MenüMenü

Pankreatitis: Symptome, Diagnostik und Therapie

Eine Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) äußert sich zumeist in dumpfen, manchmal schneidenden Oberbauchschmerzen, die bisweilen bis in den Rücken ausstrahlen. Anfangs treten sie gelegentlich auf, später halten sie tagelang oder gar über Wochen an. Es gibt jedoch auch schmerzlose Krankheitsverläufe, die sich eher in Blähungen, Brechreiz und Übelkeit äußern. Auch Gewichtsabnahme und Gelbsucht sind möglich.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Mögliche Untersuchungsmethoden
  2. Maßnahmen bei Beschwerden an der Bauchspeicheldrüse
  3. Bauchspeicheldrüsenkrebs und Carotinoide

Pankreatitis© Adobe Stock – decade3d

Mögliche Untersuchungsmethoden

Der Internist stellt gezielte Fragen zum Allgemeinbefinden, zum Gewichtsverlauf und den aktuellen Beschwerden. Er tastet den Bauchraum ab und er lässt sich die Konsistenz sowie die Menge des Stuhlganges genau erklären. Sofern er den Verdacht hat, dass mit der Bauchspeicheldrüse etwas nicht stimmt, wird er im nächsten Schritt eine umfangreiche Blutuntersuchung anordnen. Nach Auswertung der Ergebnisse veranlasst der Facharzt eine oder mehrere der folgenden Methoden zur Untersuchung einer Pankreatitis:

  • Ultraschall (Sonografie): Bei der für den Patienten vollkommen schmerzfreien Ultraschalluntersuchung kann der Arzt den Umriss der Bauchspeicheldrüse erkennen und sieht möglicherweise am Organ vorhandene Verkalkungen. Bei rund 70 Prozent aller Personen mit der Diagnose Pankreatitis finden sich Kalkablagerungen.
  • Computertomografie (CT): Sie ist die wohl häufigste Untersuchung bei Pankreatitis-Verdacht. Im Computertomografen werden mithilfe von Röntgenstrahlen vom Körper eine Vielzahl von Schnittbildern erzeugt. Diese vermitteln einen genauen Einblick über die Struktur der Bauchspeicheldrüse, die Beschaffenheit der umliegenden Gefäße und der benachbarten Organe.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Die Vorgehensweise ähnelt der einer Computertomografie, denn auch hier werden Schnittbilder gefertigt. Allerdings arbeitet ein Computertomograf nicht mit Röntgenstrahlen, sondern auf Basis von Magnetfeldern. Im Rahmen der Untersuchungen zur sicheren Diagnose einer Pankreatitis lassen sich mithilfe eines MRTs die Blutgefäße, das Gangsystem sowie das Drüsengewebe der Bauchspeicheldrüse darstellen.
  • Endoskopische Untersuchung (ERCP): Neben den genannten bildgebenden Untersuchungsverfahren stellt die Endoskopie eine ergänzende Methode zur Untersuchung einer Pankreatitis dar. Hierbei führt der Arzt einen speziellen Magenspiegel in den Patienten ein, über den er dann einen dünnen Katheter bis in die Bauchspeicheldrüse und in die Gallenwege vorschiebt. Bei Bedarf können bereits während dieser Untersuchung Gänge erweitert, Stauungen aufgelöst und kleine Steine entfernt werden.
  • Sekretin-Pankreozymin-Test: Hier wird zunächst die Bauchspeicheldrüse angeregt. Danach entnimmt der Internist mithilfe einer Sonde ein wenig Sekret aus dem Dünndarm. Daraus kann er die Anzahl Pankreasenzyme und das vorhandene Bikarbonat bestimmen. Im Zusammenhang mit der Diagnose Pankreatitis handelt es hierbei um den empfindlichsten Test. Mit seiner Hilfe lässt sich eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse schon früh feststellen.

Maßnahmen bei Beschwerden an der Bauchspeicheldrüse

Wenn Sie bei Beschwerden Ihrer Bauchspeicheldrüse rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, kann sich Ihre Bauchspeicheldrüse wieder vollständig erholen.

  • Machen Sie einen Bogen um Alkohol.
  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten, dann ist das Organ gleichmäßig leicht und nicht anfallsweise stark gefordert.
  • Reduzieren Sie den Fettgehalt Ihrer Speisen, das beeinflusst auch Ihren Stuhlgang, denn dünnflüssiger, öliger Stuhl verringert sich.
  • Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen, wie sie in Obst, Gemüse und Getreide enthalten sind. Hülsenfrüchte und Kohl werden Sie dagegen wahrscheinlich weniger vertragen.
  • Verzichten Sie darauf, Ihre Speisen zu braten oder zu grillen. Auch Aufläufe sind nicht günstig für Ihre Drüse.
  • Probieren Sie aus, ob Nahrungsmittel mit hohem Säuregehalt für Sie bekömmlich sind.
  • Bei einer leichten Entzündung des Organs empfiehlt sich außer der Einnahme von Schmerzmitteln für einige Tage der völlige Verzicht auf Essen. Bei schwereren Erkrankungen muss immer für eine Weile auf Nahrung verzichtet werden. Sprechen Sie in diesem Fall unbedingt mit Ihrem Arzt.

Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Bauchspeicheldrüsenkrebs und Carotinoide

Wissenschaftler von zwei kanadischen Universitäten entwarfen eine Studie, um eine Verbindung zwischen Bauchspeicheldrüsenkrebs und der Versorgung mit Carotinoiden durch die Nahrung nachzuweisen. Sie untersuchten 462 Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und mehr als 4.700 gesunde Menschen aus acht kanadischen Provinzen. Die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer wurden mithilfe von Fragebögen über vier Jahre hinweg festgehalten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Einnahme von Beta-Karotin und die Gesamteinnahme von Carotinoiden mit einem geringeren Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs in bei Nichtrauchern Verbindung gebracht werden kann. Die verblüffendsten Ergebnisse betrafen das Lycopin. Diejenigen, die am wenigsten Lycopin mit der Nahrung aufnahmen, wurden mit denen verglichen, die die größte Einnahme aufwiesen. Die mit der größten Einnahme hatten ein um 31 Prozent geringeres Risiko, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln. Die kanadischen Forscher merkten an, dass die Lycopin-Aufnahme hauptsächlich durch Tomaten oder Tomatenprodukte erfolgte.

Tricks zur einfachen Verwertung von Lycopin

  • Wenn Sie Tomaten kochen, dann verstärken Sie den Lycopingehalt und verbessern dessen Aufnahme im Verdauungstrakt.
  • Essen Sie gekochte Tomaten zusammen mit einer Fettquelle, zum Beispiel Käse oder Fleisch, auch das verbessert die Lycopinaufnahme.
  • Wenn Sie kein Fan von Tomaten sind, greifen Sie zu Wassermelonen. Sie sind eine großartige Alternative, denn sie sind eines der wenigen Lebensmittel, die sowohl Lycopin als auch Beta-Karotin liefern.
  • Wenn Sie jeden Tag drei Gläser Wassermelonensaft trinken, ist der Gehalt von Lycopin und Beta-Karotin in Ihrem Blut fünfmal höher als der von Menschen, die wenig Obst und Gemüse essen.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Sie erhalten höheren antioxidantischen Schutz, wenn Sie Lycopin aus Wassermelonen und Tomaten zu sich nehmen, als wenn Sie zu einem Nahrungsergänzungsmittel greifen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

Regelmäßig Informationen über Innere Medizin erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Helmut Erb. Über 344.000 Leser können nicht irren.