem Arzt ab, und lassen Sie vorher Ihre Q10-Blutwerte bestimmen.

Präparatewahl: Höher dosierte Präparate für den therapeutischen Einsatz erhalten Sie in der Apotheke (z. B. Sanomit®, Bildi Q10®, Provisan Q10® oder Vivivit® Q10). Die Monatstherapiekosten betragen etwa 50 €.

Einnahmezeitpunkt: Der Vitalstoff ist fettlöslich. Nehmen Sie deshalb die notwendigen Tagesdosen stets zusammen mit den Mahlzeiten ein, um die Aufnahme über den Darm zu steigern.

Neben- und Wechselwirkungen: Coenzym Q10 kann die Wirksamkeit von gerinnungshemmenden Medikamenten (z. B. Marcumar®) beeinträchtigen. Eventuell muss dann deren Dosierung erhöht werden (nach Rücksprache mit dem Arzt und Kontrolle der Gerinnungswerte).

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