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Rotes Fleisch kann Fettleber verursachen

Fleischtheke
Rotes Fleisch kann eine Fettleber begünstigen © Adobe Stock – Christoph Hähnel

Zu große Mengen Alkohol sind bekannt dafür, sich negativ auf die Leber auszuwirken, diese verfetten zu lassen. Aber auch Menschen, die kaum oder keinen Alkohol trinken, können an einer sogenannten nichtalkoholischen Fettleber erkranken.

Grund ist dann die Ernährung, die aus großen und kalorienreichen Mahlzeiten besteht. Aber Forscher haben herausgefunden: Auch mageres rotes Fleisch kann sich negativ auf die Gesundheit dieses Organs auswirken.

Die Wissenschaftler der School of Public Health der Universität Haifa erhielten eindeutige Studienergebnisse. Je mehr rotes bzw. verarbeitetes Fleisch die Teilnehmer ihrer Untersuchung verzehrten, umso größer war das Risiko für eine Fettleber.

Dieses Ergebnis war auch unabhängig davon, ob andere Risikofaktoren wie zum Beispiel ein erhöhter Body-Mass-Index vorlagen. Hinzu kam, dass bei denen, die viel rotes Fleisch verzehrten, häufig eine Insulinresistenz vorlag. Die Körperzellen sprachen nicht so gut auf Insulin an. So eine Insulinresistenz ist eine Vorstufe von Diabetes Typ 2.

Warum ist rotes Fleisch so schädlich?

Aber warum wirkt sich gerade rotes Fleisch so negativ auf den Körper aus? Die Forscher vermuten, dass der Gehalt an Eisen schuld sein könnte. Rotes Fleisch bringt deutlich mehr Eisen mit sich als andere Fleischsorten. Wenn Sie zu viel Eisen im Blut haben, dann kommt es zu sehr reaktionsfreudigen Eisenverbindungen. Diese schädigen die Zellen und können zu Entzündungsprozessen führen. Diese Entzündungen erhöhen dann das Risiko sowohl für eine Fettleber als auch für Typ-2-Diabetes deutlich.

Und auch die Zubereitungsart des Fleisches wirkte sich auf die Leber aus. Diejenigen, die rotes Fleisch eher gebraten, gegrillt oder frittiert verzehrten, wiesen eher eine Fettleber auf als Menschen, die es schmorten oder kochten. Hierfür machen die Wissenschaftler heterozyklische Amine verantwortlich. Sie entstehen z. B. in gebratenem Fleisch und können ebenfalls Entzündungen auslösen.

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Rotes Fleisch erhöht Risiko für Insulinresistenz deutlich

Bei den über 300 Menschen, die an ihrer Untersuchung teilnahmen, bestimmten die Forscher auch die Insulinresistenz. Dabei half ihnen ein sogenannter Homeostasis model assessment (HOMA). Bei dieser Methode misst man sowohl Insulinwerte als auch Blutzuckerspiegel zeitgleich und zwar auf nüchternen Magen. Es zeigte sich, dass 30 Prozent der Teilnehmer allein aufgrund des Konsums von viel rotem Fleisch eine Insulinresistenz aufwiesen – alle anderen Faktoren waren herausgerechnet worden.

Lieber weißes als rotes Fleisch

Aber wie verhalten Sie sich jetzt, gerade auch, wenn Sie vielleicht auf Kohlenhydrate verzichten wollen und sich eher eiweißreich ernähren? Achten Sie in diesem Fall darauf, dass rotes Fleisch nicht zu häufig auf Ihrem Speiseplan steht. Einem maßvollen Genuss steht natürlich nichts im Wege. Zudem hat sich gezeigt: Echtes Bio-Fleisch wirkt sich längst nicht so negativ auf den Körper aus. Greifen Sie zudem eher zu Geflügel und Fisch, rotes Fleisch sollten sie außerdem eher schmoren als braten.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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