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Schmerzen in den Beinen: Können Krampfadern die Ursache sein?

Sie haben häufig Beinschmerzen, vor allen Dingen nach dem Sport, und möchten wissen, was dahinter stecken könnte? Vielleicht haben Sie ja zu viel trainiert und Ihre Beine auf diese Weise überlastet. Aber Sie sollten auf jeden Fall erst einmal Ihren Hausarzt aufsuchen und das checken lassen. Denn wie so oft gibt es auch in einem solchen Fall einmal wieder mehrere Möglichkeiten.

Schmerzen in den Beinen
Schmerzen in den Beinen müssen kein Anzeichen für etwas Ernstes sein – gehen Sie dennoch lieber zum Arzt, wenn solche Schmerzen öfter auftreten. © Bo Valentino - Fotolia

Beinschmerzen: Venenerkrankung ist eine Möglichkeit

Wenn sich Ihre Beinschmerzen beim Gehen bessern, liegt möglicherweise ein Venenleiden vor. Haben Sie vielleicht Krampfadern? Die Schmerzen, die durch den Rückstau von Blut und den dadurch entstehenden Überdruck verursacht werden, stellen sich meist nach längerem Stehen oder Sitzen wieder ein.

Sie fühlen sich mehr wie ein Spannungsgefühl an. Wenn Sie sich bewegen, lässt das unangenehme Gefühl nach. Stechende Schmerzen deuten auf eine Venenentzündung oder Thrombose hin.

Krampfadern können schnell Thrombosen verursachen

Krampfadern können Ihnen nicht nur Schmerzen bereiten, von ihnen geht auch eine andere Gefahr aus: Das Risiko, eine Thrombose zu entwickeln, ist bei unbehandelten Krampfadern sehr hoch. Wenn Sie feststellen, dass Sie plötzlich unter Wadenschmerzen, starken Beschwerden beim Gehen oder Stehen, Überwärmung, Wadendruckschmerzen, Fußsohlenschmerz bei Druck, Fieber oder Erhöhung der Entzündungswerte im Blut leiden, kann all dies auf eine Thrombose hinweisen.

Dann hat sich an der Venenwand ein Blutpfropf gebildet. Wenn sich dieser löst, kann er mit dem Blut durch den Körper wandern und an einer Engstelle im Gewebe stecken bleiben. Hier führt er dann zu einer Durchblutungsstörung (Embolie). Besonders gefährdet sind die kleinen Gefäße in der Lunge. Sie sollten daher, wenn Sie unter Krampfadern leiden, diese von einem Venenspezialisten untersuchen lassen.


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Auch Arterien könnten erkrankt sein

Wenn sich Ihre Beinschmerzen im Stehen bessern, sind unter Umständen Ihre Arterien erkrankt. Diese Schmerzen entwickeln sich beim Gehen und können so stark werden, dass Sie immer wieder stehen bleiben müssen. Dann lässt der Schmerz nach.

In der Medizin heißt dieses Leiden arterielle Verschlusskrankheit (paVK). Im Volksmund wird es Schaufensterkrankheit genannt, weil die Betroffenen oft vorgeben, sich beim häufigen Stehenbleiben Schaufenster anzuschauen.

Krampfadern: Vorbeugungsmaßnahmen

Wer an Krampfadern leidet, kann selbst viel gegen die Beschwerden und das Voranschreiten der Erkrankung tun. Hier ein paar hilfreiche Tipps der Spezialisten vom „Gefäßzentrum Berlin“.

Krampfadern
Gegen Krampfadern gibt es einige Tipps. Werden Sie am besten noch heute aktiv! © Adobe Stock – nixki

Hilfreich:

  • Kühles Duschen der Beine; die optimale Wassertemperatur liegt bei 16 °C. Bei Herzschwäche oder Arthrose der Füße fragen Sie vorher Ihren Hausarzt.
  • Ausdauersport wie Laufen, Radfahren und Schwimmen
  • Nächtliches Hochlagern der Beine. Dazu sollte man das Fußende des ganzen Bettes hochstellen, um eine Überstreckung des Knies zu vermeiden.
  • Viel Trinken: Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag!
  • Bequemes Schuhwerk mit flachen Absätzen und ab und zu auch Barfußlaufen

Schädlich:

  • Sonne und Temperaturen über 28 °C, Wärmflaschen, heiße Bäder oder Saunabesuche
  • Langes Sitzen oder Stehen
  • Häufiges, schweres Heben, Kraftsport, Kegeln, Pressen beim Stuhlgang
  • Sportarten, bei denen man sich leicht verletzen kann
  • Schuhe mit hohen Absätzen
  • Rauchen

Darüber hinaus empfehlen die Berliner Gefäßspezialisten zur Vermeidung von Krampfadern, Medikamente (auch die Anti-Baby-Pille) „nur nach vorheriger Rücksprache und unter laufender Kontrolle des behandelnden Arztes“ einzunehmen.

Bei neu auftretenden Beschwerden, etwa anhaltendem Muskelkater der Beine, Husten, Atemnot oder Schwindel über mehr als zwei Tage, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Vorsicht sei bei wissenschaftlich nicht ausreichend belegten Therapiemethoden gegen Krampfadern angezeigt, etwa bei einer Eigenbluttherapie.

Gibt es auch Krampfadern in der Speiseröhre?

Krampfadern in der Speiseröhre gibt es tatsächlich. Sie entstehen dann, wenn sich bei Lebererkrankungen venöses Blut in der Leber staut. Dann muss sich das Blut einen anderen Weg im Körper suchen, um die rechte Herzkammer zu erreichen. So bildet sich ein neuer Blutkreislauf, der in der Speiseröhre verläuft. Dieses Phänomen wird als Krampfadern der Speiseröhre bezeichnet.

Sie sind nicht ungefährlich, denn sie können platzen. Dann kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen. Das ist der Grund, warum sie ab einer gewissen Größe unbedingt behandelt werden müssen. Diese Behandlung wird vom Arzt durch Endoskopie durchgeführt.

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Über den Autor
Helmut Erb
Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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